Oddo Wolf

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Oddo Wolf
RE: Warum auch seriöse Medien falsch informieren | 23.04.2013 | 03:25

Zitat: "Es gibt abwägende, einordnende und es gibt emotionsheischende Medien".

Wir halten nicht viel von der Presse, aber wir halten sehr viel von der Pressefreiheit.
Ist es der Presse Freiheit, ob eine Zeitung von ihren Lesern oder anderen Geldgebern "gekauft" wird?

Die großen Massenmedien -so scheint es- genießen die Freiheit dieser Wahl nicht. Die Berichterstattung ist in vielen Bereichen enorm eingeschränkt. Speziell in der EU-Aussenpolitik und alles was die "Supranationalen", den Supra-Euro und den Supra-Staat betrifft, werden Redakteure nur allzu oft bevormundet.

In Zeiten der Rezession der Wirtschaft und -doch oder gerade deshalb- der Hoch-Konjunktur der Weltbemächtiger, scheint die Unabhängigkeit der Presse ein seltenes Gut geworden zu sein.

Informationen, die kurzfristig mehr Follower und Reichweite bringen sind sekundär, wenn es den Interessen der "Governors and Company" wiederspricht. Dann tippen 30 Medien synchron, buchstabengetreu auf Punkt und Komma, was in großen Think-Tanks ausgetüftelt und von den Inhabern der Presse und der Freiheit (zu lügen, wie gedruckt), gewünscht wird.

RE: Die Mystik der Macht | 08.04.2013 | 00:56

Wie führt man Wahlkampf gegen jemanden, den es nicht gibt? Eine ihrer Stärken ist, wie ein Tarnkappenbomber durch feindliches Gebiet zu navigieren, so glatt, daß sogar das Radar nur abrutscht, aber keine Signale reflektiert. Spinoza: "Jeder hat so viel Recht, wie er Gewalt hat" Der Steinbrück? Naa. Der hat nicht nur seinen eigenen "A" an die Chefs von Signore Draghi, Generalgoverneur und VizeKönig von Europa, für eine Datscha auf den Seychellen verkauft. Von politischen Parteien halt ich insgesamt sehr wenig. In Österreich werden die jetzt abgeschafft. Dazu die sehenswerte ZIB 2 von vorgestern, glaub ich. "Das Stronach-Team ist gespalten, Frank aus eigenem Haus ausgesperrt". Die Moderatorin ist emotional auf ein hick-hack eingestellt. Das Interview mit dem Tiroler Frischling Hans-Peter Mayr verläuft dann aber ganz anders, als wir den Auftritt von Berufspolitikern im ORF gewohnt sind, die mehr oder weniger talentiert ihre Rolle darstellen, ein paar Spritzer Schlangengift in Richtung der "feindlichen Lager" die eigenen Taten gelobt, und sich auch auf heftige Wortgefechte mit dem Moderator einlassen, wenn dieser zu penetrant nachfragt. Die Moderatoren haben sich diesem agressiven Redestil, der in der Politik normal geworden ist, angepaßt. Die Moderatorin startet entsprechend. Da sagt der Mayr ganz entspannt: "Stronach ist so ein guter Mensch, ich vertraue ihm aus tiefstem Herzen". Sie glaubt, nicht richtig gehört zu haben, hakt nach: Und wenn Stronach ihnen jetzt die Verwendung seines Namens verbieten würde? Er: "Ich steh absolut loyal hinter ihm". Das war irgendwie berührend und dann ist mir ein Licht aufgegangen: Team-Stronach ist keine Partei, sondern ein neues System: Federal-Public-Government-Franchise-System Ein "Parteiprogramm" gibts noch nicht. Wenn ich richtig liege, dürfte das nur aus einem schlanken Gerüst von Grundwerten bestehen. Die "Bunten" kennen sich gar nicht aus, ahnen vielleicht noch gar nicht, daß sie bald überflüssig werden. Die Abgeordneten werden direkt über die föderale Schiene gewählt. Ein Spinoza-Symtom wie bei der Merkel, da ist auch nichts angreifbares vorhanden, weil nicht einmal sowas wie eine "anständige" Partei da ist. Haha, die österreichischen Parteien müssen ihren Wahlkampf wohl gegen ihr eigenes Volk führen. Vielleicht ist es ja mehr als ein Traum, dann bekommen wir Politiker zum Liebhaben. Und was geht bei euch in Berlin? Danke fürs lesen. Servus Freitag, wir sehen uns dann im TV.