Sandy ändert nichts!

Ignoranz ist tödlich Schadensmeldungen, Aufräumen, Konjunkturprogramm, Wiederaufbau, Arbeitsplätze, am Ende war Sandy ein Glücksfall für die blinden Psychopaten.
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Das Sinnbild für westlichen Kapitalismus, die City of New York wurde überflutet, die Börse war jedoch nicht lange geschlossen, die Busse fuhren schnell wieder und die besonders leistungsbewußten Bürger fanden sich nach einem Tag emsig wieder an ihren Arbeitsplätzen ein.

Eine Woche später, fast die gesamte zum Transport der Geldarbeiter notwendige Infrastruktur funktioniert wieder, die Lichter leuchten, die paar verbrannten Häuser in Queens sind aus den Schlagzeilen, die wenigen Dutzend Toter dürften künftig jährlich eine Ehrung - eine Gedenkminute - generieren.

Man macht sich Gedanken über die Auswirkungen auf die Wahl des Präsidenten, man kalkuliert die neuen Schadensprämien der Rückversicherer, man streitet ob die Schadenshäufigkeit nicht nur wegen vermeintlich überteuerter Prämien so verwirrend hoch angesetzt wird.

Kurz, die Finanzfaschisten bestimmen das Bild, Geldsummen kursieren, Pläne über den Wiederaufbau, Pläne über verbesserte Schutzmaßnahmen, Renite, Profite, letztlich heimliche Freude der Profiteure , hinter ostentativer Trauer bestimmen das Bild!

Sandy wird für wenige eine sehr lukrative Sache werden, Sandy wird all die New-Yorker golden girls and boys in ihren kurzen Leben als aufregende Angelegenheit in Erinnerung bleiben - Konsequenzen werden nicht gezogen werden.

Überall auf dieser Welt fordern irrlichternde, verzweifelte, zynische, überhebliche, kluge, verwirrte, arme und reiche Menschen eine andere soziale Lebensform, utopische, solidarische, faire, gerechte, freiheitliche und friedliche Formen des Zusammen- und Miteinanderlebens!

Die Realität bricht damit schonungslos, die Realität, das sind seit mehr als 6 Dekaden möglicher Hungerfreiheti auf dieser Welt - täglich etwas 25.000 Hungertote, 1 Milliarde Hungernder, eine ökologische Zeitbombe, deren Lunte nicht gelöscht, sondern täglich neu angefacht wird.

Die Realität sind einige tausend Menschen, die mit ihrem Vermögen prinzipiell von heute auf morgen den Hunger der Welt abstellen könnten, die dabei nicht auf eine Annehmlichkeit ihrer grandiosen Irrsinnsanspruche verzichten müssten, die stattdessen noch mehr für sich und ihre Clans eintreiben.

Binnen einer Dekade hätten sie die Möglichkeit die Investitionen nicht in möglichen Luxus- und Massenkonsum, sondern in eine globale, nachhaltige, die Lebensqualität aller Menschen - vor allem der ärmsten - wesentlich zu verbessern.

Nicht schillernde Wolkenpaläste, sondern die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser, nicht Luxuskarossen, sondern energieeffiziente Individualtransportmittel, nicht Massentourismus sondern regionale Versorgungslogistik etc. etc. würden geschaffen und bereitgestellt - kurz die Weltwirtschaft könnte relativ schnell extrem transformiert werden.

Uns würde garantiert nicht langweilig, sinnvolle Beschäftigung für alle Menschen ist vorhanden, nur - bezahlt wird der Wahnsinn, die wenigsten bekommen für wirklich nützliches ihr Geld.

(Wieviele Ärzte, Heiler gibt es in der dritten Welt pro tausend Einwohner?)

Nichts davon geschieht - im Gegenteil, die Individualwünsche werden immer grotesker und man investiert vor allem in die Möglichkeit diese, vor allem jene mit "Kaufkraft" zu erfüllen.

So dürften in wenigen Jahren Milliardäre im Privatraumschiff den blauen Planeten von der Stratosphäre aus betrachten, die täglich verhungernde Stadt wird es weiterhin geben - oder noch schlimmer?

Die Millionen von bestausgebildeten Akademikern und Fachleuten zu 99% nur ihnen, sie stehen ihnen bei, sie streiten auf der falschen Seite!

Der kleine Teil, der sich dagegen stemmt, er ist leider nicht der erfolgreiche David, er ist eine Fliege der gegen einen heranrasenden Monsterjet klatscht.

In diesem Jet sind wir, wir alle hier das Kerosin, das ihn antreibt und - wie Kersoin verbrennen unsere Träume und Hoffnungen in dem Fiasko das täglich heute schon Milliarden durchleben müssen, wofür?

Ist es der kurze Flug durch einige Dekaden bequemer Lebenszeit wert, sich so dem Wahnsinn unterzuordnen?

Sind wir wirklich so ohnmächtig?

Betrachtung:

Faires Miteinander? Genus Loci - davon git es z.T. ca 7 Milliarden, jeder Mensch handelt täglich diese Entscheidung mit sich aus!

Und täglich fällt diese Entscheidung zu 99% zu Gunsten des Kollaps aus, ein faires Miteinander würde ja für einige Verzicht bedeuten !

Scheiss auf die Zahlen, ich behaupte etwa 90 % haben keine echte Wahl, es sei den man betrachtet Obdachlosigkeit und Nahrungssuche - ob im Müll von Kalkutta oder Berlin als würdige Alternative, dienen somit als unfreiwillige Helfer den 9 % die eine echte Wahl hätten.

Ich präsentiere den Genus Loci - einen Hautsack, gefüllt mir jeder Menge Flüssigkeit und einer Masse unter einem runden Knochenteil - genannt Merkel.

(hier könnte ich wohl jeden Namen einsetzen, der in der Kaste der politisch oder wirtschaftlich Mächtigen rangiert!)

Von vielen Menschen als intelligent eingestuft. ist sie ein Musterbeispiel für verlorene Denkkapazität! (So sie welche hat - ein IQ von 180 kann auch negative Folgen haben....)

99% werden dazu verwendet eine gewünsche Machtposition abzusichern, der Rest geht für die Überlegung drauf wie ich aufs Klo komme und ob es sauber ist.

Jeder arbeitslose Mitbürger mit etwas Interesse für Politik, denkt anders und wohl weitaus kreativer - bezüglich Umwelt- Sozial- und Wirtschaftspolitik - einzig er hat keine Ahnung von Machtpolitik - daher ist er wohl auch arbeitslos.

Die Gedanken der ungezählten kritischen Autoren sind seit Dekaden Allgemeinplätze im wohlfeilen Propagandagemurmel der Vertreter einer humanen, fairen und nachhaltigen Welt. Dabei erhalten diese Schreiberlinge ihre Überweisung von Finanzfaschisten und schreiben keine einzigen Satz, wie man die Brut der Ausbeuter endlich zur Räson bringen könnte.

(Wann ruft ein Mainstream-Öko-Aktivist zur globalen Verweigerung auf? Jene die es tun, gelten als Öko-Terroristen!)

Menschen die nicht Machtpolitik in eigener Sache betreiben, werden zwangsläufig zu Verlierern, sie haben eben die Spielregeln nicht kapiert!

Nur - mit Argumenten werden wir daher niemals eine Veränderung zum Besseren erreichen können.

Wir werden zwangsläufig eines Tages in einem menschlichen Chaos enden, dem kein neuer Morgen für die Menschheit folgt.

Das tifft im Übrigen schon sekundlich für Menschen unter 20 Jahren zu, die kein Morgen erleben - einzig aus dem Grund - da manche Menschen ihre Scheisse in goldene Kloschüsseln abladen möchten - am besten kauert noch ein Wesen am Ende und schluckt die Brühe - der M. de Sade hatte des Pudels Kern getroffen!

Die Welt ist nicht überschuldet, die Welt ist bestenfalls mit Dreck überfrachtet - mit dem Abfall unserer sinnfreien Produktionsexzesse, unseres dümmlichen Lebensstils, den Auswirkungen der täglich stattfindenen aus dem Ruder gelaufenen Machtspielchen, genannt Konflikt oder Krieg.

Wer schreibt Schulden seien das Kernproblem, der hat leider Momo nie gelesen, der kennt wahrscheinlich sogar den Stand auf seinem Girokonto und der schreibt wohl auch gegen eine Zeilenvergütung, oder ein Fixum als bezahlter Hirndübel in der irrsinnigen Betonwand unserer Ignoranz - man kann dann ein Bildchen an dem Dübel aufhängen.

Am besten irgend einen bekannte Zeitgenossen aus den geisteswissenschaftlichen Fakultäten.

Hier im Freitag und in tausenden von Blogs schreiben sich irrlichternde Menschen die Finger platt, sie tippen ihre Gedanken ins Netznirrwana und fühlen sich im Augenblick da die Ionen durch die Axone gleiten vielleicht ganz gut, oder sie sind voller Wut, Verzweiflung und Zorn - irgend eine Emotion begleitet den Tippschwall sicherlich - insofern, verbringen sie diese Minuten in ihrem Ort des Geistes ja fruchtbar - leider hat es keinerlei Auswirkungen auf jene, die tatsächlich Dinge bewegen.

Natürlich muss ich den Massen die unglaubliche Komplexität menschlichen Handelns auf diesem Planeten vorgaukeln, der Prozess des Verhungerns ist hingegen ganz banal - man findet nicht genug Verbrennbares, um seinen Zellen die Arbeit zu ermöglichen.

Die Muse, die wir hier haben, uns ,mit Worten zu schmeicheln, zu bewerfen oder gar manchmal anzugreifen, sie ist eine wahre Pracht,

sie hat uns einige Minuten Spaß, manchen gar Geld gebracht.

Irgend wer schrieb einmal - "es sind wohl wahrlich mehr potentielle Newtons in den Kohlegruben Britaniens elend erstickt, zerquetscht oder erschlagen worden, als je in den Palästen der Aristokraten geboren wurden - die einen starben binnen weniger Monate, die anderen hätten wohl Jahrtausende benötigt, diesen Reichtum an Geist aus den Leibern ihrer Matronen herauszuquetschen............."

Als ob ein indischer Bauer nach dem Maximum strebte......

Der Autor dieses Artikels ist in seiner elitären Welt eingeschlossen und kapiert nicht, dass es ein winziger Teil der Menschen ist, der grenzenlos überfrachtet mit Macht und Leistungsabsorbtionskraft (Geld ist nichts anderes als ein Medium, die Zeit der Menschen zu stehlen!) die Welt für uns bald unbewohnbar gemacht haben wird.

Die Forderungen die der Autor stellt schließen sich selbst aus, es sind tausendfach formulierte Allgemeinplätze - das geforderte dreidimensionale Denken ist eindimensional - von einem Paradigmenwechsel, keine Spur!

Am Ende fordert er ein starkes Europa, wozu?

Um weiter den Rest der Welt als Sklavenheer und Rohstofflager, als Müllkippe und Ausflugsziel nutzen zu können?

Ja, ja, der globale Wettstreit, er wurde angesprochen, wir sollten zwar eine "Struktur-Transformation" hinbekommen, doch sie muss so effizient sein, dass sie die Produkitonsprozesse im Vergleich zu den hinterwäldlerischen Schwellenländern (oh was pusten die auch Dreck in die Atmosphäre, was haben die bloß für günstige Arbeitskräfte, wie sind die nur fleissig und willig.....) an Effizinez übertrumpft - den Rest der Welt also auch auf den rechten Weg zwingt.

Aber bitte weiter Wachstum, weiter schöne soziale Hierachien, weiter massenhafte Konditionierung, weiter ein merkantiles - nie wirklich erloschenes - Weltbild vermitteln.....

Zig-tausend Beiträge fordern das offensichtlich Nötige, ohne jedoch die Wege auch nur ansatzweise mit der nötigen Radikalität anzusprechen, es geht schlicht nicht, dass Menschen für sich mehr Resourcen beanspruchen, als sie einigen Tausend anderen zusammen zugestehen.

Solange wir Reichtum nicht begrenzen, um Armut abzuschaffen, solange werden sich die Gewinner nie zufrieden geben!

Man mag mich jetzt mit der Neidkeule erschlagen, nur mich wundert, dass jemand diesen Text bis hier gelesen hat, der jetzt dabei an Neid denken würde.

Es geht schlicht um unser aller Überleben!

Die Reaktionen auf Sandy, sie sollten uns doch nun wirklich erschrecken - so zynisch auch das Achselzucken der inzwischen praktisch jährlich in Asien zu tausenden ertrinkenden Menschen sein mag - Katherina war schon ein Fanal - wer zählt die jährlich Naturkatastrophen zum Opfer gefallenen?

Wären die New-Yorker so arm gewesen, wie jene in Bangladesh, die an Flußmündungen leben - es wären tausende ertrunken, die Stadt würde zu 80% im Meer treiben - müssen wirklich erst die gigantischen Bauten brennen, müssen auf einige Stunden Millionen sterben - nur wegen eines Sturms, ja würde dies überhaupt helfen?

Wenn schon eine Transformationskurve erstellen - für wieviele wirtschaftliche Subjekte soll sie gelten?

Es wäre heute ein Leichtes, 7 Mrd. Menschen ein würdiges, kulturell reiches, leidfreies und erfülltes Leben zu ermöglichen - nur es gibt da einige Millionen von Menschen, die fänden das unschick, da sie auf einige Dinge verzichten müssten - was ja nun in der Tat eine unzumutbare Barbarei darstellte.

Nein - wir können erst auf eine gute Zukunft hoffen, wenn der Millionen-Pol der Maximalgewinner so sattgefressen ist, dass er sich in einer Orgie der Wahnsinnslust selbst von Heute auf Morgen in Staub auflöst und der Rest der Menschen davon so geschockt ist, dass Gewinnen künftig die gleiche Bedeutung erhält wie sterben und das Wort verlieren aus unserem Wortschatz verschwindet.

Jeder von uns der in diesem System brav seine Funktion erfüllt, dürfte eine völlig andere Meinung vertreten wie ich.

Ich hoffe für unsere Kinder, meine Triade sei nichts weiter als ein verwirrter Wortbrei, ich hoffe der tägliche Massenmord an den Armen ist einfach die schlichte Notwendigkeit, die der Natur des Menschen geschuldet ist, ich hoffe, ich und meine Freunde und mir persönlich liebe Menschen, mögen einfach immer auf der Seite der Gewinner stehen, ich hoffe, es tirfft am Ende immer die Anderen!

Solange Menschen an Hunger sterben, solange sollten wir aufhören Patrizier zu füttern!

Solange wir mit unseren Prozessen nachhaltig die Umwelt beeinträchtigen und das Leben auf dem Planeten in Frage stellen, solange sollten wir uns diesn Prozessen verweigern!

Jeder hier hat einen Körper, jeder hier könnte morgen kündigen und selber versuchen - das gefühlte Richtige zu tun!

Keiner hier - würde in diesem Falle binnen weiniger Monate an Hunger sterben!

Die meisten hier würden allerdings künftig in weniger komfortablen Umständen leben - nur - ist dieser Komfort wirklich das ganze Elend auf der Welt wert?

Glaubt ihr wirklich, Sandy war ein Sonderfall, glaubt ihr wirklich die Gletscher bauen sich binnen weniger Jahre wieder auf, glaubt ihr wirklich die Permafrostzonen frieren schnell wieder durch, glaubt ihr wirklich ein Hybridauto macht euch ökologisch verantwortungsvoll, glaubt ihr wirklich die Emissionen in unsere Athmosphäre seien belanglos, glaubt ihr wirklich die Ozeane seien noch nicht wesentlich belastet, die Böden nicht kontaminiert, die Millionen strahlenden Atommülls kein wesentliches Problem, glaubt ihr wirklich wir können so weiter agieren?

WAS WOLLT IHR EUREN KINDERN HINTERLASSEN?

WAS LEBT IHR EUREN KINDERN VOR?

WAS LEHREN WIR AN DEN SCHULEN UND UNIVERSITÄTEN?

STOP!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!................ .?

ist es am ende so, dass wir einfach so extrem zynisch sind, darauf zu hoffen, unsere nachkommen würden letztlich vom genozid der armen profitieren und einige wenige "erfolgreiche" bevökerungsgruppen könnten dann in geringerer weltbevökerungszahl mit ihrer klugheit und innovationskraft die dann vorhandenen problem schon lösen?

kämpfen wir also im unterbewußtsein schlicht und einfach ums eigene überleben in der gnadenlosen wildnis - sprich - es gilt das maximal mögliche für sich zu erreichen, ohne gnade und ohne rücksicht auf andere gruppen?

ist unser arbeitsplatz unser schlachtfeld?

ja?

Nun denn? So lasst uns weiter kämpfen......

Was muss noch passieren, damit wir endlich unseren Opportunismus so in Frage stellen, dass wir ihm abschwören und das Risiko eingehen, neue Lebensmodelle als Mehrheit zu wagen?

Solle dies nicht bald passieren, dürfte es für Milliarden Menschen zu spät sein!

12:26 01.11.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Oberham

Bedeutungslosigkeit ist immanent - trotzdem ist Nachdenken erlaubt
Oberham

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