RE: Kritisiert, gelobt, vereinnahmt | 17.11.2011 | 23:42

Hallo Herr Voigts,

Ihrer Antwort entnehme ich, dass Sie sich mit vielen, der von uns angesprochenen Themen, nicht wirklich auseinandergesetzt haben oder? Ich gestehe Ihnen aber zu, dass unsere Bundeswebseite derzeit noch nicht dafür ausgelegt ist, auch dem Durchschnittsbürger unser Programm näher zu bringen. Daran arbeiten wir momentan.
Dort wird auf jeden Fall klarer Bezug dazu genommen, warum wir gegen die EU (nicht Europa) in ihrer jetzigen Form sind. Wenn Sie Demokratie schätzen, dann frage ich mich, warum Sie den ESM nicht hinterfragen oder anprangern oder ist er etwa zum Vorteil der Menschen Europas? Oder sind Sie ein Befürworter der Todesstrafe, so wie diese im Lissabonvertrag wieder eingeführt wurde?

Auf der neuen Seite der pdv Baden-Württembergs werden wir ebenfalls detaillierter auf die Österreichische Schule eingehen (natürliche Ordnung / Mises, Hayek), denn uns ist durchaus bewusst, dass dies erklärungsbedürftig ist. Freie Märkte bedeuten nämlich nicht, dass ein jeder tun und lassen kann, was er will.
Volk: unsere Vorstellungen von direkter Demokratie gehen in Richtung Schweiz. Sind Sie der Meinung, dass dieses Land schlecht regiert wird oder Entscheidungen getroffen hat, die allen schaden? Selbstverständlich kann man bei der einen oder anderen Abstimmung anderer Meinung sein. Aber das ist immer noch besser, als wenn gegen das Volk, gegen die Bürger eines Landes regiert wird, so wie das hier größtenteils der Fall ist. Denn genau aus solchen Gründen erwachsen extreme Parteien, egal von welchem Flügel. Und da wir bei diesem Thema sind, könnten wir auch gleich noch auf Afghanistan zu sprechen kommen. Sie glauben also, dass die Mehrheit der Bürger falsch liegt, wenn Sie die Auffassung vertritt, dass wir unsere Freiheit nicht am Hindukusch verteidigen?
Wenn ich die Bürger eines Landes bewusst nicht aufkläre, im Dunkeln lasse oder schlicht anlüge, dann braucht man sich auch nicht wundern, dass teilweise eine deutliche Diskrepanz zwischen "Herrschenden" und "Untertanen" entsteht. Für uns als pdv Anlass genug, sich dafür einzusetzen, dass sich das ändert - das beginnt schon in den Schulen.

Man mag zum Kopp-Verlag stehen, wie man will. Auch ich finde dort Artikel, mit denen ich nicht übereinstimme. Na und, dies passiert mir beim Spiegel, bei der Bildzeitung oder Zeit genauso. Der einzige Unterschied besteht darin, dass die so genannten Mainstream-Medien so dargestellt werden, als wäre es die einzige Wahrheit. Der Kopp-Verlag stellt dies in vielerlei Hinsicht anders da. Mal mehr mal weniger korrekt. Aber immer noch besser wie Zensur. Es kann natürlich sein, dass Sie auch hier die Meinung vertreten, China handhabt das eindeutig besser.

Die pdv wird sicherlich auch Mitglieder haben, die konservativer eingestellt sind, keine Frage. Ganz sicherlich spricht aber unter Garantie kein Geert Wilders auf unseren Veranstaltungen!
Und für Interessierte, die sollen sich einfach mal in der CDU umschauen (Panorama, ARD, Sendung im Jahre 2009), wer da alles so Mitglied ist ;-)

RE: Kritisiert, gelobt, vereinnahmt | 11.11.2011 | 23:24

Hallo Herr Voigts,

ich bin Mitglied der Partei der Vernunft Baden-Württemberg und bin eigentlich begeisterter Leser des Freitags. Das hängt u.a. damit zusammen, weil hier durchaus Themen kritischer hinterfragt und aufbereitet werden, als in vielen Mainstream-Medien.
Desto ertaunter war ich nun, als ich hier unseren Parteinamen im Zusammenhang mit Rechtspopulismus lesen musste. Mich würde interessieren, wie Sie zu dieser Einschätzung gekommen sind? Wo beginnt eigentlich Rechtspopulismus, wer definiert das oder ist es einfach ein Begriff, der als Totschlagargument genutzt wird?

In der Tat werden in unserer Partei Themen und Sachverhalte offen angesprochen, denn nur so entsteht ein wirklicher Diskurs und Meinungsaustausch. Was wir ablehnen ist die so genannte Political Correctness, die nämlich zu weniger (Ideologie), anstatt mehr Demokratie führt.
Ich würde mich freuen, wenn Sie auf der Bundesseite der pdv einen Blick in unser Programm werfen und hier ggf. eine Antwort posten, womit Sie in diesem Bezug ein Problem haben. Uns ist durchaus bewusst, dass unsere Programm weit über das hinaus geht, was ansonsten von politischen Parteien gewohnt ist.

Gruß
Florian Elischer