oxnzeam

Notizen, Essays und Rezensionen zu Kultur, Medien, Literatur und Gegenwartsphilosophie
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RE: Zunehmender Narzissmus in den Pop-Lyrics | 18.05.2011 | 15:27

Lass ma mal durchgehen als "Erweiterung" des Themas, lieber Knüppel, zumal die Strafandrohung deines Nicknames mit dem meinigen fast identisch ist ;-)

Für einige Leser ist dein "Lieblingsthema" sicher ein interessanter historischer Exkurs, für mich selber nur teilweise, da ich durch meinen ersten Gitarrenlehrer zumindest musikalisch mit dem Geist der 60er sozialisiert wurde; hab mich dazu anlässlich Hendrix' 40. Todestag hier im "Freitag" schon mal geoutet:
www.freitag.de/community/blogs/oxnzeam/der-himmelskuesser

RE: Zunehmender Narzissmus in den Pop-Lyrics | 18.05.2011 | 15:07

Ich denke auch, Mabli, dass man solche Studien nicht zu hoch hängen sollte. Unter einem "signifikanten Trend" ist ja zunächst nicht mehr zu verstehen als eine zwar erkennbare, aber vielleicht nur kleine Abweichung von einer Norm bzw. einer Statistik (die sich ja problemlos mit gewünschten Beispielen unterfüttern lässt).
Dazu kommt, dass die Unis in den USA stärker als bei uns Fördergelder einfahren können, wenn sie mit ihrer Arbeit "pragmatisch" Verwertbares generieren.
Und ja, "Narzissmus" ist sowohl ein in individualpsychologischer wie auch soziologischer Hinsicht viel zu komplexer Begriff, als dass er sich durch die Analyse von Moden und einzelnen Konsumerscheinungen fassen ließe.
Das Thema "Narzissmus" lässt sich aber vielleicht auch im "Freitag" einkreisen, wenn man seine Aspekte essayistisch in verschiedenen Blogs ausleuchtet. Hatte dazu kürzlich hier schon mal einen anderen geschrieben:
www.freitag.de/community/blogs/oxnzeam/narzissmus-und-moralischer-selbstbetrug

RE: Gier macht einsam | 04.05.2011 | 15:20

ja, liegt schon über 20 Jahre zurück, Oscar war 1990, hab den Film damals im Kurzfilmprogramm "Songlines" im hiesigen Programmkino gesehen. Aber der Film is ja (wie jede große Kunst) zeitlos und wird im Bonner "Haus der Geschichte" am Ausgang sogar in einer Endlosschleife gezeigt.
Bei Arte-KurzSchluss laufen allerdings eher selten solche Klassiker, meist graben die Neues aus, und auch oft von annähernd solcher Qualität.

RE: Žižek an der FU: "Ich setz mich lieber an den Rand" | 04.04.2011 | 14:54

Kannst du wenigstens das alte Quatsch-Video aus dem Beitrag nehmen, Sebastian? Wenn von Zizeks Berliner Auftritt schon kein Mitschnitt vorliegt, hätte man für einen "visuellen Eindruck" wenigstens was zeitnahes einstellen können. Wie etwa Freitags-Kollegin Christine Käppeler ihre Übersetzung eines Žižek-Portraits (von Sean O’Hagan im Guardian) unter dem Titel “Playboy der Linken” im “Freitag” damit garnierte:
www.youtube.com/watch?v=gh12v2TQt5g

RE: Neues vom Robo sapiens | 02.04.2011 | 14:37

Hallo Angelia,
ja, das Thema wird uns nicht mehr loslassen, und ich bezweifle, dass ethischen Bedenken uns Zauberlehrlinge am neugierigen Rumbasteln hindern. Das von dir erwähnte Zitat hat Metzinger kürzlich bei "Scobel" nochmal hübsch aphoristisch verdichtet:
“Die Erschaffung künstlicher Selbstmodelle würde auch künstliches Leiden erschaffen. Wir sollten uns darauf einigen, dass wir die Gesamtmenge des Leidens im Universum nicht künstlich erhöhen sollten.”

Um diese Thematik geht's auch bei dem experimentalphilosophischen Projekt “Die Untoten. Life Sciences Pulp Fiction.”, das unter den Fittichen der Kulturstiftung des Bundes vom 12.-14. Mai in Hamburg stattfindet. Der Freiburger Bioethiker Oliver Müller ist einer der künstlerisch-wissenschaftlichen Leiter und stellt die Hintergrundüberlegungen in Form eines kurzen Essays vor:
oxnzeam.de/2011/03/28/wer-bin-ich-fur-welche-maschine/

RE: Schlicht sind Säufer nie | 22.02.2011 | 23:24

Danke fürs Blümchen, Koslowski - die whiskysüffigen "Taylors" heben sich übrigens auch, was ich vergessen habe im Artikel zu erwähnen, als Form des "Regionalkrimi" deutlich von ihren hiesigen heimattrunkenen Verwandten ab, die mir die Leut regelmäßig in den Briefkasten tüten ;-)

RE: Wie Schopenhauer auf den Atman kam | 18.02.2011 | 13:20

Dieser Essay hat grad des "Papperl" der Jury vom Wissenschafts-Café als Top-Beitrag zur "Blogauslese 2010" bekommen; mehr dazu und den lesenswerten anderen Preisträgern:
www.wissenslogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2011-02-17/wissenschaftsblog-auslese-2010-die-preistr-ger

RE: Jesus floh nach Kaschmir | 29.12.2010 | 13:29

Die Hypothese, Jesus sei (auch) ein Buddhisten-Schüler gewesen, kursiert ja schon seit ein paar Jahrhunderten in diversen 'Ketzerkreisen'. Dabei wird immer wieder an dem Gerücht geköchelt, Jesus von Nazareth sei in der Zeit, in der er in der Bibel keine Erwähnung findet, in Indien und Tibet gewesen. Und nach seiner vermeintlichen Kreuzigung im unbewachten Grab aufgewacht und einfach ausgebüchst - wieder zurück in den Goldenen Osten.
Viele Freizeitforscher und publicity-beflissenene “Wissenschaftler” schließen aus Reiseberichten, dass im Himalaya tatsächlich ein blonder (!) Langhaar- und Bart-tragender Wanderprediger aus Palästina als “Issa” bekannt sei und buddhistisches Gedankengut in seine monotheistische Lehre übernommen hätte.
Dummerweise seien die beweismassigen Originaltexte aus dem 2. Jahrhundert in einem buddhistischen Kloster im Gebirge Ladakhs eingelagert, zu dessen Bibliothek nur ein alter Mönch Zugang habe, der aber nur alle 5 Jahre den beschwerlichen Weg dorthin auf sich nehme und eine Terminabsprache mit ihm halt irgendwie nicht möglich sei. Verschwörungstheoretiker gehen allerdings davon aus, dass sich der Vatikan in einer Geheimaktion Ende des 19. Jahrhunderts der blasphemischen Dokumente bemächtigt habe, nachdem ein russischer Offizier namens Nikolai Notawitsch diese bei einer “Forschungsreise” gefunden habe (offenbar des ‘Sanskrit’ mächtig…).
Kürzlich ist in Kashmir auch noch ein unbekanntes Grab ausgebuddelt worden, das dem Nazarener zugeordnet wird - leider ohne verwertbare DNA-Spuren, aber für eine einträgliche Pilgerstätte braucht’s die ja bekanntlich nicht ;-)
Der “Discovery-Channel” hat dem Thema eine Doku gewidmet, die immer wieder in den “Kulturkanälen” rotiert (u.A. bei “Phoenix”) und - egal ob Fake, Verschwörungstheorie oder Glaubensrevolution - recht amüsant anzusehen ist.

RE: Die Ökonomie des Glücks | 02.12.2010 | 20:15

Freut mich, Joachim, dass du ein paar Assoziationsbällchen aufgenommen und weitergespielt hast.

RE: Die Ökonomie des Glücks | 02.12.2010 | 18:45

Grad gesehen, dass “Scobel” sich heut Abend (2.12.) auch mit dem Thema beschäftigen wird. Sein Titel: “Wege zum Glück”, auf 3sat ab 21.00h.