nimzowisch

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RE: Der Spiegel und die "Gewalt gegen Männer" | 01.06.2013 | 18:10

Nicht die "angebliche", sondern die tatsächliche Gewalt von Frauen gegen Männer, das ist eben der feine Unterschied.

Das in der Öffentlichkeit Männer mehr Gewalt durch Männer erleben, ist doch keine Neuigkeit, sondern altbekannter Fakt. Im Bereich der häuslichen Gewalt gilt das eben nicht.

Trotzdem ist die Studie nicht ganz erhellend, denn frühere Studien haben festgestellt, daß die mit Abstand höchste Gewaltquote in homosexuellen Partnerschaften stattfindet. Aber das traut sich der Spiegel wohl noch nicht zu schreiben.

RE: Der Spiegel und die "Gewalt gegen Männer" | 01.06.2013 | 18:04

Natürlich darf weder die vor einigen Jahren veröffentlichte Pilotstudie der Bundesregierung, noch die o.g. aktuelle, umfassende Studie zu dem Ergebnis kommen, daß in Partnerschaften genauso häufig Gewalt ausüben wie Männer. Das wäre schließlich ein Schlag gegen den heiligen Feminismus, der seit Jahrzehnten ausschließlich Männer für Gewalt verantwortlich macht.

Dummerweise kommen jedoch die beiden Studien zu ganz ähnlichen Ergebnissen, ebenso übrigens wie inzwischen mehrere Hundert kleiner und größerer ausländischer Studien zu diesem Thema.

Fazit: Noch ein Thema bei dem der ideologische Standpunkt des Feminismus sichtbar wird. Glücklicherweise auch hier auf dem Rückzug.

RE: Gehen Quote und Qualität zusammen? | 01.06.2013 | 13:53

Auf der Basis von Wahllisten bei Kommunalwahlen schlußfolgert der "renommierte Wissenschaftler" daß Frauenquoten in Betrieben sinnvoll wären?

Sorry, aber geht´s noch unseriöser?

RE: Männer baggern wie blöde | 25.04.2013 | 18:52

@ ninoschneider:

Merken Sie nicht Ihre Widersprüche? Einerseits wollen Sie die Hartz IV Gesetzgebung nicht in Bezug auf Gleichberechtigung diskutieren, 2 Sätze später machen Sie genau dies.

Männer sind nicht nur "vielleicht" in größerer Zahl betroffen, sondern real. Dies gilt nicht nur für den Männeranteil unter den Leiharbeitern und H4-Empfängern, sondern auch für den Anteil an Sanktionen. Die von Ihnen angesprochenen Frauen mit Kindern müssen dagegen so gut wie nie mit Sanktionen rechnen. Das sind alles keine Phantasien, sondern Realitäten.

http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-07/arbeitslose-sanktionen-frauen-maenner

Und während Männern wie selbstverständlich von den Jobcentern körperlich hochanstrengende, gefährliche und sogar lebenszeitverkürzende Jobs aufgezwungen werden, bleiben Frauen davon überwiegend verschont.

Sie singen hier das Lied des weiblichen Opfertums, welches in der Realität überhaupt nicht existiert.

RE: Männer baggern wie blöde | 24.04.2013 | 18:16

@ Ninoschneider:

Die Hauptleidtragenden der Agenda Reformen, also Hartz IV und Leiharbeit sind Männer, denn sie stellen den Hauptteil der Betroffenen. Warum sie jetzt explizit Frauen als Hauptbetroffene dieser Reformen hinstellen, erschließt sich mir nicht...

RE: Männer baggern wie blöde | 23.04.2013 | 19:50

Herr Krogerus bastelt sich aus einer Vielzahl von (Schein)-Argumenten sein Weltbild so zurecht, daß man sich unwillkürlich fragt, warum er nicht im feministischen Wunderland Schweden wohnt, sondern in der viel konservativeren Schweiz? Teilt er das "Schicksal" derjenigen Feministinnen, die begeistert von ihren Reisen zu matriarchalen Kulturen berichten - und weiterhin ihr Leben im bösen, bösen westlichen "Patriarchat" verbringen? Oder war sein Artikel nur Satire, und er ist insgeheim der Meinung von Julian Assange, der Schweden als das "Saudi-Arabien des Feminismus" bezeichnet hatte? OK, soviel Polemik konnte ich mir jetzt nicht verkneifen. Kommen wir zu den Fakten:

Beim Vergleich der schwedischen mit der deutschen Gesellschaft hat Herr Krogerus eine entscheidende Tatsache unterschlagen oder zumindest vergessen, nämlich das deutsche Unterhaltrecht. In Schweden wurde der Unterhalt zwischen Ex-Eheleuten schon vor vielen Jahren von einem Tag auf den anderen ersatzlos gestrichen, für nicht verheiratete Partner gab es ihn nie. Und hier? Die Unterhaltsansprüche wurden stetig erhöht, verlängert, ausgeweitet.. Einmal Chefarztgattin, immer Chefarztgattin. Die vor einigen Jahren mit großem Wirbel verabschiedete Reform des Unterhaltsrechts wurde vor einigen Monaten von der Regierung nicht nur klammheimlich wieder einkassiert, sondern sogar um den Faktor der Ehedauer erweitert. In den wenigen Pressemitteilungen dazu konnte man durch die Blume lesen, daß der Staat einfach nicht mehr für untätige Ex-Frauen zahlen wollte, und den schwarzen Peter daher wieder an die Ex-Ehemänner abgab. Für schwedische Frauen undenkbar, für deutsche Frauen ein mögliches und einträgliches Lebensmodell. Ohnehin sind deutsche Frauen äußerst konservativ was das Rollenmodell angeht. Zitat des Frauenministeriums:

Frauen

So reproduzieren sie das Bild traditioneller Berufs- und Rollenverteilung und begründen es mit Attributen von Männlichkeit: Kraft, Durchsetzungsvermögen, Härte, Aggressivität, Überlegenheit, die positiv konnotiert werden.

[...]
Das Männerbild ist klar umrissen: Er ist der Hauptversorger. Er hat die Pflicht und Bürde, eine berufliche Situation und Position zu erlangen, die die Familie finanziell und dauerhaft absichert.
[...]
Die daraus resultierende Fixierung der traditionellen Rollenteilung stört die jungen Frauen nicht – im Gegenteil: Sie ist notwendig zur Sicherung des eigenen Lebensmodells.

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/Publikationen/publikationen,did=96102.html

Was Herr Krogerus jetzt so toll an einer 80%igen Vollzeiterwerbstätigkeit von Frauen findet, erschließt sich mir nicht, ich persönlich könnte auf einen Vollzeitjob jedenfalls gut verzichten. Die EMMA berichtet übrigens daß die Mehrheit der schwedischen Frauen in Teilzeit arbeitet, was stimmt denn nun? 80% der schwedischen Frauen arbeiten im öffentlichen Dienst, während 80% der schwedischen Männer das Geld dafür in der Privatwirschaft unter Marktbedingungen erwirtschaften. Mit echter Emanzipation hat das also überhaupt nichts zu tun, vielmehr mit einem kaschierten Abhängigkeitsverhältnis a la Unterhaltzahlungen, nur eben auf elegantere Art, die den Selbstbetrug nicht sofort sichtbar macht.

http://www.emma.de/ressorts/artikel/prostitution/modell-schweden/

Was mich als Mann dazu animieren sollte die Verhältnisse im feministischen Schweden für gut zu befinden, erschließt sich mir nicht. Die Malocherjobs, die Jobs mit einer hohen Rate an Arbeitsunfällen oder gar lebenszeitverkürzende Jobs sind dort ebenso wie in Deutschland reine Männersache, von weiblicher Emanzipation keine Spur. Dafür kann ich als Mann ruckzuck im Knast landen wenn ich mit einer Frau ohne Kondom schlafe und habe darüberhinaus noch eine Anzeige wegen Vergewaltigung am Hals wenn der Frau am nächsten Tag einfällt der Sex wäre für sie unbefriedigend gewesen.

Herr Krogerus: Ich kenne übrigens auch ein schönes Schwarz-Weiß-Foto: Es hängt bei unserem Italiener im Restaurant und zeigt eine 60er-Jahre-Szene aus Frankreich oder Italien. Dort sitzen bei Sonnenschein einige ältere und jüngere Männer draußen vor dem Cafe und blicken einer schönen Frau im Sommerkleid hinterher, die davon sichtlich angetan ist. Früher nannte man das, auch in Schweden, einmal Romantik, heute ist es wohl schon Sexismus...

RE: Die populistische Versuchung | 20.04.2013 | 19:05

Solange die Mitgliedsstaaten die Souveränitität über ihre Haushalte behalten, wird so ein Mechanismus auch nie installiert werden.

Und genau deswegen kann es ein einiges Europa gar nicht geben, denn kein Staat wird freiwillig auf sein Haushaltsrecht verzichten. Staaten wie Griechenland, Portugal oder gar Zypern wären dann nur noch fremdbestimmte Protektorate. Nicht daß es jetzt viel anders wäre, aber aktuell gibt es immerhin wenigstens noch die Illusion von Selbstbestimmung. Es existiert schlicht kein Plan zur Schaffung eines wirklich einigen Europas. Letzteres ist von der Mehrheit der Europäer auch gar nicht gewollt, denn dieses hätte einen Verzicht auf Souveränität zur Bedingung.

Und von "Nazi-Deutschland" will sich ohnehin niemand etwas sagen lassen.

RE: AfD gegen "Multikulti-Umerziehung" | 20.04.2013 | 18:48

Ja, schon Wahnsinn diese vielen "Rechten" in dieser Partei. Schaut man sich mal die HP der AfD an, so erinnert diese jedoch eher an ein Professorenverzeichnis einer deutschen Uni. (und sogar an eine recht gute)

Herr Kemper phantasiert mal wieder die rechte Gefahr herbei. Hat er bei den Männerrechtlern auch schon erfolglos versucht. Aber zugegeben: Wenn man extrem links steht, ist alles in Sichtweite rechts...

RE: Der Kampf gegen lila Pudel | 09.04.2013 | 21:15

Oops, statt fett sollte das eigentlich kursiv sein...

RE: Der Kampf gegen lila Pudel | 09.04.2013 | 21:14

@ vieux:

Die Berufs - und Partnerwahlkriterien von Frauen sind, ungeachtet weiblicher Emanzipation, Bildungsexpansion und Berufsbeteiligung auf dem Stand der 50er Jahre - gleichwohl sich diese Muster in akademische Sphären übertragen haben.

OK, dann haben wir immerhin hier einen Konsens.

Ich bemängele nur, daß das weibliche Beharren auf konventioneller Verpartnerung, Familiengründung und dazu passender Berufswahl in der Selbstbezüglichkeit von männlichen Vertretern weniger ernsthaft kritisiert, als vielmehr im geschlechtlichen Selbstbezug kopiert wird.

Nun, vielleicht sind die Menschen (nicht nur die Frauen auch die Männer) in ihrem Rollenverständnis ja weitaus konservativer als die Politik das glaubt? Nicht umsonst fallen die weitaus meisten Paare nach der Geburt des 1. Kindes in traditonelle Rollen zurück.

Damit dreht sich der ganze Komplex im Kreise und gebiert nur Wut, Hass, Verzweiflung und Verwirrung.

Ja, stimmt.

Irgendwo ein Notausgang?

Für Männer gibt es da einige:

- auf Familiengründung verzichten

- auswandern nach Thailand etc.

Alternativ könnte die Politik natürlich auch Ernst machen mit der Gleichstellung und das Familienrecht reformieren. Macht sie aber nicht.

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