p.maxwell

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RE: Von der Kanzel ins Kapitol | 19.01.2021 | 11:19

Ein passendes Beispiel für " Weg - lass - Presse "

Selbst der " Guardian " ist, zumindest mit diesem Autoren, Teil der " Weg - lass - Presse ", denn die letztendlich enscheidenden Aktionen um die Kandidatur von Reverend Raphael Warnock werden mit keinem Wort erwähnt.

Warnock trat in seinem Wahlbezirk gegen ein, in finanzieller Hinsicht gegen ein wirkliches Schwergewicht an; Kelly Loeffler, die reichste US Senatorin in den USA.

Dennoch, trotz allem Geldes und präsidialer Unterstützung aus Washington verlor Loeffler auch die Stichwahl gegen Warnock.

Vorangegangen war ein Wahlkampf dessen Hauptthema plötzlich der Staat Israel war.

Raphael Warnock hatte es nämlich gewagt, als es noch ein Politiker war, die israelische Besatzung und des damaligen Gaza Krieges zu kritisieren.

Damit sah er sich einer Kampagne ausgesetzt, die sich der bekannten Instrumente bediente. Er sei ein radikaler Israel Hasser und Antisemit. Kelly Loeffler behauptete: " he “sided with terrorists who hate America and would destroy Israel...".

Warnock sah ein, dass er gegen diese Kampagne und die Hintermänner keine Chancen hätte und machte einen " flip flop ".

Er entschuldigte sich öffentlich für seine Äusserungen, schrieb eine OPED im " Jewish Insider ", veröffentlichte Anti BDS und Pro Israel Military Aid Schreiben und tat sich mit den Democrat Majorty For Israel ( DMFI ), Pro Israel Lobby Gruppe der demokratischen Partei, zusammen.

Natürlich wissen alle, dass er dass nur aus wahltaktischen Gründen tat, aber alle wissen nun auch, unter wessen Kontrolle er steht.

RE: Wer nennt hier wen Antisemit? | 17.12.2020 | 20:45

Sindn wir doch ehrlich, es geht weder der israelischen Regierung, noch den deutschen Mainstreammedien um die Bekämpfung von Antisemitismus, sondern nur um die Abwehr jeglicher Kritik am zionistischen Siedlungsprojekt. Der vermeintliche " Kampf gegen Antisemitismus " wird vor dem Hintergrund des Holocaust immer wieder als Disziplinierungsmassnahme benutzt, wie ein israelischer Diplomat 2015 offen bekundete. Haaretz 25.6.15 -Israeli Diplomat in Berlin: Maintaining German Guilt About Holocaust Helps Israel

Wie ich die obige Aussage begründe?

Als Felicitas Langer, Holocaustüberlebende, Menschenrechtsaktivistin und Bundesverdienstkreuzträgerin, 2018 in Tübingen verstarb, hat KEIN, ja, wirklich, nicht eines der MSM, ihren Tod vermeldet. Offensichlicher Grund lag in ihrer zu " Palästinenser-freundlichen " ( wikipedia ) Haltung, also ihrem Engagement für die Rechte der Palästinenser unter israelischer Okkupation.

Die pro-zionistischen Gruppen sind hier und weltweit hervorragend vernetzt und erhalten dazu noch finanzielle, logistische und technische Hilfen durch den Staat Israel. Das Ministerium für strategische Angelegenheiten koordiniert den Kampf gegen die BDS Bewegung weltweit.

Wie das funktioniert ist in der investigativen Doku " The Lobby - USA " zu sehen.

Die erste Doku des Teams " The Lobby " zeigte, das ein Mitarbeiter der israelischen Botschaft in London Fäden zog, um einen britischen Politiker zu stürzen. Parallelen zur jüngsten Vergangenheit in GB fallen da wohl nicht nur mir auf.

In der Doku wird auch erklärt, weshalb der Antisemitismusvorwurf immer wieder gezogen wird; " if you can`t figth the message, figth the messanger.

Erstens muss der sich dann rechtfertigen, er verliert an Ansehen und niemand redet mehr über das Thema selbst.

RE: Zwischen Pest und Cholera? | 02.11.2020 | 11:22

Die Autorin bemerkt zu Recht an, das die links - liberalen Medien die Person Joe Biden gerne glorifizieren, ohne seine Vergangenheit kritisch zu beleuchten.

Hierbei scheint, ebenso, wie 2016, der unbändige Wunsch nach einer Niederlage Donald Trump`s Ursache zu sein. Was für viele sicher auch verständlich ist, aber mit Journalismus nur bedingt zu tun hat.

Es zeigt den Zustand der Demokratischen Partei, dass die beiden Hoffnungsträger, Biden und Edwards, um die 80 sind. Das es dann ein altgedienter Parteisoldat wurde, der zwar eine bewegende Biografie hat, die aber auch auf einen Mann hindeutet, der selten einmal Haltung zeigte, sondern sich rigendwie " durchmogelte ", indem er das Fähnchen in den Wind hing.

Das er dennoch grosse Chancen hat, liegt nur an der Schwäche des Gegenkandidaten Donald Trump, in fast jedem anderen Fall, wäre er hoffnungslos unterlegen.

Auch wenn Hillary Clinton es, aus welchen Gründen auch immer, 2016 nicht geaschafft hat, bleibt die realistische Chance auf eine erste US Präsidentin.

RE: „Schulden entlasten kommende Generationen!“ | 30.09.2020 | 19:23

Die Schuldenlast der industriell entwickelten Länder hat sich mit Beginn der 70/ 80er Jahre beinahe exponientiell gesteigert.

Beispiel Staatsverschuldung USA https://www.gold.de/staatsverschuldung-usa/

und, das nicht nur in einem Land, sondern systemisch für alle entwickelten Gesellschaften im Westen.

Staatsverschuldung Deutschland https://www.gold.de/staatsverschuldung-deutschland/

Von Schulden ohne Ende spricht Jens Südekum im Artikel auch nicht, sondern, dass diese in einem bestimmten Verhältnis zum BIP stehen sollte.

Solange die Kredite mit immer wieder, in etwa, gleich teuren Krediten ablösen kann, besteht kaum Anreiz, sich der Schulden ganz zu entledigen.

Bei 16% Zinsen über 10 Jahre vervierfacht sich das eingesetzte Kapital z.B von 5.000 auf mehr als 22.000. Staatlich garantiert, aber auf Dauer nicht gut für die Volkswirtschaft. Zinsrechner - https://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php

Schon bei 7% hat sich Dank dem Zinseszins das eingesetzte Kapital verdoppelt.

Aktuell werden Bundesanleihen bis 2030 mit 0% Zinsen ausgegeben, da das bei Minuszinsen von 2,3% immer noch lukrativ ist.

Die fehlende Kreditnachfrage von Unternehmen kann in der post- industriellen Zeit weniger verwundern. Die Errichtungskosten für ein Stahlwerk sind halt höher, wie mit einem Start-up, wie Facebook etc.

Letztlich sagt Südekum, dass der Dispo bis zur Grenze ausgereizt werden soll.

RE: Israel für alle | 18.07.2020 | 14:15

Die Geschichte der jüdischen Besiedlung ist spätestens mit der 2.Alijah ab 1917 von der klaren Trennung der Arbeitsmärkte gekennzeichnet.

Doch bereits Theodor Herzl schrieb 1895 in sein Tagebuch:

" Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir ihr in den DurchzugsIändern Arbeit verschaffen, aber in unserem eigenen Lande jederlei Arbeit verweigern. Die besitzende Bevölkerung wird zu uns übergehen. Das Expropriationswerk muß ebenso wie die Fortschaffung der Armen mit Zartheit und Behutsamkeit erfolgen.“ "

Es mag zionistische Positionen gegeben haben, welche die Araber Integrieren wollten, aber bereits 1942 wurde das Programm der Revisionisten angenommen, welches 1944 in Bitmore noch verschärft wurde. Hannah Arendt beschreibt dieses Situation in ihrer Kritik am Zionismus - Zionism Reconsidered:

Dies ist ein Wendepunkt in der Geschichte des Zionismus; denn es besagt, dass das revisionistische Programm, das so lange scharf zurückgewiesen wurde, nun am Ende siegreich ist … Dieses Mal sind die Araber in der Resolution einfach nicht erwähnt worden, was ihnen offensichtlich die Wahl lässt zwischen freiwilliger Auswanderung und Bürgerrechten zweiter Klasse …

RE: Lumumbas Vermächtnis | 10.07.2020 | 17:27

In Ostafrika stellt sich die Lage etwas differenzierter dar.

Sicher, daß Deutsche Reich agierte wie jede Kolonialmacht mit Arroganz und Prügelstrafe gegenüber den Afrikanern und während des Maji Maji Aufstands sehr brutal gegen die Stammeskrieger und zehntausende starben, es ist aber ebenso eine Tatsache, daß es ab 1907 zu einem Reform Prozess kam.

Es wurden Schulen gegründet, Bahnstrecken gebaut und, vor allem, wurde das Kiswahili als Amtssprache etabliert. Die gemeinsame Sprache eint nicht nur Tanzania, sondern ist die lingua Franca in ganz Ostafrika.

RE: Lumumbas Vermächtnis | 10.07.2020 | 17:12

Nun, Leopold der Zweite ist zwar deutscher Abstammung, wurde aber in Brüssel, Belgien geboren und kann damit wohl als Belgier zählen.

RE: Lumumbas Vermächtnis | 10.07.2020 | 17:12

Nun, Leopold der Zweite ist zwar deutscher Abstammung, wurde aber in Brüssel, Belgien geboren und kann damit wohl als Belgier zählen.

RE: Lumumbas Vermächtnis | 09.07.2020 | 10:15

Die Geschichte der letzten 150 Jahre ist für die Bewohner des Kongo kontinuierlich von Gewalt, Mord und Ausbeutung geprägt und es ist eine Schande, dass Belgien bis heute gebraucht hat, um das wenigstens anzuerkennen.

Dabei spielt wieder eine Konferenz in Deutschland eine Rolle, denn das Gebiet wurde 1884 auf der sogenannten Kongokonferenz Belgiens König Leopold als Privatkolonie zugesprochen, damit er die Werte der christlichen Nationen dorthin bringt und den Sklavenhandel unterbindet.

" What I do there is done as a Christian duty to the poor African; and I do not wish to have one franc back of all the money I have expended. "

Leopold heuerte Morton Stanley an, um das Gebiet zu erforschen, zahlte Lobbyisten, um die Unterstützung von z.B. den USA, Großbritannien und Frankreich zu erhalten und installierte ein System, dem die Hälfte der Bevölkerung, ca. 10 Millionen!, zum Opfer fiel.

War zuerst das Elfenbein Grund der Begehr, brachte der Kautschuk Boom ein Zwangsarbeitssystem zum tragen, das mittels der " Force Public " durchgesetzt wurde. Die Einheimischen mussten Abgabe Quoten erbringen und wenn das nicht geschah, wurden ihre Frauen und Kinder gekidnappt, Dörfer dem Erdboden gleich gemacht und Menschen getötet.

Für den Nachweis der verbrauchten Patronen hatten die Angehörigen der Force Public eine abschlagene rechte Hand vorzuzeigen.

Die Zustände wurden schon zu Beginn der 1890er Jahre durch Shepard und Morel public, die dann unablässig durch Europa und die USA tourten, um Leopold anzuprangern.

Es dauerte aber bis 1908 das der Druck auf Belgien zu groß wurdeund Leopold " seine " Kolonie abgeben musste. Wofür er mit ca. 50 Millionen Franc reichlich für seine Ausgaben entlohnt wurde.

Bezahlt wurde die freilich nicht vom belgischen Steuerzahler, sondern mittels des Kautschuks aus dem Kongo, wo auch nach 1908 die Zwangsarbeit in den Kautschukplantagen betrieben wurde. Diesmal durch den belgischen Staat.

Als Literatur zu diesem Thema empfiehlt sich z.B.:

Conrad - Herz der Finsternis

Hochschild - Schatten über dem Kongo. Die Geschichte eines der großen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen.

Sehenswert ist weiterhin eine investigative DDR Dokumention über Söldner im Kongo zur Zeit Patrice Lumumbas - Der lachende Mann

Das Leiden der Bevölkerung dort hat immer noch kein Ende gefunden. Jetzt terrorisieren bewaffnete Banden das Gebiet. Töten, vergewaltigen 7nd beanspruchen die Herrschaft, denn der Kongo ist reich an Bodenschätzen, vor allem Coltan.

Coltan steckt in all unseren Handies, Smartphones etc. , womit jeder von uns ein Stück der " Kongogräuel " mit sich trägt.

RE: Zwei Staaten, eine Heimat | 07.07.2020 | 19:22

Eine Annektion von Teilen des WJL würde doch nur eine de facto bereits bestehende Situation in eine de jure Realität überführen.

All das Reden der letzten Jahre und das verzweifelte Wiederholen des Mantras einer " 2 Staaten Lösung ", offenbarte doch nur die Hilfslosigkeit der internationalen Gemeinschaft.

Dabei war bereits seit Ende des 67er Krieges klar, das Israel das Jordangebiet nicht/ nie freiwillig aufgeben wird. Nun mit Trump als Präsident, Sheldon Adelsonˋs " Perfect Little Puppy ", wird die Annektion kommen. Vielleicht auf leisen Sohlen, aber Israelˋs Rechte wird nicht locker lassen und es letztendlich durchsetzen. Wer könnte etwas dagegen unternehmen?Die Politiker vieler Länder, wie auch in Deutschland, haben sich gegen jegliche Sanktionen ausgesprochen und damit selbst politisch kastriert.