RE: Was Männer krank macht | 07.11.2020 | 08:23

zu ihrem artikel über den „weltmännertag 2020“

wenn sie schreiben : „sie haben ruinöse jobs, trinken und rauchen mehr und gehen seltener zum arzt“:

ann reden sie doch wohl sicher über: frauen? -- ! nein, leider, tun sie nicht.

doch, bitte reden sie über die frauen, die sich aufbrauchen für männer, kinder, jobs – fürs überleben, sollten sie es z.b. wagen, den sicheren hafen einer ehe zu verlassen, oder den fehler gemacht zu haben, diesen hafen per se niemals angesteuert zu haben. und sie reden doch sicher auch, über den unbezifferbaren anteil an der pflege; an der pflege der männer und anderer menschen : "modern" gesagt: sie reden über systemrelevanz. oder?

frauen kämpfen: für anerkennung, dafür ihren kopf einsetzen zu dürfen, dafür nicht etwas beweisen zu müssen, was sie „ausser frau“ sonst noch sind. sind bei bedarf ohne überstundenregelung 24 h im dienst. für kinder und familie, organisieren alles und immer: um männer zu entlasten. ertragen der lärm der zeit, die hektik des alltags, nehmen die sorgen der umwelt auf...

frauen – finden zu oft schwerer eine normale erwerbstätigkeit, können sie keine hoch dotierten abschlüsse oder ein lückenloses arbeitgeberzeugnis, eine eigene patentanmeldung oder nominierung für einen staatspreis vorweisen.

sie ruinieren sich, werden aufgezogen im glauben, eben eine frau zu sein. nicht im verständnis darauf, ein mensch zu sein. das liegt selten an den müttern: meistens am system.

und es gibt leider verdammt viele frauen, die diesem druck nicht stand halten, weil sie keinen finden, der sie hält, und es sicher zu viele gibt, die sich an der flasche festhalten. der versteckte alkoholismus bei frauen liegt vermutlich viel höher, als bekannt. warum? weil man sich nicht gepflegt mit seinen kumpels in der kneipe betrinken kann und dabei den männlichen chauvie raushängen lassen kann, wenn man daheim allein auf die kinder aufpasst, während der mann in der kneipe...! und die frauen stehen auch hier ihren mann.

der mann kümmert sich um die wirtschaft, kümmert und sich freut: wenn´s essen auf dem tisch, und die wäsche im schrank ist, der boden sauber, und die einfahrt gekehrt, die kinder ihn stürmisch begrüßen und ihm dann die wohlverdiente ruhe auf dem sofa bei der tagesschau geben, die frau hat auch dafür: volles verständnis:

frauen die müde sind,

verlieren gerne mal den alten sex-appeal: da sollte dann auch verständis für die geliebte gelebt werden.

so – warum genau leben eigentlich frauen im durchschnitt länger als männer: vielleicht, weil es die natur so wollte. weil frauen einfach mehr aushalten? weil männer ohne frauen nicht und nie so weit kommen, wie sie sind. wissen kann ich das nicht, aber die vermutung liegt nahe.

männer sind die super-spreader ihrer dna – wie oft kommt es denn schlicht nur zur besamung und dann ist ereh weg. da ist doch evolutionsbedingt egal, wie lange er lebt. den kern-job seines lebens hat mann damit geleistet!

sätze wie „hinter jedem erfolgreichen mann steht eine starke frau“ – sie haben wohl ihre berechtigung.

mythos der maskulinität. ja – ein mythos. dem zu gerne die klare heroisierung der männer folgt.

ich selber: bin froh, frau, mutter und ehefrau – und das ganz bewusst: zu sein!

.sarah. kretschmer.