Brüderle, Röttgen, E10

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Wer es noch nicht gemerkt hat, der wird es spätestens jetzt erkennen müssen, die Minister Brüderle und Röttgen sind die wichtigsten Lobbyisten der Mineralwirtschat, der Atomindustrie, der Automobilindustrie und der Landwirtschaft. Für die Bürger leisten sie nichts. Sie verschlimmern die Lage jedes einzelnen Menschen. E10 ist ein Beispiel dafür. Das „normale“ Super fällt weg und wird durch das teuere E10 ersetzt. Die Landwirtschaft erhält hohe Subventionen wegen E10, die Mineralwirtschaft kann höhere Preise durchsetzen wegen E10, die Automobilindustrie braucht ihre Co2 Ziele nicht einzuhalten - wegen E10, die Landwirtschaft bekommt für die riesigen Flächen, die sie in Monokultur anbauen können hohe Subventionen - wegen E10. Wo bleibt da der Autorfahrer? Wo bleiben die Menschen, deren Ernährungssituation sich in der Welt weiter verschlechtern wird. Röttgen sagt sinngemäß im Fernsehen: „Das ist derzeit nicht das aktuelle Problem“. Gabriel hat es als Umweltminister nicht durchgesetzt, das E10. Mit Zeitverzug haben es die Lobbyisten in der Regierung erreicht und das auf dem Rücken der zur Mobilität verpflichteten Bürger. Es muss doch langsam jedem Bürger klar geworden sein, warum sich Brüderle und Röttgen an die Spitze der Bewegung gesetzt haben. Der Autofahrer soll „Garantien“ bekommen, falls das E10 Schaden herbeiführt. Nur gegen wen soll der Autofahrer seinen Anspruch gelten machen, wo schon jetzt jeder die Verantwortung von sich weist? E10, das ist schon heute abzusehen, wird ein Beschäftigungsprogramm für die Juristen im Lande. E10 muss weg. Es ist umweltschädlich, es ist zu teuer, es ist nicht wirtschaftlich für die Autofahrer, es wird die Welternährungslage weiter verschlimmern, es ist nicht durchdacht, es ist ein Fiasko.

12:13 09.03.2011
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Geschrieben von

niclas quinten

Schreiben, schreiben und nochmals schreiben. Völlig egal, ob es veröffentlicht wird oder irgendeiner es liest. Status: Schreiber und Leser
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