oxnzeam

Notizen, Essays und Rezensionen zu Kultur, Medien, Literatur und Gegenwartsphilosophie
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RE: Und, was machst du schönes? | 16.11.2010 | 12:54

Das Erstaunlichste an der Partnersuche: Herzen haben keinen Verstand und können sich dennoch irren

RE: Wie man einen fetten Literaturpreis gewinnt | 08.11.2010 | 22:24

Deine Vermutung hat sich bestätigt, Houellebecq hat den Prix.
Und ja, es lohnt tatsächlich, ihn zu lesen, auch die deutsche Verfilmung seiner "Elementarteilchen" (Regie Oskar Roehler) ist sehenswert - Moritz Bleibtreu erhielt dafür übrigens den "Silbernen Bären" als bester Darsteller.

RE: Der halbierte Bürgersteig | 05.11.2010 | 19:08

Na immerhin hat das Auto als Statussymbol in der Jugendkultur schon mal ausgedient...

RE: Eine Laudatio auf den Erfinder des Deutschrock... | 28.10.2010 | 16:06

Nix gegen Lindenbergs Verdienste um die Popularisierung der deutschen Rockmusik, aber er ist weder der "Erfinder des Deutschrock" noch hat er "die deutsche Sprache in die bis dahin englischsprachige Welt des Rock eingeführt", auch wenn das in der Wikipedia ähnlich falsch dargestellt wird.
Los gings eigentlich mit "Ihre Kinder", die auf dem 1968 gegründeten ersten deutschrockigen Plattenlabel "Kuckuck" (München) veröffentlichten; kurz danach reüssierten "Floh de Cologne", Deuter" und neben vielen anderen heut vergessenen auch Rio Reisers unvergessliche "Ton Steine Scherben".
Bereits Anfang der 70er, als Lindenberg noch im Hintergrund bei Doldinger trommelte, erschien ein rückblickender Doppel-LP-Sampler mit dem Titel "DeutschRock". (Da war übrigens auch das famose "Lied des Teufels" von "Hanuman" drauf, fall sich noch jemand an diese musikalisch und textlich allerfeinste Sahne des Deutschrock erinnert.)
Das war die Schule für Udo Lindenberg, der sich mehrmals ausdrücklich auf "Ihre Kinder" als Vorbilder berief, und ihm ist dann gelungen, Rock mit deutschen Texten endgültig im Mainstream zu etablieren und den Weg für viele deutsche Rockmusiker wie etwa "Klaus Lage", "Nena" oder "Extrabreit" auch kommerziell gangbar zu machen.

RE: Wissenschaft absurd: Reagenzglasbabyhaut trifft Raucherschweiß | 28.09.2010 | 21:18

Zur Kinderbetreuung in Innenräumen gibts schon lang die rauchabsorbierende Magnetband-Perücke von BASF...

RE: Der Himmelsküsser | 18.09.2010 | 20:27

Stimmt wohl, lieber Zelotti, dass man ohne emotionalen Zugang zu dieser Zeit manche Hypes nicht nachvollziehen kann, aber mit 'idiosynkratisch' hast du daneben g'langt, denn Hendrix' Art zu klampfen hatte sich schnell zu einem spieltechnischen Mem für ein großes Gitarristenkollektiv entwickelt. Mit ein Grund war, dass er musikalisch gesehen in seinen Soli meist die Trampelpfade der auf Blues-Pentatonik aufgebauten Rockmusik verließ und so ziemlich als Erster phrygische, lokrische und mixolydische Scalen reinschraubte. Die Bendingmöglichkeiten auf der Strat erlaubten zudem ein improvisatorisches 'outside'-spielen, das vorher so nicht im Repertoire war.
Alles nicht ganz unwichtig für die Weiterentwicklung der Rockmusik (und auch des E-Gitarrenbaus).
Wollte mit dieser kleinen Hommage aber eigentlich nicht aufs Fachsimpeln hinaus ;-)

RE: Das Sommer-Ferienrätsel: Die Logik des Schweigens | 16.09.2010 | 16:41

Das Rätsel ist gelöst und unsere kleine Glücksfee aus der Nachbarschaft hat unter mehr als 100 richtigen Zusendungen die drei CD-Gewinnerinnen rausgefischt.
Wer's genauer wissen will: oxnzeam.de/2010/09/16/losung-des-sommer-ferienratsels/

RE: Unsere tiefe Sehnsucht nach dem Mystischen | 15.09.2010 | 14:28

Es stimmt, dass man mit NLP übelsten Missbrauch betreiben kann und einige 'Techniken' daraus auch mehr der Scharlatanerie als der Psychotherapie zuzurechnen sind. Aber, lieber GeroSteiner, ohne weitere Kommentierung entstünde hier der Eindruck, NLP sei per se Teufelszeug - man kann manches daraus auch sinnvoll einsetzen; ich verwende selber seit vielen Jahren beispielsweise 'reframing' und 'future-pacing' im pädagogischen Coaching bei (schwierigen) Jugendlichen - wenn genügend Zeit is, geht da auch was, vor allem hinsichtlich der Bereitschaft, sich (selbst)kritisch und (selbst)bewusst mit dem 'Ernst des Lebens' zu beschäftigen.
A paar Basis-Infos zu NLP:
www.coaching-kiste.de/nlp.htm

RE: Unsere tiefe Sehnsucht nach dem Mystischen | 13.09.2010 | 16:34

Hm, konnte bisher weder erkennen, dass wir in einer "zivilisierten, aufgeklärten, rational erklärbaren Welt" leben noch dass "unser Leben planbar, berechenbar geworden" ist.
Zum eingebildeten Wirklichkeitgehalt der subjektiven phänomenologischen Wahrnehmung und der daraus folgenden solipsistischen Weltinterpretation unserer Primatenart hat's Lichtenberg (auch schon ohne Kenntnis moderner Hirnforschung, des Buddhismus und der Quantenphysik) mit "Wir irren stündlich" auf den Punkt gebracht; und Schreibenden zu diesem Thema empfahl Ludwig Hohl: "Wer den Unterschied zwischen Wirklichkeit, der Realität und DEM REALEN nicht kennt, ist am Stammtisch besser aufgehoben als am Schreibtisch."