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Ich könnte endlos Filme aus aller Welt sehen. Die Fiktion des Films enthält immer etw Intimes über Menschen u. Kulturen. Für Politik hatte ich mich nie wirklich interessiert u. wundere mich, wie ich heute ein politischer Mensch geworden bin :-) Focus:dtsch-türk. Beziehungen, Indien und Naher Osten.
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RE: Das Märchen vom EU-Beitritt der Türkei | 09.08.2012 | 15:34

ist es so?

die eu-hilfen waren nie bedingungslos, dafür musste um am beispiel griechenland zu bleiben, das land seine luftverschmutzungsrechte verkaufen und muss alles privatisieren, was es zu privatisieren gibt, die käufer werden wenig überraschend nicht griechische multinationale konzerne sein, die eu-hilfen sind nichts anderes als eine schuldenfalle, die geschickt gestellt wurde.

RE: Stimmungsmache wider die Aleviten | 07.08.2012 | 03:53

selbst mit graffiti lässt sich politik machen.

RE: Das Märchen vom EU-Beitritt der Türkei | 07.08.2012 | 01:57

sie scheinen sich mit der geschichte der eu und ebenso mit der türkei wenig auszukennen. mir ging es bei diesem blog hauptsächlich um den langen verlauf, die gebrochenen versprechen und die über die jahrzehnte sachdienlich gewechselten argumente gegen einen beitritt der türkei. im jahre 2012 bin ich wie eine wachsende gruppe junger türken/türkinnen ebenso wie sie gegen einen beitritt der türkischen republik in die eu, wenn auch aus denkbar unterschiedlichen gründen.

RE: Das Märchen vom EU-Beitritt der Türkei | 06.08.2012 | 20:22

wenn diese "besten" leute in der industrie aufgehen und sich einer politischen verantwortung entziehen, weil sie als vorstandsmitglieder viel mehr geld horten können, dann ist die politik mit grundschullehrern und betriebsräten besser dran, die kennen wenigstens sowas wie gemeinschaft und sozialverantwortung.

die letzten eu-erweiterungen hätten sich durchaus nach der leistungsfähigkeit der beitrittskandidaten richten sollen, wurden aber aus diffusen gründen bei der letzten erweiterung gelockert. hier wird entgegen den versprechungen von 1959, 1963 und 1987 die doppelmoral gegenüber dem beitrittskandidaten türkei deutlich.

RE: Das Märchen vom EU-Beitritt der Türkei | 06.08.2012 | 17:13

es tut mir immer wieder so leid, dass kluge menschen wie sie nicht in den entscheidenden gremien sitzen, menno, aber versuchen sie es trotzdem, schreiben sie eine empfehlung an frau merkel, sie soll doch bitte zur entlastung der deutschen steuerzahler spanien, griechenland, italien, rumänien, portugal, bulgarien, zypern aus der eu rausschmeißen, habe ich einen "südstaaten" übersehen? irland wäre noch gerettet. und was dann übrig bleibt, entspricht das ihrer vision von europa?

RE: Das Märchen vom EU-Beitritt der Türkei | 05.08.2012 | 16:23

nettes bild, möglicherweise müssten aber die europäischen damen germania und marianne eine dicke schicht make-up auflegen, um noch attraktiv für freier zu sein.

RE: Das Märchen vom EU-Beitritt der Türkei | 05.08.2012 | 03:00

im alltag habe ich den eindruck, dass kaum einer sich über religion und kirche definiert, bei einer internationalen wirtschaftsunion dagegen scheint die religionszugehörigkeit plötzlich zum hauptkriterium zu avancieren. die konfessionellen argumente gegen den eu-betritt der türkei als muslimisches land verdeutlich auch die sicht auf eingewanderte und deutsche muslime. ein armutszeugnis.

RE: Das Märchen vom EU-Beitritt der Türkei | 05.08.2012 | 02:42

wenn man es den armen orthodoxen kirchen südeuropas rechtzeitig mitgeteilt hätte, dass sie nicht so gut in die eu passen, weil sie ja nicht nach rom wie die katholiken und ihren protestantischen ablegern schauen, dann hätte man sich ja viele milliarden sparen können, eine haarscharfe logik, die sie da aufgebaut haben.

RE: Erlesene Türkei | 02.08.2012 | 02:10

"das Streben und der Wunsch (inzwischen nicht zuletzt wegen der Eurokrise zwar sehr leise geworden) der Türkei in die Europäische Union aufgenommen zu werden nicht unwesentlich dazu bei, dass viele Menschen deutscher Zunge nun auch mehr über das Land am Bosporus wissen und erfahren wollen."

das würde ich aber stark bezweifeln, die türkei wollte bereits -incl. der eu-vorgängermodelle- seit über 50 jahren aufgenommen werden. schwer vorzustellen, dass das wirklich die deutschen bewegt haben soll, mehr über das land am bosporus erfahren zu wollen, in über 50 jahren wären die deutschen ja buchstäblich zu türkei-experten geworden. desweiteren liegt es nicht an der euro-krise, lange zuvor hatte die republik türkei die verhandlungen schleifen lassen, weil dort immer mehr die einsicht reift, dass die türken ohne die eu schneller wachsen und auch sonst ohne paternalistische merkels besser dran sind.