Mit Gewalt in die Sackgasse

MORDE AN SERBEN Jeder Anschlag verringert die Macht der Regierung Djindjic
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Dreizehn Tote an einem einzigen Wochenende, und selbst wenn es 130 oder 1.300 gewesen wären, wüsste niemand, was nun zu tun wäre: Die Kosovo-Politik der westlichen Staatengemeinschaft ist am Ende. Die Albaner sollten nach der Besetzung der Provinz durch die KFOR-Truppen und nach der Wende in Belgrad erst einmal Normalität in den Alltag einkehren lassen, demokratische Institutionen aufbauen, dann werde man weiter sehen. Das war die Formel, die bis zum vergangenen Wochenende regierte. Sie ist gescheitert. Die Albaner wollen die Unabhängigkeit, und zwar bald, bevor Belgrad wieder zu einem wichtigen Faktor der Balkanpolitik wird. Deshalb distanzieren sich die gemäßigten Politiker nur so lau und widerstrebend von den Terrorakten der Extremisten. Täten sie