französisches Tagebuch, Ich habe einen Traum

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Auch im französischen Exil kommen die Nachrichten an. Pakistan, Land unter, Russland, Wald verkohlt, China, Erdrutsche, jüngste Vergangenheit, Haiti, Erdbeben, Golf von Mexiko ölverseucht, Kriege, der weltweite Elendspegel steigt und steigt. Finstere Weltuntergangsszenarien machen die Runde. Ich aber habe einen Traum: Eine Weltgemeinschaft, deren junge Leute, weiblich und männlich, nach dem Schulabschluss obligatorisch 1-2 Jahre eine Ausbildung im Dienst am Menschen erhalten. Da gibt es Katastrophenschutz mit Survival auf dem Wasser, in der Luft und in den Bergen, Krankenpflege an Brennpunkten, Demenzpflege überall auf der Welt ... in unseren Altenheimen wären dann interessierte Afrikaner und Chinesen, sie könnten uns was beibringen und unsere Leute wären dann in Indien oder Kasachstan und die wiederrum hier. Vielleicht fänden einige es auch daheim ganz schön. Eine Weltjugend"armee" für den humanitären Dienst. Was für einen gigantischen Sinn würde das ergeben! Und was für Erwachsene würden daraus hervorgehen! Viele würden sich entscheiden, ihr Leben mit dieser Tätigkeit zu füllen. (statt Werbedesign oder Versicherungskaufmann) Ein Mensch, der mich erleichtert anlächelt, wäre dann der Erfolg in meinem Beruf.

00:18 21.08.2010
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Geschrieben von

Novalis

lebt halb in Frankreich, halb in Deutschland, suchte die Blaue Blume, fand sie und erkannte, dass Realität Illusion ist und Illusion Realität.
Novalis

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hibou | Community