wolfsburger

Schreiber 0 Leser 0
Avatar
RE: Linke Regierungsverantwortung -- bald überflüssig regiert? | 13.08.2011 | 21:21

Eine Änderung zugunsten einer realen Verfügung der Arbeitenden über ihr Arbeitsergebnis würde sie erreichen können, wenn sie alle Produktionsmittel enteignen würde und unter demokratische Kontrolle der Arbeitenden stellen.
-
Das hatten wir schon in der DDR und in der UDSSR.
Die Ergebnisse sind bekannt!
*************************
Dazu ein stabil laufender Binnenmarkt bringt schon wesentlich mehr.
Den kann es geben, wenn alle wieder ordentlich verdienen können.
-
Nichts gegen eine guten Binnenmarkt.
Nur, - ohne Export wäre der Lebensstandard breiter Schichten der Bevölkerung hier eindeutig niediger.
Verdienst muß erwirtschaftet werden, d. h., er muß sich (theoretisch) für jeden einzelnen Arbeitsplatz nachweisen lassen.
Unter der Einbeziehung des Binnen- und des Exportmarktes.
*********************************
Sie und Ihre Kollegen können was für sich tun, wenn Sie sich in Ihrem Betrieb gegen die Leiharbeit engagieren: Leiharbeitsfirmen behalten ca. zwei Drittel des Arbeitsentgeltes zurück für parasitäre Einkommensformen der Inhaber/Aktionäre.
-
Das Leiharbeitsplätze parasitär mißbraucht werden, sehe ich genauso!
Allerdings wird für "meine Firma" durch Leiharbeit zumindest die Wettbewerbsfähigkeit erhöht.
Was mit der Wertschöpfung eines Leiharbeiters (parasitär) geschieht, ist für "meine Firma" dabei zunächst zweitrangig.
Unsere Betriebräte arbeiten daran und haben auch schon erfolgreich Leiharbeit in die Firma mit entsprechenden Arbeitsverträgen geholt.
Von mir aus könnte das noch weiter ausgeweitet werden, wenn auch die Wettbewerber (weltweit) dazu angehalten würden.
Glauben Sie, dass das realistisch ist?
**********************************
Fazit:
Ihre Gedankenansätze finde ich sehr interessant!
Passen aber m. E. tlw. nicht in unsere Wirtschaftstrukturen und sind vor allem nirgendwo alternativ zur Erlangung von mehr Wohlstand für die gesamte Gesellschaft erprobt worden!
Eine linke Partei würde mit Ihren Argumenten ziemlich sicher deshalb auch keine Mehrheiten finden.
Deshalb glaube ich, dass von den ca. 40 Millionen sozialversicherungspflichtigt Beschäftigten Wählern in Deutschland, auch nur relativ wenige zukünftig "links" wählen werden.
Im Gegenteil, jeder der befürchten muß, mit einer geänderten Wirtschaftsstruktur schlechter gestellt zu werden, wählt wahrscheinlich nicht links.
Womit ich Herrn Netzmanns Fragen, weshalb es mit der linken Politik beim Wähler nicht so klappt, zumindest tlw. beantwortet habe, wie ich meine.

Trotz allem!
Falls es plausible Konzepte für bessere und gerechtere Volkswirtschaften geben sollte, höre ich gerne zu und würde mich auch davon überzeugen lassen.
Allerdings sehe ich Moment nichts Überzeugendes hierzu von den Linken.

RE: Linke Regierungsverantwortung -- bald überflüssig regiert? | 13.08.2011 | 10:11

"Und denjenigen, die im Moment noch mit Arbeit ein brauchbares Einkommen generieren können, muss Unterstützung bei der Vertretung ihrer Interessen garantiert werden."
-
Wenn Sie damit jene ca. 20 Millionen Beschäftigte aus der oberen Einkommensschichtung (50 % von ca. 40 Millionen Beschäftigten insgesamt in Deutschland) meinen, die mit ihren direkten und indirekten Steuern und mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen fast den kompletten Staat finanzieren müssen, gebe ich Ihnen Recht.
Leider wurden diese 20 Millionen Beschäftigten bislang von jeder Regierung mit einem "progressiven Bauch" bei der Lohn-/Einkommensteuer bedacht, weshalb diese Bürger weit über 90 % der gesamten Steuereinnahmen bestreiten.
Die "anderen" ca. 20 Millionen Beschäftigten der unteren 50 % der Einkommenschichtung bezahlen die übrigen 10 % Lohn-/Einkommensteuer und bekommen sogar etwa genauso viel an Sozialleistungen zurück.
Mit einer "Reichensteuer" (53 % ) ließen sich nur ca. 2 Milliarden €/Jahr an Steuern zusätzlich holen.
Das wäre viel zu wenig angesichts eines Ressorts von ca. 176 Milliarden für Arbeit und Soziales im Bundeshaushalt.
Wie könnte also eine linksgerichtete Regierung die Interessen der Beschäftigten der "oberen 50 % Einkommenschichtung" vertreten, ohne diese Schicht nicht noch weiter belasten zu müssen, sondern zu entlasten?

RE: Linke Regierungsverantwortung -- bald überflüssig regiert? | 13.08.2011 | 10:11

"Und denjenigen, die im Moment noch mit Arbeit ein brauchbares Einkommen generieren können, muss Unterstützung bei der Vertretung ihrer Interessen garantiert werden."
-
Wenn Sie damit jene ca. 20 Millionen Beschäftigte aus der oberen Einkommensschichtung (50 % von ca. 40 Millionen Beschäftigten insgesamt in Deutschland) meinen, die mit ihren direkten und indirekten Steuern und mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen fast den kompletten Staat finanzieren müssen, gebe ich Ihnen Recht.
Leider wurden diese 20 Millionen Beschäftigten bislang von jeder Regierung mit einem "progressiven Bauch" bei der Lohn-/Einkommensteuer bedacht, weshalb diese Bürger weit über 90 % der gesamten Steuereinnahmen bestreiten.
Die "anderen" ca. 20 Millionen Beschäftigten der unteren 50 % der Einkommenschichtung bezahlen die übrigen 10 % Lohn-/Einkommensteuer und bekommen sogar etwa genauso viel an Sozialleistungen zurück.
Mit einer "Reichensteuer" (53 % ) ließen sich nur ca. 2 Milliarden €/Jahr an Steuern zusätzlich holen.
Das wäre viel zu wenig angesichts eines Ressorts von ca. 176 Milliarden für Arbeit und Soziales im Bundeshaushalt.
Wie könnte also eine linksgerichtete Regierung die Interessen der Beschäftigten der "oberen 50 % Einkommenschichtung" vertreten, ohne diese Schicht nicht noch weiter belasten zu müssen, sondern zu entlasten?

RE: Welche Gefahren drohen dem Gärtner? | 12.08.2011 | 18:19

Der Gärtner hat kein gutes Image. In Filmen wird er entweder als Mörder, Mordopfer oder weiser Idiot dargestellt. In Wahrheit ist er aber meist einfach nur: ein Spießer.
-
Nicht so die Cannabis-Gärtner!

RE: Steilvorlage für den Kindsmörder Magnus Gäfgen? | 12.08.2011 | 17:40

Für mich ist Herr Daschner eine herausragende Persönlichkeit mit Zivilcourage, welcher sich über die mangelhafte Gesetzgebung für derartige Situationen mutig hinweggesetzt hatte!

Wenn das Kind da noch gelebt hätte, wäre auch eine Rettung durch die Folterandrohung wahrscheinlich gewesen.

Immerhin ist der Täter noch durch die Androhung von Folter sofort und zweifelsfrei überführt worden!

Unsere Gesetze sind m. E. nicht ausreichend für solche Situationen!

Weil in diesen Situationen die Androhnung und Durchführung von Folter richtig bzw. sittlich und moralisch gerecht gewesen wäre!

Dann hätte es z. B. auch keiner späteren Schmerzensgeldforderung mehr bedurft!

RE: Steilvorlage für den Kindsmörder Magnus Gäfgen? | 12.08.2011 | 17:40

Für mich ist Herr Daschner eine herausragende Persönlichkeit mit Zivilcourage, welcher sich über die mangelhafte Gesetzgebung für derartige Situationen mutig hinweggesetzt hatte!

Wenn das Kind da noch gelebt hätte, wäre auch eine Rettung durch die Folterandrohung wahrscheinlich gewesen.

Immerhin ist der Täter noch durch die Androhung von Folter sofort und zweifelsfrei überführt worden!

Unsere Gesetze sind m. E. nicht ausreichend für solche Situationen!

Weil in diesen Situationen die Androhnung und Durchführung von Folter richtig bzw. sittlich und moralisch gerecht gewesen wäre!

Dann hätte es z. B. auch keiner späteren Schmerzensgeldforderung mehr bedurft!

RE: Wann schägt der Wind in Deutschland in Sturm um ? | 12.08.2011 | 13:52

Wann schägt der Wind in Deutschland in Sturm um ?
-
Ich denke, dass ist dann soweit, wenn sich die soziale Spaltung nicht mehr auf Pump wegfinanzieren läßt!