Prince Charles

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RE: Wozu braucht man einen Kräutergarten? | 30.07.2010 | 11:30

"Maybe I don`t really wanna know how your garden grows"

singen Oasis gerade im Radio (Live Forever). Is` ´ne englische Band, da muss ein Gartenbezug vorkommen, klar.
Jedenfalls gilt oben genannter Satz keinesfalls für Herrn Augstein, dessen Kolummne ich stets mit Vergnügen lese.

Ein vielleicht nutzbringender oder zumindest interessanter Hinweis für ihn und alle anderen Gartenfreundinnen und -freunde:

"Beete und Arbeit ? Ein Tag im Garten"
HR2 "Der Tag" Radiopodcast mit Peter Zudeick

www.hr-online.de/website/radio/hr2/index.jsp?rubrik=14224

Viel Vergnügen!

P.S.: Sollte jemandem der Name Peter Zudeick irgendwie bekannt vorkommen... Das ist der, der den Wochenrückblick zusammenbastelt:

podcast.wdr.de/radio/wochenrueck.xml

RE: Deutsches Interesse | 31.05.2010 | 18:02

Ersteinmal macht einen diese Nachricht sprachlos. Wie naiv muss einer sein, zu glauben, dass besagte Äußerungen nicht kontrovers diskutiert würden? Köhlers Dünnhäutigkeit ist sympathisch, er unterscheidet sich damit wohltuend von abgebrühten Berufspolitikern, die in einem solchen
Fall wohl brutalstmöglichst aufklären würden, was sie eigentlich wirklich gemeint haben und gut iss. Köhler dagegen erklärt mit Tränen in den Augen seinen Rücktritt. Eine solch emotionale Reaktion macht Köhlers Erklärung, es mangele an Respekt ihm gegenüber, auch recht
glaubwürdig. Dazu passt auch Köhlers langjähriges Engagement für den afrikanischen Kontinent. Der Mann hat offenbar Werte. Seine Unprofessionalität machte ihn beim "gemeinen Volk" beliebt. Insofern war er ein wenig die Princess Di der Deutschen Politik.

Den einzigen, alleinigen Grund für den Rücktritt in der (berechtigten) Kritik an Köhlers Äußerungen zu sehen, erscheint allerdings doch ein wenig fernliegend. Köhler war in den letzten Monaten kaum noch präsent - in die politische Debatte eingeschaltet hat er sich selten. Lang
vergessen die Zeiten, als er noch einigermaßen souverän die verfassungswidrigen Gesetze der Großen Koalition kassierte. Im Wochentakt.

Sehr treffend hat Heribert Prantl die Kritik an der Amtsführung des Bundespräsidenten auf den Punkt gebracht: Köhler als netter Nachbar, der freundlich am Gartenzaun grüßt.

www.sueddeutsche.de/cm/2.242/politik/bundespraesident-horst-koehler-der-mann-von-nebenan-1.23606#mailtofriend

Und nichts Substanzielles zu sagen hat. Vielleicht hat er sich das inzwischen selbst eingestehen müssen und die Konsequenzen gezogen. Und eine Gelegenheit gefunden, dies ohne allzu großen Gesichtsverlust zu tun. Vielleicht läuft er Herrn Koch ja bald in irgendeinem Flur in irgendeinem multinationalen Konzern über den Weg, der Herr Sparkassendirektor (frei nach Peter Zudeick).
Zumindest dem politischen Kabarett - ich denke hier insbesondere an die großartigen Köhler-Persiflagen von Florian Schröder - wird er fehlen.

www.florian-schroeder.com/sendung/swr.php