Der Traum vom richtigen Bild.

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Beginnen möchte ich mit einer kleinen sarkastischen Provokation:

Medial war es in der DDR viel besser als heute. Man hatte die Wahl zwischen Einschalten der offiziellen Medien, Abschalten derselben und Nutzung des westlichen Rundfunks und Fernsehens.

Heute stehen mir nur noch das Ein und Abschalten zur Verfügung. Eine Flucht aus dem medialen Trommelfeuer der offiziellen und offiziösen Medien mit ihren Beiträgen zum 20. Jahrestag der Wende, ist kaum möglich.

Ich habe einen Traum: Irgendjemand hat die Kraft und das professionelle Wissen, ein elektronisches Archiv von DDR-Biografien aufzubauen. Jeder der will, schickt seine Lebensgeschichte und seine Erfahrungen dort hin. Damit es nicht ausufert, gibt es Begrenzungen, damit es vergleichbar wird,einen statistischen und schematischen Einstieg und die Empfehlung einer Gliederung. Irgendwann können Forscher daraus eine Vorstellung entwickeln, wie sich die DDR in der Erinnerung ihrer Bewohner spiegelt. Und es gäbe neben den ideologiegesteuerten Zuordnungen und Interpretationen Material, das die Vertreter der unterschiedlichen >Lager< zumindest verunsichern würde und zu einem realistischeren Bild beitragen könnte.

Gern würde ich andere Auffassungen dazu erfahren.

12:15 10.05.2009
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Geschrieben von

Nos Nibor

(34) Jahrgang / Architekt / Ossi / Attacie
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