oldredsock

Wenn der Kapitalismus siegt, hat die Welt verloren.
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oldredsock
RE: Was nun? | 01.06.2019 | 03:07

Etwas fehlt!

Frau Nowak mag mit allen ihren Ausführungen mehr oder weniger recht haben - etwas fehlt und m.E. das Wichtigste.

Ich war z.B. vor einigen Jahren "Probemitglied" der Linken und fühle/denke weiterhin links. Was mich inzwischen aber an der Linken abstößt, das ist der widerwärtige Umgang untereinander. Deshalb bin ich bei der letzten Wahl zwar nicht zur AfD gewechselt, aber zur ÖDP.

Ich denke, eine linke Partei, eine Partei des demokratischen Sozialismus, was ja Humanismus und Achtung der Menschenwürde miteinschließt, sollte allererst mal in der Lage sein diese Werte innerparteilich zu leben. Diese innerparteiliche Niedertracht, von der wir Außenstehenden auch nur die sogenannte Spitze des Eisbergs zu sehen bekommen, macht ja alle sozialistischen Beteuerungen nach außen völlig unglaubwürdig. Glaubt man denn in der Partei, das fiele dem Wähler nicht auf?

Nehmen wir nur den Umgang mit Frau Wagenknecht. Die kriegt vor einigen Jahren beim Parteitag eine Schokotorte ins Gesicht, weil sie etwas sagt, was inhaltlich voll von Art. 18 GG gedeckt ist. Beim Attentat vor 50 Jahren auf Rudi Dutschke hatten wir im Westen gesagt: "Springer hat mitgeschossen!" Und zwar deshalb, weil Springer damals das politische Klima geschaffen hatte, aus dem heraus dieser Schuß fiel. Und genauso gilt für das "Tortenattentat" auf Frau Wagenknecht: Kipping, Gysi und andere haben mitgeworfen, weil sie das politische Klima in der Linken gegen Frau Wagenknecht geschaffen haben, das dann zu dem Tortenwurf führte. Und inzwischen: nichts gelernt, geradeso weiter und immer schlimmer und intrigant. Statt auf "Aufstehen" positiv zu reagieren: nur Ablehnung. Dabei wäre "Aufstehen" die Chance gewesen, große Teile der Bevölkerung, die etwas in Richtung "Demokratischer Sozialismus" verändern wollten, zu aktivieren und zusammenzuführen im Interesse einer linken Mehrheit. Aber Nein, Kipping intrigiert und Gysi pflegt seine Eitelkeiten. Er, der viel geleistet hatte für die Partei, gerade er hätte Frau Wagenknecht in der Partei aufbauen und unterstützen müssen. Und er hätte auch für eine sinnvolle Wahrnehmung des Projektes "Aufstehen" in der Linken sorgen müssen. Aber er reist ja lieber durch's Land und verkauft sein Buch.

Nein, diese Linke ist für mich vorerst keine Option mehr.

RE: Bleibt Aufstehen sitzen? | 14.10.2018 | 01:25

oh, sorry, das hatte ich dann zu schnell falsch interpretiert- und in der Tat: so herum klingt es auch viel logischer!

RE: Bleibt Aufstehen sitzen? | 13.10.2018 | 12:47

Lieber Punk, ich versuche mal dir auf Augenhöhe zu antworten, natürlich auch mit Brecht, aus dem guten Menschen von Sezuan:"Der Rettung kleiner Nachen/ wird sofort in die Tiefe gezogen: zu viele Versinkende/ greifen gierig nach ihm." Nun ist die BRD kein so ganz kleiner Nachen, der sofort in die Tiefe gezogen würde - aber: irgendwann ist auch ein großes Boot mal voll, und deshalb darf es keine unbegrenzte Zuwanderung geben! Ich wohne in einer Stadt mit deutlich über 50% Einwohnern mit Migrationshintergrund - und ich weiß wovon ich rede...

RE: Bleibt Aufstehen sitzen? | 13.10.2018 | 01:12

Freiheit? Fortschritt?

Sahra Wagenknecht hat lediglich erklärt, daß sie selbst, aus respektablen Gründen, die man teilen kann aber nicht muß, an der "unteilbar"-Demo nicht teilnehmen wird, es aber für die "aufstehen"-Mitmacher völlig offen gelassen, ob sie dort auch mitmachen wollen oder nicht. Demokratischer geht's kaum. Da könnten sich viele, auch und gerade in der Linkspartei und bei den Grünen ein Beispiel nehmen! Und den Satz im "unteilbar"-Aufruf, daß man den Sozialstaat nicht gegen Migranten und Flüchtlinge ausspielen darf, den muß man/frau auch, bei vollem Verstand, durchaus so interpretieren, daß er im Sinne offener Grenzen gemeint ist. Was denn sonst? Und da dürfte die weit überwiegende Mehrheit in unserem Land mit Recht der Meinung sein, daß angesichts der über 65 Mio Flüchtlinge bei wachsender Tendenz, offene Grenzen zum Kollaps des Sozialstaats führen werden. Wer kann das wollen?

Wenn ich mir die Teilnehmerliste von "unteilbar" so ansehe, dann gewinne ich den Eindruck, daß es sich da weniger um eine Bewegung handelt, die politisch etwas bewegen will, sondern um Gruppen und Grüppchen, die sich mal wieder eine Wohlfühldusche genehmigen möchten (mit Christiane Rösinger auf intellektuellem Nullniveau) nach all dem, ja durchaus vorhandenen, Frust dieser Zeiten und der gefühlten Ohnmacht dem Unrecht gegenüber. Und da man/frau auch, an die wirklichen Verursacher des Elends nicht herankommt, die Grünen und die SPD koalieren ja mit denen (!), da prügelt man/frau auch in einer Art Übersprungreaktion auf Sahra Wagenknecht ein und deren "aufstehen"-Bewegung. So einfach ist das - und so erbärmlich! Haben etwa die Grünen ihre schwarzen Koalitionspartner in Wiesbaden und Stuttgart gefragt, ob sie auch bei "unteilbar" mitmachen? Ist mir nichts bekannt...

"unteilbar" ist auch spachlich schief. Unteilbar ist die deutsche Version von Individuum. Natürlich ist das "Individuum" teilbar, allerdings nur so, daß es dann seine Individualität verliert, wie bei einem Kunstwerk, von dem man auch nichts wegnehmen kann, ohne es zu zerstören. Man kann Kunstwerke aber auch durch Hinzufügungen zerstören! Ebenso schöne Landschaften oder funktionierende Gesellschaften. Hierzulande meinen manche, die sich fortschrittlich wähnen und sich über diejenigen erheben, die deutsche Kultur erhalten wollen, daß wir auf dem Weg zu einer internationalen Gesellschaft seien, was ja nicht ganz falsch ist. Aber daß wir da vorwärts kommen, indem wir über Jahre hinweg Millionen von Menschen einbürgern, die als Mitgift Blutrache und Ehrenmorde mitbringen, das leuchtet mir nicht ein. Glück auf, Deutschland!

RE: Überall Gefahren | 07.09.2018 | 00:10

Diagnose und Therapie

Die politische Diagnose über deutsche Zustände ist doch ganz einfach: nachdem jahrelang die rechnerische Möglichkeit einer rot-rot-grünen Regierung vertan wurde, weil es in allen drei Parteien zu große Widerstände dagegen gab, ist diese Möglichkeit schon rein rechnerisch derzeit und wahrscheinlich auch für die nächste Wahlperiode nicht realisierbar.

Aber nur mit einer linken Regierung werden sich die vielfältigen Probleme unseres Landes einigermaßen gerecht lösen lassen, wozu gerade auch bei diesen drei Parteien die Erkenntnis gehören muß, daß eben auch die diversen Probleme im Zusammenhang mit der ungeregelten Zuwanderung gelöst werden müssen. Hierzu sollten auch bei Aufstehen auf der Basis einer breiteren Diskussion vorurteilsfrei Grundzüge und Prinzipien von Lösungsansätzen erarbeitet werden. Dies gilt analog für alle Politikbereiche.

Wenn dies erarbeitet ist, dann darf der Weg von Aufstehen nicht in eine neue Parteigründung führen, sondern dann sollten sich die Mitglieder von Aufstehen, so sie noch keiner Partei angehören, in eine der drei "Linksparteien" integrieren um dort dann überhaupt erst einmal den Boden zu bereiten für eine erfolgversprechende rot-rot-grüne Koalition.

Es ist nicht sicher, daß es gelingt, aber nur so kann es überhaupt gelingen!

RE: Wie im Dorfladen | 17.06.2018 | 15:35

Normalerweise sagt man, frau auch, daß, wenn zwei streiten, beide daran Schuld haben. Im vorliegenden Fall bei Wagenknecht/Kipping sehe ich das nicht so. Ich erinnere mich sehr gut, daß vor ca. 2 Jahren, nachdem Sahra Wagenknecht in Interviews darauf hingewiesen hatte, daß nach mehreren Straftaten das Asylrecht eines Asylanten, einer Asylantin irgendwann auch mal verwirkt sei, eine Aussage, die in Übereinstimmung mit Art. 18 GG steht (nachlesen!), Katja Kipping Sahra Wagenknecht sehr scharf angegriffen hatte und sie in die Nähe der AfD rückte. Kurz danach wurde Sahra Wagenknecht beim anschließenden Parteitag der Linken, eine Schokoladentorte ins Gesicht gedrückt.

Wir haben früher gesagt, nach dem Mordanschlag auf Rudi Dutschke, Bild/Springer habe mitgeschossen. Und in gewisser Weise stimmte das, auf der Ebene der Willensbildung. Und ganz genau so hat Kipping die Schokotorte mitgeworfen! Und sie legt ständig auf infame Weise nach. Nicht anders ist ihre Ankündigung zu verstehen, daß sie, wenn es um die Linke gehe, zur Löwenmutter werde! Das ist an Infamie kaum noch zu übertreffen. Die Linke mit Kipping ist für mich nicht mehr wählbar!

RE: Auf, Vordermann! | 17.06.2018 | 15:03

Ich habe unsere Mannschaft 2014 als "Zufallsweltmeister" bezeichnet - und dabei bleibe ich, denn es war schon sehr viel Glück dabei. Gut, Glück hat am Ende nur der Tüchtige - und tüchtig waren sie ja durchaus. Aber diesmal hat Löw mit der Nominierung der beiden "Erdogan-Verehrer" einen Fehler gemacht, denn die damit verbundenen Diskussionen, die intern ja nicht zu verhindern sind, gehen natürlich zulasten der Konzentration im Team. Es würde mich nicht wundern, wenn deshalb schon heute die erste Pleite kommt. Dann wird der Streit eskalieren und ob dann noch eine gemeinsame Trotzreaktion folgen kann...? Ich erwarte es in aller Gelassenheit.

RE: Kein Vaterlandsverrat | 27.11.2017 | 00:26

ach, endlich auch einmal wieder einer Meinung mit Jakob Augstein, weitgehend jedenfalls. Lassen wir doch die hochgelobte "Königin von Europa", die "mächtgste Frau der Welt", die ja nicht einmal den freidemokratischen Zappelphilipp in eine Koalition einbinden konnte, ihr Glück versuchen bei einer Minderheitsregierung. Keine Sorge, die Mainstreampresse wird das wohlwollendst begleiten. Dabei darf die SPD aber nicht den Fehler machen, diese Minderheitsregierung generell zu tolerieren! Sie wird dann bei Zustimmungen nicht profitieren und bei jeder Verweigerung als Schuldige dastehen. Stattdessen muß sich die SPD daran machen mit eigenen Initiativen den Boden für RotRotGrün zu bereiten um dann, wenn Merkel wahrscheinlich nicht erst nach 4 Jahren am Ende ist bei der nächsten Wahl mal wieder richtig zu punkten!

Wenn die SPD stattdessen mit Vorschlägen wie Bürgerversicherung, sichere Renten, bessere Löhne und Arbeitsbedingungen ins Koalitionsrennen geht und als Ergebnis dann nur "keine Obergrenze bei Asyl" und mehr "Familiennachzug" herauskommen, dann landet sie bei der nächsten Wahl zu recht unter 20%!

RE: „Wieso ist die SPD so hasenfüßig?“ | 16.09.2017 | 01:16

Vor der letzten Bundestagswahl hatte ich schon rotrotgrün befürwortet ohne Hoffnung, daß die SPD dazu bereit sein würde, jedoch gehofft, sie würde aus ihrer Niederlage lernen. Hat sie aber nicht. Die Anfangseuphorie bei der Schulzproklamation resultierte m.E. daraus, daß viele Menschen genau darauf hofften, daß die SPD nun wieder sozialdemokratische Politik machen würde, zusammen mit Grünen und Linken - und nicht nur Randthemen bearbeitet oder Halbheiten produziert, wie z.B. die Mütterrente, die nicht aus der Rentenkasse, sondern über Steuern finanziert werden müßte. Die SPD macht es sich zuweilen zu leicht. Zugegeben: sie hat es auch deutlich schwerer als die CDU, denn die veröffentlichte Meinung ist oft gegen sie, während die Kanzlerin von allzuvielen Merkel-Euphorikern in den Himmel gehoben wird.

Die SPD hat nur dann eine Chance, wenn sie das rotrotgrüne Dreierbündnis aktiv sucht und möglichst schon mit abgestimmten Hauptprogrammpunkten in die dann nächste Wahl geht. Dazu muß sie nach dem zu erwartenden Wahldebakel an der Spitze kräftig aufräumen, auch Altkanzler Schröder mal in den Senkel stellen, ihren Seeheimer Tümpel trocken legen und den Netzwerkern den Strom abstellen, daß dann wieder mal Sozialdemokraten in der SPD (!) das Sagen haben.

Nun bin ich 72 - und ob ich das noch erlebe...???

RE: Blindwütiges Agieren | 05.03.2017 | 03:18

Wer in unserem Land eine staatliche Leistung erhalten will, der hat zunächst darzulegen, daß er die Voraussetzungen dazu erfüllt. Das gilt für ALG-Anträge genauso, wie für Asylanträge. Wer seine Identität nicht preisgeben will, obwohl es ihm/ihr möglich ist und sei es über das Auslesen eines Handys oder wer gefälschte Papiere vorlegt, sollte unverzüglich abgeschoben werden, egal wohin, denn wir sind nicht verpflichtet Menschen aufgrund eines Betruges aufzunehmen. Ebenso sollten Mehrfachstraftäter unverzüglich abgeschoben werden. Bei schwereren Verbrechen halte ich eine Abschiebung bereits nach der ersten Straftat für dringend angezeigt. Wo bleibt denn ansonsten die Menschenwürde der unschuldigen Opfer? Hier versagt unser Staat, der diese Menschenwürde gem. Art. 1 GG zu schützen hätte kläglichst, wenn er Mehrfachtäter immer wieder weitgehend straflos laufen läßt!

Dazu erachte ich es für sinnvoll, wenn Deutschland zusammen mit anderen europäischen Ländern den abzuschiebenden Personen auf abgelegenen, noch nicht besiedelten Inseln ein Refugium anbietet, wo sie die Möglichkeit haben sollten ihr Leben weitgehend eigenverantwortlich zu gestalten.

Art. 18 GG stellt fest, daß diejenigen, die das Asylrecht "zum Kampfe gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung" mißbrauchen, das Asylrecht verwirken! Dieser Art. sollte insoweit ergänzt werden, daß auch aufgrund anderer, schwererer Straftaten das Asylrecht verwirkt wird.

Dieser Art. 18 GG bietet m.E. auch eine Handhabe in der aktuellen Situation gegenüber der Türkei. Hier sollte man gegen diverse türk. Organisationen, die in der letzten Zeit diesbezüglich negativ aufgefallen sind, mit aller Klarheit und Härte vorgehen. Schicken wir Herrn Erdogan seine Kämpfer unverzüglich zurück und machen wir ihm klar: die Türkei als muslimisch geprägtes Land hat zuallererst die Pflicht muslimische Flüchtlinge aufzunehmen und das heißt auch: we make the Turkey great again!