Das andere Frankreich,

das arme, das ländliche, das kommt in den 16 Seiten über Frankreich im letzten Freitag nicht vor. Na ja, geht auch nicht, denn die Autoren haben wohl keinen Kontakt zum armen Frankreich.
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Ich wohne im ländlichen, armen Frankreich. Im Poitou-Charentes, zwischen Bordeaux und La Rochelle. Hier haben einige Groß-Agrarier das Sagen, die sich um Gesetze nicht kümmern brauchen. Politik und Groß- Agrarier sind eng miteinander verbunden. Die Bevölkerung ist zum großen Teil verarmt, man sieht es zb am Zustand der Zähne. Ich habe noch nie so viele zahnlose und mit großen Zahnlücken behaftete Münder gesehen wie hier. Die Anzahl der Adipösen hat in sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Manche Dörfer sind regelrecht verrottet. Manche nicht. Viele Menschen laufen wie Schafe hinter dem hinterher, was ihnen im Fernsehen gesagt wird. Aber gleichzeitig gibt es auch Gegenbewegungen, die sich in lebendigen Dorfstrukturen zeigen, die meistens links, ökologisch geprägt sind. Mit Selbstbewusstsein. Diese krassen Gegensätzlichkeiten auf engstem Raum gibt es in Deutschland nicht. Die Zahl der Le Pen- Wähler wächst. Die Dreistigkeit der Groß-Agrarier wächst. Die Zahl der Linken und Umweltbewussten wächst. Auch hier auf dem Land.

00:17 16.06.2016
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Novalis

lebt halb in Frankreich, halb in Deutschland, suchte die Blaue Blume, fand sie und erkannte, dass Realität Illusion ist und Illusion Realität.
Novalis

Kommentare 8