Olaf

Geboren 1976 in Rostock-Warnemünde; Abschluss als Dipl.-Ing. für Vermessungswesen (TU-Berlin); Interessen: Politik, Naturwissenschaften und Fussball
Olaf
RE: „Zu wenig Demokratie“ | 25.01.2020 | 15:54

"So mancher Tierschützer kann schon ne Menge für seine Meinung verdrängen."

worum geht es hier eigentlich? Es geht um einen vom Menschen gemachten (Anteil) am Klimawandel. Und der ist UNBESTRITTEN.

Jetzt geht es darum, diesen selbstverursachten Klimawandel aufzuhalten. Denn die Folgen für uns Menschen sind dramatisch. Aber diese Folgen sind erst in ca. 30 Jahren dramatisch. Nur denken wir Menschen nicht soweit im Vorraus. Deswegen gibt es diesen Alarmismus von den Wissenschaftlern. Wir müssen uns heute bewußt machen, wenn wir so weiter machen, wie bisher, welche Folgen das in 30 Jahren hätte.

Ich möchte einmal als positives Beispiel das Ozonloch und deren Bekämpfung aufführen. Dies war in den 80er Jahren ein ebenso heiß diskutiertes Politikum. Ich war selbst damals noch ein Kind und habe nicht viel davon mitbekommen. Es gibt aber eine schöne Dokumentation.

Hier ein Link zu dem Video:

https://www.presseportal.de/pm/75892/4126454

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 25.01.2020 | 15:37

"Man will die Windradanzahl verdoppeln. Nehmen wir große, das wären 30.000 Stück mal 4000 Tonnen."

Quellen? 4000 Tonnen Beton klingt doch sehr viel für ein einziges Windrad. Sie behaupten hier ständig Dinge, ohne irgend eine Quelle anzugeben, die das belegt.

Kommentator 'pleifel' hat oben schon einen Link mit verschiedenen Windkraftanlagen geteilt. Aber diejenigen, welche ich bisher im Fernsehen gesehen habe, waren innen hohl und bestanden aus Metal (o.ä.).

Und das jedes Fundament soviele Tonnen Beton verbraucht, glaube ich nicht.

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 25.01.2020 | 15:30

"Na dann rechnen sie mal. In Deutschland stehen etwa 30.000 Windräder. Reicht bei weitem nicht aus. Nehmen sie diese Anzahl mal im Verhältnis weltweit und sie werden auf viele Millionen Tonnen Beton kommen."

Weltweit betrachtet, gibt es noch andere Energiequellen: Photovoltaik, Wasserkraft oder Solarwärmekraftwerk.

Letztere ist in Deutschland noch recht wenig bekannt, vermutlich, weil es hier nicht effektiv genug betrieben werden kann. Solche Kraftwerke verwenden viele Spiegel, um die Sonnenstrahlung auf einen Punkt zu bündeln. Dadurch wird Wasser erhitzt und eine Turbine angetrieben. Solche Anlagen sind u.a in Marokko in Betrieb.

Quelle:

https://www.kfw.de/stories/umwelt/erneuerbare-energien/solarstrom-aus-der-wueste/

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 25.01.2020 | 15:05

"Also CO2 frei und ohne fossile Stoffe läßt sich das nicht machen."

Wer behauptet das?

Ich bin da sogar bei Ihnen. Mir ist das teilweise auch zu dogmatisch. Wenn es um den Bau von E-Autos geht, fragt keier, wo und unter welchen Bedingungen Lithium und andere Rohstoffe abgebaut werden. Da wird dann ein Übel bekämpft (CO2) aber ein neues Übel (Umweltverschmutzung) geschaffen.

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 21.01.2020 | 23:58

"Zwar stimmt es: es gibt noch viele offene Fragen. Das ist immer so. Aber es gibt mittlerweile eine gut erforschte Grundlage."

als Ergänzung zu meinem obigen Beitrag hier noch ein Link zu dem Basiswissen:

https://www.klimafakten.de/fakten-statt-behauptungen/basiswissen

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 21.01.2020 | 23:56

"... aber ihre Aussage war schon eine andere"

Worauf wollen sie hinaus?

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 21.01.2020 | 23:01

Beim Bau von Häusern wird doch viel mehr Beton verbaut. Als wenn die paar Tonnen mehr Beton für bestimmte Bauarten von Windkraftanlagen irgend eine Relevanz hätten. Diese Diskussion führt doch zu nichts!

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 21.01.2020 | 21:22

Zitat: " Sind wir bereit für den Elektrobedarf, Zement, usw eine Erhöhung des CO2 Ausstoßes zu akzeptieren?"

Die Klimaforscher beziehen in ihre Projektionen Wirtschaftsmodelle mit ein. Das müssen sie ja auch, wie soll man ansonsten seriöse Antworten liefern.

Und diese vielen Modelle gehen von verschiedenen Szenarien aus, darüber, wie die Weltwirtschaft in Zukunf wächst, und wie die Dekarbonisierung voranschreitet oder eben nicht.

Um auf ihre Frage konkret zu antworten: ein weltweites Wachstum geht selbstverständlich zunächst einmal einher mit einem erhöhten CO2 Ausstoß. Bis die Wirtschaft in den Industrieländern umgestellt ist auf andere Energieträger.

Und kein Klimaforscher schreibt hier irgendwem etwas vor. Sondern sie zeigen auf, was würde passieren, wenn man so weiter macht, wie bisher. Dann würde daraus ein weltweiter CO2 Ausstoß in einer entsprechenden Größenordnung folgen. Das wiederum führt aufgrund des Treibhausgaseffektes zu einem Anstieg der globalen mittleren Temperatur, mit den Folgen eines Klimawandels (Abschmelzen des Polareises, Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen in Küstenregionen, Ausdehnung der Wüsten, usw.).

Quelle: http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Klimamodelle#Das_Klima_der_Zukunft_simulieren

Ich zitiere aus obiger Quelle:

"

3.1 Das Klima der Zukunft simulieren

Die in der Öffentlichkeit bekannteste und gesellschaftlich wichtigste Anwendung von Klimamodellen besteht in der Projektion des möglichen Klimawandels durch den Menschen. Dabei wird in der Regel die Klimaentwicklung bis 2100 simuliert, in einzelnen Fällen auch bis 2200. Für bestimmte Fragestellungen, z.B. über den Anstieg des Meeresspiegels oder das Abschmelzen der großen Eisschilde, werden mit weniger komplexen Modellen (EMICs) auch Rechnungen über die nächsten 1000 Jahre oder mehr durchgeführt.

Die Projektionen über das zukünftige Klima sind jedoch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Neben der begrenzten Kenntnis des Klimasystems und der Unvollkommenheit der Klimamodelle ist vor allem unklar, wie die anthropogenen Emissionen von Treibhausgasen sich entwickeln werden. Niemand kennt die Entwicklung der Weltgesellschaft über die nächsten Jahrzehnte. Niemand kann die Bevölkerungsentwicklung genau bestimmen, die Veränderung des Konsumverhaltens, den Energieverbrauch, die Nutzung von Energiequellen, die technologische Entwicklung, das Ausbrechen von Kriegen usw. vorhersagen. Diese Unsicherheit findet ihren Ausdruck darin, dass der Weltklimarat IPCC ein differenziertes Spektrum von Emissionsszenarien für Treibhausgase entwickelt hat, um auf diese Weise den unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Weltgesellschaft Rechnung zu tragen. Bei einem bestimmten angenommenen Pfad der CO2-Emissionen, z.B. einer Verdoppelung bis 2050, berechnen – grob gesagt - Kohlenstoffkreislaufmodelle die Konzentration und allgemeine Zirkulationsmodelle die daraus folgende Erwärmung. Klimaprojektionen sind folglich immer Wenn-dann-Aussagen. Sie haben nicht den Anspruch, "die" Zukunft zu zeigen, sondern sie projizieren mögliche bzw. unter bestimmten Bedingungen wahrscheinliche zukünftige Entwicklungen.

"

Hier weitere Links dazu:

Was sind Klimamodelle?

Kann man sich auf die Klimaforschung verlassen?

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 21.01.2020 | 20:29

Zitat: "Windräder sind eine Lösung, gut. Ist man auch bereit die CO2 Abgabe für Zemnethersteller zu senken, da wir viele Hundert Millionen Tonnen für Windräder benötigen?"

Hähh? Seit wann sind Windräder aus Beton?

Und überhaupt, was hat das mit Klimaforschung zu tun?

Nein, sie bringen die Dinge durcheinander. Klimaforschung soll lediglich informieren. Alles andere ist Sache der Politik. Und jeder Bürger (auch Klimaforscher) dürfen ihre Meinung dazu äußern, ob die Politik gute Arbeit macht oder nicht.

RE: „Zu wenig Demokratie“ | 21.01.2020 | 20:28

Zitat: "Da sich die Modelle um 500 % widersprechen".

Ich habe außerdem versucht Quellen mit anzugeben. Wohingegen ihre Argumente unbelegt bleiben. Wie soll man dagegen argumentieren?