Ganz normaler Wahnsinn

Herdprämie ergänzt Der Herdprämie folgt die Nachher-Wiedereingliederungs-Prämie. 90 EUR im Monat für all jene Frauen, die vorher reingefallen sind. Die CDU macht sich fit für den Wahlkampf.
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Wenn das nicht konsequent ist. Gerade wurde die Herdprämie beschlossen, mit der alimentiert wird, dass Kinder zu Hause, vor allem von Frauen, erzogen werden da kommt heute die Meldung, dass der Wiedereintritt in den Beruf von Frauen über ein Gutscheinsystem für „haushaltsnahe Dienstleistungen“ – meint Putzhilfen – gepampert werden soll.

Ist das Verzweiflung, ist es Kopflosigkeit oder vielleicht doch Konsequenz? Konsequenz nicht im Sinne eines stringenten Menschen- und Gesellschaftsbildes oder ebensolchen Regierungshandelns sondern Konsequenz bezogen auf das kommende Jahr. Das Wahljahr, das allmählich anfängt, seine Schatten zu werfen. Dunkle, dunkelste, dräuende Schatten. Wenn das so weitergeht. Die CDU macht sich weiblicher. Gibt der FDP die Chance sich freiheitlicher und vor allem wirtschaftsfreiheitlicher zu geben.

Da wird also versucht, Frauen zuerst aus der Wirtschaft herauszuhalten, so lange wie möglich, um sie dann wieder einzugliedern. Für eine Milliarde im Jahr nur für den zweiten Teil des Gesamtpaketes. Von denen allerdings nur maximal 90 EUR im Monat je Frau übrigbleiben.

Eins scheint sicher. Es wird geklagt werden. Denn warum sollten Frauen, die sich nicht aus dem Beruf haben herausdrängen lassen – oder sich ihm freiwillig nicht entzogen haben – nicht den Anspruch auf die gleiche Leistung haben. Und Männer – z.B. alleinerziehend oder alleinlebend – auch.

P.S. Mädels, 90 EUR im Monat ist eure Arbeitskraft im Haushalt wert. Gut zu wissen, oder?

15:44 26.11.2012
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