Friede im Palast - Krieg zwischen den Hütten

Mazedonien Die regierenden vier Parteien kämpfen nicht vorrangig um die Interessen ihrer Volksgruppen, sondern die Pfründe ihrer jeweiligen Klientel
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Besser hätte Javier Solana bisher seine Arbeit kaum tun können. Seit Monaten schon jettet der EU-Außenpolitiker zwischen Brüssel und Skopje hin und her, bei keiner Krise hat er gefehlt. Normalerweise sprechen Mazedoniens Premier Ljubco Georgijevski und Albanerführer Arben Xhaferi schon lange nicht mehr miteinander. Aber an "Solana-Tagen" sieht man die beiden einträchtig ins improvisierte Konferenzzimmer im Ambassador-Palace-Hotel marschieren, wo sie hinter verschlossenen Türen ordentlich zur Brust genommen werden. Nicht nur die Koalition der beiden hat Solana gekittet - er hat sie mitten im Kampfgetümmel sogar um zwei Oppositionsparteien erweitert. Seither gibt es in Skopjes politischer Szene so gut wie niemanden mehr, der aus dem unvermeidlichen Pop