Shakespeare‘s leidige Autorschaft

Zum 400.Todestag. Wird das bizarre „Shakspere Stratford Dogma“ jemals einem längst überfälligen Paradigmen- wechsel Platz machen? Ein unsägliches akademisches Taboo.
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Der Beitrag wurde zum Anlass des bevorstehenden 400.Todestag Shakespeare‘s (23.April 1616) verfasst. Er vereinigt verschiedene Blogs der Deutsch/Englischen Webseite „Der wahre Shakespeare: Christopher Marlowe“, die sich mit der „immerwährenden“ globalen Debatte der Autorschaft Shakespeare‘s auseinandersetzt. (Nummern in Klammern entsprechen dem jeweiligen Blog)

Der eigentliche Skandal (351)

Die überwiegende Mehrheit "akademischer Shakespeare Experten" und der "Medien" lehnt die Existenz eines Autorschaftsproblems Shakespeare's von jeher ab. – Im Laufe der Zeit zog man es vor, ein scheinbar nicht mehr lösbares Problem zu verdrängen, indem ein de facto historisch zugrundeliegendes Komplott [eine Verschwörung] auf der Deponie „obskurer“ Verschwörungstheorien entsorgt wurde.

"Verschwörungen"(Geheime Verabredungen zwischen mehr als einer Person) haben heute allenthalben „Verschwö-rungstheorien"(Vermutung einer geheimen Verabredung zwischen mehr als einer Person) Platz gemacht: Geheime Verabredungen spielen sich im täglichen Leben unzählige Male ab: so wurden bereits in der Shakespeare-Zeit viele reale Verschwörungen aufgedeckt (->Babington Plot, The->Main Plot, The ->Gunpowder Plot, The ->Bye-Plot usw.)

Der viel später aufgetauchte Begriff der Verschwörungs-theorie wird heute durchweg in einer abwertenden, verunglimpfenden Weise verwendet (etwa gleichzusetzen mit einem Hirngespinst). - Der eigentliche Skandal besteht darin, dass es der Elite eines literarisch-akademischen Zirkels gelungen ist, eine wissenschaftliche Bearbeitung der schier unglaublichen Zahl von berechtigten Zweifeln, ungelösten Fragen und Ungereimtheiten zur Autorschaft Shakspere’s (Stratford) hermetisch abzublocken, indem man sie nicht mehr als tatsächlich stattgehabte Verschwörung(Frontline 1993) diskutierte sondern als bizarre Verschwörungstheorie diskreditierte.

Kognitive Dissonanz als Ursache (357)

Menschen mit gegensätzlichen Wissens- und Glaubens-ansätzen, die mit dem Problem der Autorschaft Shake-speare's konfrontiert werden, lassen – entsprechend einer religiös-gläubigen Grundhaltung - eine auffallend niedrige Toleranz gegenüber berechtigten Zweifeln erkennen. Die „verheerende“ Dogmatik der Shakespeare’schen Autor-schaft muss etwas damit zu tun haben, dass sie im Grund-satz den Zweifel als Ausgangspunkt der Wissenschaft nicht anerkennt (s.Blog 145), sondern von einem Wissenszuwachs befürchtet, dass er den "unguten" Zweifel in negativer Weise (be)fördert.- (s.Blog 239).

Bei der Mehrzahl der Bewunderer der Werke Shakespeare's und deren zwiespältiger Projektion auf einen „Geschäftsmann“ aus Stratford verursacht ein aufkommender Zweifel fast zwangsläufig eine "innere mentale Spannung", eine sog. „kognitive Dissonanz“, die innere Abwehrmechanismen auslöst. Diese Abwehr kommt – vereinfacht - dadurch zustande, dass kein Gleichgewicht hergestellt werden kann zwischen 2 unterschiedlichen "Handlungs-/Bewertungs-Systemen“ unseres Gehirns, die sich zu verschiedenen Zeiten der Evolution herausgebildet haben und die stets miteinander im Wettstreit stehen:

A.) Einem phylogenetisch älteren, (allen Wirbeltieren zuordbaren) archaischeren, robusteren, unspezifischeren, kompromiss-ärmeren, schnelleren, entschiedeneren, weniger rationalen, komplementär arbeitenden subkortikalen Emotional / Limbischen "System" [sog. Bauchgefühl/ -entscheidung] und

B.) einem (dem Menschen vorbehaltenen), phyloge-netisch jüngeren, langsameren, abwägenderen, differen-zierteren, spezifischeren, kompromissbereiteren, rationa-leren Neo-kortikalen "System" [sog. Rationales oder Verstandes-System].

Abhängig vom individuellen Gleichgewicht beider Anteile kann die innere Abwehr zwischen beiden Instanzen (A und B) vermindert werden, wenn man das "Kortikale System“ stärkt, d.h. dessen Fähigkeiten der Wahrnehmung, der Informationsverarbeitung, des Wissens, der Assoziationen und Konzeptualisierung fördert und ein harmonischeres neues Gleichgewicht herstellt. Dies bedingt auch eine Änderung und Beeinflussung des „Subkortikalen System“ der Gefühle, Affekte, Stimmungen, Selbstbewertungen, Überzeugungen usw.

Eine Möglichkeit zur Reduktion der inneren Spannung bei Konfrontation mit dem Autorschaftsproblem Shakespeare's sollte in der Vertiefung der Kenntnisse nicht nur der Werke Shakespeare‘s, sondern auch des mächtigen, weitgehend unbekannten Umfelds zeitgenössischer literarischer Genres und (Kon-)Texte bestehen, die heute - anders als früher – lückenlos digital zugänglich sind (s.Blog-7). - Ohne Einbeziehung dieser Kenntnisse (über die der akademische Shakespeare Experte selten verfügt) dürfte eine Klärung des Autorschaftsproblems Shakespeare’s nicht gelingen.

Negierung wissenschaftlicher Quereinsteiger ("sog. Amateure")(53)

Es muss erstaunen, warum weltweit innerhalb „akade-mischer Institutionen“ kein Literaturexperte an William Shakspere aus Stratford als dem Autor der Werke Shakespeares zweifelt (wohl richtiger: zu zweifeln wagt). Die Zweifler und Skeptiker (sog. „Anti-Stratfordianer“ , Blog 148) wurden früh durch akademische Ächtung eliminiert oder in die Ecke von Außenseitern und Amateuren verbannt, welche über die elisabethanisch-jakobinische Zeit und Historie, über Methoden und Standards der Wissenschaft kein ausreichend fundiertes Wissen besitzen könnten. Dies führte dazu, dass die Autorschaftsfrage seit einem Jahrhun-dert global in den akademischen anglistischen Zentren in beispielloser Weise als nicht existent unterdrückt wurde und damit in einer "absoluten“ Tabuzone angelangt ist. Wissenschaftler in akademischen Institutionen, die heute offen für einen Zweifel an der Person aus Stratford als Autor von „Hamlet“ einträten, würden ihre Karriere oder ihre berufliche Existenz unweigerlich aufs Spiel setzen. Die verbliebene Autorschaftsdebatte musste zwangsläufig der Provinz unabhängiger Denker und „fachferner“ Wissen-schaftler („Antistratfordianer“) überlassen bleiben, die entsprechend zu "fachfremden Dilletanten" herabgestuft wurden.

Dabei haben die akademischen „Stratford“ Experten grundlegende wissenschaftliche Standards sträflich vernachlässigt, wenn sie mächtige Schlüsselbeiträge vermeintlicher Außenseiter/ Dilettanten/ Autodidakten/ Amateure/ Laien /Quereinsteiger usw.“) zur Autorschafts-frage in den letzten 170 Jahren negierten, ignorierten oder unterdrückten, weil sie sich nicht in die „Statford Theorie“ einpassen ließen.

Triviale Logik: „Shakespeare war Shakespeare“(25)

Die meisten akademischen Shakespeare Experten, die die Person William Shakspere aus Stratford als Autor des Werke kanons von Shakespeare nicht in Zweifel zu ziehen vermö-gen, unterliegen einem in der Autorschaftsdebatte durch-weg beobachteten »logischen« Zirkelschluss. Dieser besteht in dem Trugschluss, der zustande kommt, wenn in einer zu beweisenden Vermutung oder Annahme das zu Beweisende bereits enthalten ist und somit eine Prämisse zur Folgerung wird, die sich aus sich selbst ableitet. - 2 Beispiele:

a) Der Dichter Shakespeare schrieb dem Earl of Southampton, Henry Wriothesly, in seinen Versepen »Venus und Adonis« (op.1 - 1593) und Lucrece (op.2 1594) eine Zueignung: Folglich war der Earl of Southampton der Patron von Shakspere aus Stratford. Das Konstrukt einer Identität zwischen einem Dichter Shakespeare und der Person aus Stratford wird stillschweigend vorausgesetzt, obwohl dieses ja auf dem Prüfstand steht. Eine Vermutung wird als nicht mehr zu begründender Tatsachenbeweis vorausgesetzt.

b) Shakespeare's gigantische Bildung setzt voraus, dass er die Latein-Schule in Stratford besucht haben muss. Es gibt aber weder einen Beleg, dass Shakspere aus Stratford je die Schule besucht hat, noch dass er überhaupt flüssig schrei-ben konnte, zumal seine Eltern und Kinder Illiteraten waren. Eine auf dem Prüfstand stehende Frage wird von vorneherein als gesichert, weil »erklärungsnotwendig« vorausgesetzt. Die meisten würden auf die Frage: "Kennen sie die großartigen Werke von Joseph Müller?" zunächst fragen: „Welcher Joseph Müller?“ -- Bei Shakespeare hat sich die Frage: "Welcher William Shakespeare?" vorschnell erledigt.

Gnadenlose Ausblendung des Autorschaftsproblems(145)

Anlässlich der anstehenden Jubiläen zum 4oo. Todestag Shakespeare's hätte mancher eine Bilanzierung unseres heutigen Wissenstandes zur Jahrhunderte alten Autorschaftsdebatte erwartet, etwa: Wo stehen wir nach 400 Jahren in der so bizarren Auseinandersetzung, ob Shakspere aus Stratford identisch mit dem Autor von "Hamlet", „Macbeth“ oder „Othello“ war? Nirgends wird in diesen Tagen solch ein Versuch der Bilanzierung unternommen. Die mediale und akademische Verweige-rung der Behandlung des Shakespeare Autorschafts-problems ist seit jeher unerbittlich und absolut. Nach dem Motto: Ein Problem, das es nicht gibt, braucht man auch nicht zu lösen!

Entgegen dieser Einstellung ist weniger denn je zu erwarten, dass die Debatte verschwinden wird, solange sie „als nicht gelöst“ erachtet wird.- Man kann vorhersagen, dass eine zunehmend informierte Gesellschaft sich zukünftig weniger denn je mit der schieren Fülle von Unplausibilitäten wird abspeisen lassen. (Blog 367).

"Wissenschaftsorientierte" (widerspruchsfreiere) Lösungen des Autorschaftsrätsels werden bei der inzwischen funda-mental veränderten vollständigen Zugänglichkeit der Quellen über kurz oder lang zu einer Erosion des Stratford Dogmas führen müssen.

Leugnung des Autorschaftsproblems widerspricht allen akademischen Prinzipien(170)

Seit etwa 10 Jahren hat sich eine Webseite "The Shakespeare Authorship Coalition" (SAC) mit gegenwärtig 3200 bekennenden Unterschriften aus einer weltweiten, großen-teils akademischen und künstlerischen Bildungsschicht zum Ziel gesetzt hat, sich für die Anerkennung eines berechtigten Zweifels ("reasonable doubts") an der Autor-schaft William Shakspere‘s aus Stratford ("Will of the records") einzusetzen und sich für die Wiederaufnahme einer Suche und Forschung nach dem wahren Autor der Werke Shakespeare's ("Will of the works") zu engagieren. - Es bleibt zu fragen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, dass es einer jüngeren, unvoreingenommeneren Wissenschafts-generation erlaubt sein wird, diese "quasi religiöse" Tabu-Zone zu betreten, ohne Schaden an der wissenschaftlichen Karriere zu nehmen.- Die Welt wird – früher oder später- nicht um die „Zeitenwende“ herumkommen!

Shakespeare Kartell: Ausdruck eines fundamentalen Versagens (177)

Man glaubt heute zu erkennen, dass eine implizite Absprache zwischen einem virtuellen Kartell von Shake-speare-Experten und akademischen Institutionen statt-findet, die einen Widerspruch zwischen „Wm. Shaxpere aus Stratford“ und dem Autor des Werkekanons unter keinen Umstäden duldet. Diese Kartellbildung des Denkens muss als ein Angriff auf die akademische Freiheit erkannt werden, wie wir sie von Fällen in der Geschichte der Ideen kennen. England hat zusätzlich ein starkes finanzielles Interesse am Shakespeare Birthplace Trust, der jährlich Millionen von Touristen und Devisen einbringt. Moderne Kartell Theorien verweisen auf die schädlichen Folgen eines mangelnden Wettbewerbs, der zu einer Stagnation des Fortschritts in der Wissenschaft [z.B. der Literatur-wissenschaft] führen musste. Das Shakespeare Kartell erinnert an das Paradigma des Marktversagens.

Eiserner Vorhang als irrationales Akademisches Taboo! (345)

Die "Autorschaftsfrage Shakespeare's" repräsentiert – wie bereits ausgeführt - das wohl mächtigste akademische Tabu! Auf akademischer Ebene wird und darf darüber nicht verhandelt werden. In seinem Buch "Shakespeare and His Authors: Critical Perspectives on the Authorship Question" (2012) konstatierte Prof. William Leahy, Brunel University, London einen „Eisernen Vorhang“ zwischen der akademischen Literaturwissenschaft und jeglicher Befassung und Diskussion mit dem Shakespeare Autorschaftsproblem.

ZITAT Leahy: " ...an iron wall of hostility prevents any possible discussion of the authorship question among most english Literature academics.- It prevents even the admission that such a question might actually exist. - It seems inconceivable that a frankly Anti-Stratfordian paper could be presented, or accepted for presentation, at an academic conference organized by University english literature Departments.-

Es fällt auf, dass auch keine unabhängigen "investigativen" Shakespeare Autorschaftsforschungen von anderen akademischen Institutionen ( z.B. von Historikern, Psychologen, Juristen, Forensikern, Mathematikern usw.), geschweige denn als eine gemeinsame konzertierte Aktion unternommen wurden oder werden. - Das "Akademische Establishment" der englischer Literaturwissenschaft scheint scheint nicht (mehr) willens, das komplexe Autorschaftsproblem Shakespeare's als ein wissenschaftliches Problem einem fixierten "religiösen" Mythos zu entreißen.-

Das Autorschaftsdilemma: Indizien, Indizien und nur Indizien…! (363)

Man kann recht sicher sein, dass die Shakespeare’sche Autorschaftsfrage bis heute nicht entschieden ist.- Der gegenwärtige Präsident der Shakespeare Oxford Fellowship (SOF) Gesellschaft Tom Regnier befasste sich auf der letzten Tagung (Sept.2015) der SOF Konferenz in Ashland (Oregon) mit dem generellen Problem von Beweislage und Beweislast der Shakespeare'schen Autorschaftsdebatte.

Wikipedia klärt über Wertigkeit des Indizienbeweises („Circumstantial evidence“) auf:

On its own, circumstantial evidence allows for more than one explanation. Different pieces of circumstantial evidence may be required, so that each corroborates the conclusions drawn from the others. Together, they may more strongly support one particular inference over another. An explanation involving circumstantial evidence becomes more likely once alternative explanations have been ruled out.

Man erfährt insbesondere, dass ein populäres Missverständnis darin besteht, dass der indirekte Indizienbeweis als weniger wert oder wichtig erachtet würde als der direkte Beweis:

A popular misconception is that circumstantial evidence is less valid or less important than direct evidence. Direct evidence is popularly, but mistakenly, considered more powerful.

Entsprechend müssten heute „ umstürzlerische“ neue Einsichten zur Autorschaft neu bewertet werden: z.B. dass eine mächtige Indizienkette von buchstäblich >1.000 Indizien pro Marlowe und contra Shakspere aus Stratford dafür spricht, dass das singuläre „Gegenargument“ (Marlowe‘s frühe Ermordung) nicht der historischen Wahrheit entsprochen haben kann.

Ist ein "Paradigmenwechsel" jemals zu erwarten ? (389)

Diejenigen, die davon ausgehen, dass das Problem der Shakespeare Autorschaft endgültig entschieden sei und es keiner Diskussion mehr bedürfe, sollten auf Thomas S. Kuhn “Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (Suhrkamp Taschenbuch) zurückgreifen, das 1962 erschien.- Nach Kuhn beruhen wissenschaftliche Erkenntnisse auf akzeptierten Grundannahmen, dem sog. Paradigma. Versucht ein Wissenschaftler dieses Paradigma einzureißen und durch ein anders zu ersetzen, dann wird er lange den Widerstand der eingeschworenen Forschergemeinschaft zu spüren bekommen, die vom bisherigen Paradigma profitiert. Paradigmenwechsel werden (nach Kuhn) in erster Linie von Personen entwickelt, die von außen kommend das Forschungsgebiet betreten, und die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie festgestellte Widersprüche ernst nehmen. Wenn sich ein Paradigma nicht mehr aufrechterhalten lässt und Alternativen entstanden sind, die die Beobachtungsdaten besser erklären, kommt es nach einer Krisenzeit zu einem "Paradigmenwechsel"(s.Blog 389).

Obwohl im Fall des Shakspeare‘schen Autorschafts-Dogmas die Krisenzeit erreicht ist, und das Dogma längst mehr Probleme und Ungereimtheiten aufwirft, als es zu lösen vermag, wird ein Paradigmenwechsel wohl erst eintreten, wenn die Bereitschaft überwiegt, die seit fast hundert Jahren dominierende, aber nie zielführend gewordene Oxford Theorie aufzugeben zugunsten der robusteren, verteidigbaren Marlowe Theorie. Dieser Zeitpunkt ist noch nicht erreicht.

Wird die bizarre Shakespeare Autorschaftsfrage je verschwinden? (400)

Das Shakespeare’sche Autorschaftsproblem muss nicht nur eine eindeutige Lösung besitzen, eine Lösung liegt unmit-telbar auf der Hand: Sie kann aber erst plausibel werden, wenn sie als eine tatsächlich stattgehabte, zeitgenössische Verschwörung wahr- und ernst genommen wird. Es wäre an der Zeit, den komplexen Motiven jenes historischen Komplotts verbunden mit Tabuisierung der Wahrheits-findung wissenschaftlich vertieft nachzugehen. Die Grundproblematik hat sich über die Jahrhunderte nicht verändert, sie ist vergleichbar mit Mechanismen heutiger absoluter historischer Tabuisierungen d.h. „einer gefälschten Wahrheitsfindung („False Flag“ Operationen), wie etwa die verborgenen Ursachen des 9/11 Terroran-schlags in New York: hier darf das dem Unwissenden Un-denkbare in Wahrheit nicht vorstellbar werden.

Es lässt sich mit einiger Gewissheit prognostizieren, dass im Zeitalter digitaler Informationsübermittlung über kurz oder lang - wegen der Zugänglichkeit jeglicher Quellen - das "erstarrte Stratford-Dogma" aufgebrochen wird und einem Paradigmenwechsel Platz machen wird. Dabei erscheint es nach Maßgabe aller Fakten nicht vorstellbar, dass eine Lösung jenseits der Person Christopher Marlowes am Horizont auftauchen kann !

Wachsendes Interesse an der Shakespeare Autorschaft (373)

Seit Oktober 2014 existiert auf YouTube eine bemerkens-werte englische Dokumentation "William Shake speare The Conspiracy Theories", die sich mit der Shakespeare Autor-schaft als einer Verschwörungstheorie befasst. Die Tatsache, dass die "View/Click" Rate in einem Jahr über 200.000 angestiegen ist, belegt ein Interesse an dem Autorschafts-problem. Der Autor Bert J.Paulson hat in hohem Masse die Dokumentation von Terra X verwendet (leider ohne die Regie von Eike Schmitz [Berlin] zu erwähnen).

Das Shakespeare Autorschaftsproblem wird die Welt solange beschäftigen, solange keine plausible Lösung allgemein akzeptiert ist und das Thema ad acta gelegt werden kann. Die Einmaligkeit und Unvergleichbarkeit des Shakespeare‘schen Autorschaftsproblems mit irgendeinem ähnlichen Ereignis (...der wordmächtigste Genius aller Zeiten hinterließ in seiner eigenen Lebenszeit kein einziges persönliches “literarisches“ Zeugnis) ist für eine grosse Mehrheit der Menschheit bis heute unfassbar geblieben.

Das Problem erinnert an die Theorie der Kontinenteldrift , die Alfred Wegener 1912 vorgeschlagen hatte, und die fast 60 Jahre lang als die Ausgeburt eines „Verrückten“ hingestellt wurde.- Heute gehört sie zum Allgemeinwissen. (Blog 70)

18:07 11.04.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Nosinbutignorance

Ein Berufsleben lang habe ich mich mit dem Gehirn und den Mechanismen der Rationalität befasst, seit meinem Berufsende mit der Irrationalität....
Nosinbutignorance

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