p.maxwell

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p.maxwell
RE: Zwei Staaten, eine Heimat | 07.07.2020 | 19:22

Eine Annektion von Teilen des WJL würde doch nur eine de facto bereits bestehende Situation in eine de jure Realität überführen.

All das Reden der letzten Jahre und das verzweifelte Wiederholen des Mantras einer " 2 Staaten Lösung ", offenbarte doch nur die Hilfslosigkeit der internationalen Gemeinschaft.

Dabei war bereits seit Ende des 67er Krieges klar, das Israel das Jordangebiet nicht/ nie freiwillig aufgeben wird. Nun mit Trump als Präsident, Sheldon Adelsonˋs " Perfect Little Puppy ", wird die Annektion kommen. Vielleicht auf leisen Sohlen, aber Israelˋs Rechte wird nicht locker lassen und es letztendlich durchsetzen. Wer könnte etwas dagegen unternehmen?Die Politiker vieler Länder, wie auch in Deutschland, haben sich gegen jegliche Sanktionen ausgesprochen und damit selbst politisch kastriert.

RE: Falsches Signal | 06.07.2020 | 17:56

Offensichtlich können oder wollen Sie nicht verstehen. Zur inhaltlichen Kritik reicht es nicht ein " Blödsinn " an den Anfang zustellen, um darauf ein Zitat zu bringen und dann mit den Worten zu enden: dem ist nichts hinzuzufügen.

Wenn das Ihre Vorstellung eines Diskurses sein sollte, ist er in seiner Schlichtheit, zumindest für mich, schon wie die " Bild ".

RE: Falsches Signal | 05.07.2020 | 21:30

Sorry, aber aber Kommentare, wie der Ihre, der in herabwürdigender Weise Andere verunglimpft, ohne sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen, sind eine Zumutung auf "Bild " Niveau.

Für den " Rassebegriff " der Nationalsozialisten sind nicht nur 6 Millionen Juden getötet worden, sondern auch Millionen Slawen, sowie zig tausende Roma.

Es ist meineserachtens mehr als zweifelhaft, ob wir deren Andenken gerecht werden, indem wir die Konstruktion des Grundbegriffs von etwas, das es ja gar nicht gibt, weiter benutzen.

RE: Dezent scharfe Worte vom Nachbarn | 04.07.2020 | 16:23

Jordanien sollte sich auch Sorgen machen, denn der revisionistische Zionismus, wie er von Netanjahu s Likud vertreten wird, beansprucht ein Israel zu BEIDEN Seiten des Jordans.

Religiöse Siedler, die ihren Anspruch auf dieses Gebiet mit der Thora begründen, werden sich sicher finden lassen.

RE: Unser Rassismus | 28.06.2020 | 19:41

Die ganze Diskussion über " People of Color " ist irritierend. Warum ist " Schwarze/r " bzw. " Weisse/ r " ok, aber " Farbige/ r " falsch?

Und, sind " Schwarze " dann auch " PoC "?

Siehe dazu " Wired.com " - What We Get Wrong About ‘People of Color’

RE: Ihr Jahrhundert | 25.06.2020 | 09:40

Ganz gute Ausstellung, die durch die Fotos von Hans Jonas eine tolle Fotoausstellung ist.

Natürlich ist es einer Ausstellung nicht möglich dem gesamten komplexen Werk von Hannah Arendt gerecht zu werden, aber es werden Eckpunkte geliefert, die der geneigte Besucher dann selbst vertiefen kann.

Leider umkurvt die Ausstellung, weshalb Hannah Arendt in Israel eine " persona non grata " ist.

Ihre Abwendung vom Zionismus wird zwar erwähnt, aber nicht erklärt, was seltsam anmutet, da ihre Hinwendung zu selbigem mehr Raum erhielt.

Das auch Hannah Arendt mitunter auch, im besten Fall, seltsame Äusserungen von sich gab, zeigt sich im USA Raum, wo, u.a., ein Zitat an der Wand zu finden ist, indem Arendt die USA sinngemäß als das Land der Freiheit und Gleichheit Aller , bezeichnet.

Dennoch ist die Ausstellung absolut sehenswert.

RE: Am Jordan droht Chaos | 18.06.2020 | 22:34

"...Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen..."

Tagebucheintrag von Theodor Herzl, 1895

Wenn Sie nochmals aufmerksam lesen, wird Ihnen auffallen, dass nur von Herzl, aber nicht von " Der Judenstaat " gesprochen wird.

Sie haben Recht, wenn Sie darauf aufmerksam machen, dass Herzl einen Judenstaat auch in Argentinien oder später auch in Uganda genommen hätte. Doch mit seinem Tod und der Übernahme des Zionismus durch die Misrachi wurde ausschließlich Palästina das alleinige Ziel.

RE: Am Jordan droht Chaos | 18.06.2020 | 06:32

Wer wirklich über die Annektionspläne verwundert ist, hat den Zionismus und seine Ziele einfach nicht begriffen.

Zionismus bedeutet die jüdische Besiedlung des durch G*tt versprochenen Landes. Wobei sich für die durch Netanjahu`s Likud vertretenen revisionistischen Zionisten dieses Land zu beiden Seiten des Jordan erstreckt.

Ein Palästinenserstaat ist genau das, was der Likud und alle Parteien rechts davon, unbedingt verhindern wollen. Selbst den Rumpfstaat, der Ignatz Rabin vorschwebte, ist ihnen zuwider und seit den 60er Jahren ist die Verhinderung eines solchen Staates offizielle Likud Politik.

Wobei das nicht ganz korrekt ist, denn den Palästinensern werden Teile des Sinai als Staat angeboten. Natürlich aber dennoch entmilitarisiert. Der " Transfer " der nicht-jüdischen Bevölkerung ist bereits bei Theodor Herzl zu finden und wird immer wieder offen innerhalb der rechten? Parteien diskutiert.

Das Israel damit ein quasi Apartheidstaat wird, werden muss, wird zwar offiziell verleugnet, aber nur noch von den pro-zionistischen Unterstützergruppen, die ihre Hasbara Argumentation direkt vom Ministerium für stragtegische Angelegenheiten erhalten. Siehe dazu die investigative Dokumentation: " Die Lobby " und vor allem " Die Lobby - USA ".

Von Interesse wird die Reaktion der europäischen Länder sein, vor deren Auge ja die Besiedlung erfolgt und die immer noch von einer 2 Staaten Lösung träumen.

Eine offizielle Annektion sollte Europa zum handeln zwingen, wenn alle Werte, so offen mit Füssen getreten werden.

Doch Sanktionen gegen Israel wird es eher nicht geben, da das einstimmig beschlossen werden müsste und der Staat Israel starkes Lobbying, z.B. in Ungarn, Polen betrieben hat.

Und, Deutschland? Wo der Staat Israel ja " Staatsräson " ist?

Es wird sicher wieder viele Stimmen geben, die diesen Schritt als " nicht förderlich für Frieden " bezeichnen werden, um dann wieder zum Alltag zurückzukehren. Jeder Politiker, der sich gegen eine Annektion äussert, ist damit gegen die Ziele des Zionismus und nach der IHRA Definition damit auch ein Antisemit.

Eine israelische Annektion lässt als Folge eigentlich nur noch EINEN Staat für alle seine Bewohner,mit gleichen Rechten und Pflichten, zu. Zuvor allerdings werden wir ein anachronistisches Stück Geschichte erleben - einen Siedlerstaat auf rassischer Basis.

RE: Spät, aber nicht zu spät | 02.01.2017 | 08:39

offensichtlich haben viele menschen immer noch nicht das wesen des zionismus erkannt. was seltsam ist, da die ziele, die besiedlung des landes zwischen jordan und mittelmeer und eine sichere mehrheit der juden dort, lange bekannt sind.

wladimir jabotinsky - die eiserne mauer ( wir und die araber ), 1923

" Eine freiwillige Übereinkunft ist deswegen undenkbar. Und deswegen können diejenigen, die eine derartige Übereinkunft als Conditio sine qua non des Zionisumus ansehen, schon jetzt „ non „ sagen und vom Zionismus abschied nehmen. D i e z i o n i s t i s c h e K o l o n i s a t i o n m u ß m a n e n t w e d e r e i n s t e l l e n o d e r s i e g e g e n d e n W i l l e n d e r e i n h e i m i s c h e n B e v ö l k e r u n g w e i t e r f ü h r e n. Sie kann dabei nur unter dem Schutze einer von der einheimischen Bevölkerung unabhängigen Macht – einer eisernen Wand – die die einheimische Bevölkerung nicht durchbrechen kann, weitergeführt und entwickelt werden. "

die annektion des area c des wjl wird bereits in der regierung netanjahu diskutiert und gesetzlich vorbereitet; settlement regulation bill.

die weltgemeinschaft muss sich jetzt darüber klar werden, wie zionistisch sie sein will oder sich wieder ihrer humanitären grundlagen erinnern.

RE: Catch me if you can | 30.06.2016 | 11:08

wie der autor zu seiner einschätzung zu donald trump kommt, dass " man weiß, was er will ", bleibt mir schleierhaft und unbelegt. was will donald trump, ausser präsident zu werden und amerika wieder " gross " zu machen?

donald trump hat in den letzten wochen so viele " flip flops " hingelegt, dass wohl niemand mehr wirklich weiss, wofür er eigentlich steht. ( z.b. waterboarding/ folter, " neutraler vermittler " im israel/ palästina konflikt, wahlkampfspenden von sheldon adelson )

eigentlich ist der verlust der glaubwürdigkeit durch " umfallen " der super gau für einen präsidentschaftskandidaten. mal sehen, wie donald trump damit umgeht und, wichtiger, die us wähler entscheiden.