Hat es sich gelohnt?

IM JAHR NACH DEM NATO-BOMBARDEMENT Die Bilanz der internationalen Kosovo-Mission könnte kaum niederschmetternder sein
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Zwölf Monate nach Beginn der NATO-Luftangriffe auf Jugoslawien wird überall schon wieder Krieg vorhergesehen. Die Balkan-Pessimisten - unter Politikberatern und Journalisten inzwischen eine wohl etablierte Sparte - streiten nur noch über den Schauplatz: In Südserbien tritt eine noch kleine »Befreiungsarmee« an, das Experiment der Kosovo-UÇK zu wiederholen, in Montenegro sind seit über einem Jahr alle Ingredienzien eines post-jugoslawischen Krieges versammelt. Manche tippen auf das instabile Mazedonien als nächsten Krisenherd, auf Bürgerkrieg in Serbien, und neuerdings wird auch für das Kosovo selber wieder der offene Kampf prognostiziert, diesmal zwischen Albanern und den Soldaten der Friedenstruppe Kfor, ausgehend vom unruhigen Mitrov