Rassismus konkret

USA Ta-Nehisi Coates beschreibt amerikanische Zustände – die sich auf Europa übertragen lassen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 08/2016

Die Angst kriecht in den Körper, Pore für Pore, Tag für Tag. Die Angst vor den Cops, vor den Gangs, vor den Lehrern. Und diese Angst wandelt sich irgendwann in Wut, wird zum Panzer gegen die Verletzlichkeit: Der Leib rebelliert, schlägt zurück, wird selbst zum Täter. Das ist die Dialektik, die Ta-Nehisi Coates in seinem Buch Zwischen mir und der Welt beschreibt. Der 40-jährige Journalist, der als Reporter beim renommierten The Atlantic arbeitet, löste damit im vergangenen Jahr in den USA eine Debatte über den amerikanischen Rassismus aus. Eine Debatte, die, auch wegen der anstehenden Präsidentschaftswahlen, bis heute anhält.

Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen nämlich bietet Coates in seinem Buch, das nun auch auf Deutsch