Dankbare Kanzler

1983 bis 2005 Kanzler sein ist schwer. Von 1983 bis 2005 haben die Regierungschefs nicht immer nur ans Wohl des deutschen Volkes gedacht sondern auch an das eigene

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Erinnert sich jemand noch an Laurenz Meyer? Der musste vor knapp zehn Jahren als CDU-Generalsekretär zurücktreten, weil er vom Stromkonzern RWE sechsstellige Summen erhalten, aber nicht genug Nachweisbares dafür geleistet hatte. Dieser Tage wiederum fragt man sich, was Gerhard Schröder für jene zwei Millionen Euro getan hat, die ihm der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer nach Ende der Kanzlerschaft überwies. Sie seien das Garantiehonorar für Schröders Memoiren gewesen, wird erklärt“ (Blome in SPON).

O je, Blome. Warum so abseitig bis zu Laurenz Mayer? Der „Bimbes-Kanzler“ hat nicht nur verteilt, um seine Macht zu sichern. Er hat auch genommen. Nein, ich meine jetzt nicht die Spender, die Helmut Kohl nicht preisgeben will, weil er sein „Ehrenwort“ gegeben hat. Der Ex-Kanzler vor Schröder hat einen hochdotierten Beratervertrag bei Leo Kirch erhalten, nach seiner Amtszeit. Dass das irgend etwas mit der Sendelizenz für RTL zu tun hat, kann man da mutmaßen, muss man aber nicht, öhem.

Blome weiter über Schröder: „Er kassierte ohne angemessene Gegenleistung.“ Das weiß Blome besser. Die ganze Riester-Rente ist ein riesiges Geschenk für die Versicherungswirtschaft gewesen. Und der Maschmeyer macht in ... richtig.

Schröder hat also "geliefert". Ist jetzt irgendetwas besser, Blome?

Von 1983 bis 2005 haben wir nun also Regierungschefs gehabt, die sich aufs Nehmen verstehen. Und Frau Merkel? Wird sie in die Fußstapfen ihres Meisters treten?

Wetten werden angenommen.

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