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Digital/Monolog Einige ausschweifende Betrachtungen zur scheinbaren Berechenbarkeit des Lebens über den Weg der Marktwirtschaft
Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

''There will be other words some other day...''

Billy Joel, Famous last words

Wie kann ich eigentlich jemanden per Befehl dazu auffordern, etwas zu mögen? Würden wir das nicht dumm nennen? Und doch sind es ja Millionen von Menschen, die andere digital dazu auffordern, etwas zu mögen! Es mögen zu sollen! Und es danach wie eine Krankheit zu verbreiten. Der Werbe-Imperativ findet universale Verbreitung. Aber ich möchte ganz anders anfangen:

Es gibt eine Lücke in unserem Begreifen der Welt und unserem Sprechen von ihr, die wir noch gar nicht beschrieben haben, die aber jeder instinktiv bereits verspürt (wie man alles nur verspürt, bevor es auf den Begriff gekommen und dadurch unserem Verstand zugaenglich ist) und diese Lücke ist unser neu entstehender Bezug zu der Welt, in der wir leben und an der wir ''weben'' und die wir zunehmend nicht mehr verstehen: der unaufhaltsam-dynamische Einzug des ''Digitalen'' in die ''analoge'' Welt...

Der Modus ''offline'' wird zunehmend nicht mehr verstanden oder nur noch eine Pose sein, eine bemühte Haltung, mit der man sich selbst irgendwie weis machen will, dass es noch eine Zuflucht aus der Dauerüberforderung durch die ''digitale Welt'' und ihre bunten Zudringlichkeiten gibt. Stecker raus und das Bewusstsein weilt wieder eine Weile in analoger Ruhe? So hat man Ende der Neunziger gedacht. Aber es ist nicht mehr so einfach und wird auch nie wieder so einfach sein. Aber blicken wir erst einmal zurück...

In den Zeiten vor dem Internet, war alles, wie es nun eben war: die greifbare Welt. Jeder Rückgriff auf das Wissen um die Welt war stofflich und aufwendig und steinig: die sperrigen Wissensspeicher wollten erst einmal befragt sein. Auch in den alten Zeiten war das Wissen schon externalisiert (also nicht vorwiegend in den Köpfen der Menschen, auch im Gehirn des klügsten Gelehrten war kein universales Wissen vorzufinden), in Millionen von Büchern und Zeitschriften konnte man sich das Weltwissen zugänglich machen, Karteikarten wälzen, um dahin zu gelangen, wo man speziell gelagertes Wissen zu einem bestimmten Thema zu finden erhoffte. Die Verortung des Wissens war in diesen Fällen oftmals durch und durch räumlich. Gab es meinetwegen nur ein einziges Buch aus einer vergangenen Periode, musste sich der Wissbegierige zB in die Preußische Staatsbibliothek begeben und dafür eventuell, kam er zB aus der westfälischen Region, auf weite Reise begeben. Der Wissbegierige kam also zum Wissen, nicht das Wissen zu ihm. (Nun gut, unser exemplarischer Gelehrter hätte auch die Bücherausleihe per Versand von Bibliothek zu Bibliothek in Anspruch nehmen können, aber auch dies ist ja eine umstaendliche Logistik auf 3D-Ebene, bei der ein Buch insgesamt ca. 1100km zuruecklegt, nur damit der westfälische Gelehrte in dem Buch aus Berlin lesen kann und wir ahnen schon: das Ganze stellte eine unheimlich schwere Erlangung des Wissens dar). Mal ganz abgesehen davon, dass durch die Abnutzung des Buches als Wissensspeicher auch das Wissen, so es nicht anderweitig schriftlich festgehalten wurde, auf Dauer verloren zu gehen drohte.

Die Suche nach speziellem Wissen glich in analogen Zeiten einer unwägbaren und zufälligen Reise in die terra incognita von Bibliotheken und feuchten Mauern, ein muehsames Wühlen von Karteikarten und Zufallsfunden, die nicht letztgültig verbindlich wirkten und immer den Verdacht der Ungenügsamkeit hervorriefen.

In der modernen und digitalen Zeit des Informationszeitalters dagegen (bessere Begriffe für das gegenwärtige Zeitalter werden anscheinend weder gesucht noch gefunden) gibt es den Browser, gibt es Suchmaschinen wie nun einmal Google, die vorgeblich alles auffinden, was an Wissen überhaupt nur verfügbar ist. Nicht nur, dass die alten analogen Bibliotheken in einigen Jahrzehnten fast allesamt abphotographiert im Netz bereitstehen werden, sondern jegliches Wissen, jegliche Information, jeglicher digitaler Unterhaltungsreiz wird von der Suchmaschine, die wie ein universales Ordnungsregister einer neuen Welt erscheint, die gerade erst entsteht, aufgefunden und angeboten.

Das Problem, das bei alledem entsteht, liegt darin begründet, dass man aufgrund dieses so einfach vermuteten Zuganges (''easy accessibility'') zum Wissen gänzlich übersieht, wie sehr an alledem die Marktwirtschaft haengt. Die Suchergebnisse werden beeinflusst vom Interesse der Konzerne, die ihre Werbung an alles, aber auch wirklich: alles! kleistern und dabei ablenken vom eigentlichen Ziel unserer Suche nach Wissen oder Information. Das Bewusstsein des Menschen wird so verformt: die Logik der Konnektivität zwischen dem Markt (und der krawallartigen Bewerbung von Produkten) und den eigentlich neutral zu denkenden Informationen wird zu etwas Selbstverständlichem. Wir versuchen, diesen Nexus auszublenden, dabei aber geschieht etwas ganz anderes: unser Gehirn lernt es, die bunten Werbeeinheiten zu akzeptieren, verlernt in einer Form von Resignation die Verärgerung über die Werbelogik überall und kann in dieser Resignation gar nicht mehr anders, als sich in letzter Konsequenz dieser schäbigen Marktlogik proaktiv anzuschließen.

Daher rührt der neue Zeitgeist des Vernetzens, des notorischen Teilens, Sharens, Liken und des Dauer-Ratings: eine Aufmerksamkeitsökonomie, die versucht, Anteil zu haben am vermuteten universalen Bewusstsein einer (theoretisch möglichen) Milliardenmasse von Menschen. Je größer zB der Anteil der Menschen an der Welt ist, die den eigenen facebook-Acount aufrufen oder momentergeben und dauerhysterisierend im Hier und Jetzt brav irgendwelchen Twitter-Tweets ''followen'', umso bedeutungsschwangerer darf man sich nach der mathematischen Mengenlogik der Masse vorkommen. Der publizierende Mensch lernt schnell das Hinausrechnen auf hohe Empfängerzahlen, biedert sich also einer Rezeptionslogik an. Es geht dem Sender (zB dem Autoren eines Blogs) nicht mehr wirklich darum, worüber er intrinsisch schreibt, sondern er berechnet, (soweit hier Berechnung moeglich ist), welcher Text, welche Bildfolge, welche Haltung, welche Zutat im Hinblick auf die Empfängermasse zu verwenden ist und wie man derart die größtmögliche Empfängermasse addressieren kann. Dabei geht dem ''Absender'' zb eines Textes im Digitalen viel von seinem eigenen Antrieb und seiner Originalität verloren. Man kann es so fassen: wer der empfangenden Masse im Voraus entgegendenkt, was ihr wohl gefallen koennte, sie vielleicht gar auf ihre Lesegewohnheit hin überprüft, nur um im naechsten Text umso mehr zu gefallen, der schreibt schon ''teilend'' und nicht etwa: auktorial. Kunst zB wird niemals aus der Verbeugung in Richtung eines gedachten Publikums hin entstehen koennen. Das Publikum will als Gegner oder zumindest gänzlich unbekannte Größe, nicht als teilender und ''likender'' Mitbewohner in einer kuschligen digitalen WG gedacht sein. Aber dazu andernorts mehr...

Solche Bücher und Seminare und Coachings, die ungefähr so titeln wie dieser Blog-Eintrag, gibt es schon zuhauf und der Trend zum ''Auf-die-Menge und damit auf-den-Markt-Abzielen'' ist dem ganzen Geist gewidmet, den dieser Eintrag eigentlich beschreiben möchte: wie der zunehmend digitalere Weltbewusstsein des Menschen das Individuum zum Verschwinden bringt. Das Wissen wird derart extern, dass der einzelne Mensch alle Voraussetzungen erfüllt, dümmer zu werden. Wenn digital alles Wissen lagerbar und kopierbar und jederzeit zu erlangen ist, was muss ich da selbst noch wissen oder mir Gedanken machen? So verhält es sich auch zunehmend mit dem Leben in der analogen Welt (die durch Smartphones und Tablets natuerlich zunehmend digitalisiert wird, wie jeder aufmerksame Berliner S-Bahn-Berufsverkehrpendler wird bestätigen können) : dass nämlich der (analoge, stoffliche und dem Zufall ausgesetzte) Mensch aus der Welt verschwindet. Der Mensch stirbt aus in einer Art und Weise, die er sich jetzt, allem Trend zum Trotz, noch gar nicht ausrechnen kann...

Der Markt erobert in der Form des Digitalen das Bewusstsein und übernimmt das menschliche Denken, das eigentlich nicht fortwährend mathematisch begriffen sein will. Und doch passiert all dies in dieser Epoche, in der wir leben und dieses zunehmend unbegriffene Hiersein ''Leben'' nennen: der Mensch verliert das seiner selbst-bewusste Denken und merkt es nicht einmal. Die Sprünge und Abwegigkeiten, die das einst unberechenbare Denken machte und gerade dadurch Freiheit und Frei-Raum schuf, werden mit der kombinatorischen Logik mathematischer Präzision ersetzt durch das berechnende und verteilend-zuteilende Denken des Marktes, das sich über das Digitale und über das Internet (man merkt bereits wie diese beiden Begriffe ''das Digitale'', ''das Internet'' den Kern des Problems schon gar nicht mehr zureichend abbilden, weil unsere bisher analoge Welt ''da draußen'' durch Smartphones und andere die alte Welt digitalisierende devices bald selbst virtueller Raum sein wird) in unsere Köpfe hineinwirkt. Noch einmal anders gewendet: wenn wir zunehmend nur noch marktwirtschaftlich denken, weil das Netz uns darauf konditioniert und so also die Welt nur noch mathematisch-marktwirtschaftlich gedacht wird, gibt es kein Entkommen und keine Freiräume mehr für Utopien oder Unwägbarkeiten. Je umfassender die Welt digital durchdrungen wird, umso besser lässt sie sich kurze Zeit danach ausrechnen, teilen und nutzbar machen. So wird jeder Kubikzentimeter Erde überall auf der Welt zum verfügbaren Rohstoff, jeder Mensch zum absehbaren Nutzwert, jeder Mensch zur berechenbaren Leistungseinheit, jeder Gedanke, der scheinbar frei im Netz geäußert wird zur Lokomotive für die Marktwirtschaft und Kunst zum Verdienstfaktor. ''Wieviel kann ich mit diesem Bild verdienen und wie male ich so, dass es die größtmögliche Masse erreicht ?'' . Alles durchdringt die marktwirtschaftliche Logik, auch diesen Raumgewinner-Eintrag, auch wenn der Verfasser dieser Zeilen das selbst nicht möchte, der Algorithmus der Seitenbetreiber erledigt das für ihn. Was auch immer man dann den geäußerten Gedanken an Werbung und Kommerzialisierung anhängen mag (überprüfen sie selbst, lieber Leser, das advertizing über diesem Eintrag) : es wird schon ''zu etwas nutze'' sein.

So kommt es, dass jeder ''Autor'' einer Website oder eines Blogs so armselig (man muss das wirklich armselig nennen) um MITGETEILTE und zählbare Aufmerksamkeit buhlt und bettelt. Die vermutete Aufmerksamkeit reicht nicht aus, die Aufmerksamkeit des zu beglueckenden Publikums auf den eigenen Text zB muss mitgeteilt, am besten sogar: statistisch nachvollziehbar sein. Daher auch die entnervenden Aufrufe zum Liken und Sharen und Spreaden bei facebook: irgendwie möchte man verspüren, dass man noch wahrgenommen wird und am liebsten auch daran noch: verdienen. Das ist die Welt, in die wir streben: eine verhurte Warenwelt, in der beständig Werte und Preise verwechselt werden. Das Schlimmste an alledem ist die Arglosigkeit und fast schon gerade wegen der Unbedachtheit so bösartig dumm wirkende Selbstverständlichkeit, mit der wir uns diesem Denken hingeben und es sogar befördern.

Derart wird der schöpferische Impuls zu etwas Unbegriffenem und das Schöne, das in ebendiesem Impuls eigentlich liegt, ersetzt durch das dumpfe Glücksgefühl dessen, der auf monetären Verdienst hofft und hinschreibt. Es gibt keine Vorstellung mehr von Werten, die unsere schnöde bunte Welt etwa überschreiten würden und wo man einstmals ein Selbstwertgefühl hatte, herrscht nunmehr allein noch die Vorstellung vom Selbstpreis, zu dem man sich verkauft. Ich heiße den Leser an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich willkommen in der Verwertungsmoderne.

Die ''digitale Welt'' ist das Medium der Marktwirtschaft. Sie ist kein Projekt, um das Menschenglück zu befördern, sondern ein neues Kollektivbewusstsein, das den Menschen zu einem ''homo adaptor'' konditionieren soll, der es lernen soll, sich als Marktwert zu begreifen, nicht als denkautonomes Individuum. Daher wird der nächste evolutionäre Überschritt die Genese des Marktes zur evolutionären Macht sein. Simpler gefasst: der Markt löst in seiner evolutionären Dynamik die Natur ab. Die Mathematik des Mehrwertes als Kontroll- und Ordnungsinstanz löst die Logik der Natur und ihrer Unwägbarkeiten ab. Das menschliche Bewusstsein wird nach und nach abgelöst durch die kühl kalkulierende Intelligenz des Maschinen(markt)bewusstseins. Wer braucht also noch einen Gott, wo es doch den Markt gibt? Wenn US-Unternehmen sich Patente und Marktrechte auf die Gene von Orang-Utan und Blauwale erstreiten, so als haetten SIE den Code vorgegeben, der diese Wesen in die Welt brachte, kann man sich ungefähr vorstellen, wohin die marktwirtschaftliche Evolution führen wird...

Daher findet der moderne Marktmensch sein Seelenheil und seinen Sinn in der Arbeit und in seiner eigenen Vermarktung. Das schlagende Herz und sein aufgewalltes Blut wird in einen zirkulierenden Warenstrom verwandelt.

Man gebe auch nicht zuviel auf den Begriff der Schwarmintelligenz: nicht nur, dass im Berliner Nebel der letzten Tage tausende von Gänse einen brutalen Tod zB auf der Berliner Ringautobahn starben, da sie notlanden mussten wegen der gewaltigen Nebelmassen noch in der hohen Luft, sondern auch die Massenverkäufe zB eines Buches oder der Hype um einen bestimmten Politiker oder der gehypte Run auf ein bestimmtes Produkt bedeuten nicht gleich, dass sich dahinter etwas denken lassen muss: es kann genauso gut ein ferngesteuerter Herdentrieb sein. Man mag es sich in diesen Zeiten kaum noch vorstellen, aber: im Zweifel ist der Einzelne intelligenter als das ganze Netz. Es gibt auch eine Kollektivdynamik der Dummheit, aber darueber will man lieber nicht reden. Ein wichtiger Faktor moderner Technologie muss immer sein, dass sie Smartness ausstrahlt. Nun ist aber smart ungleich intelligent. Im übrigen neigt Intelligenz leider ohnehin nicht zur Multiplikation, sondern eher marktwirtschaftlich anschließbare Größen wie Moden, Trends und Hysterien sind es, die sich sehr willfährig und geschmeidig der Masse anschmiegen.

Wo man sich früher mitgeteilt hat, teilt man heute nur noch. Dahinter steckt keine Mission oder kein Konzept mehr, sondern meistenteils gänzlich unmotivierte Informationsreize (ich habe diese an anderer Stelle ''Exformationen'' genannt) werden wie Bomben über dem vermuteten und kalkulierten Publikum abgeworfen, mit der Bitte um Verbreitung und Streuung dieser Auswürfe im Netz. Und zu welchem Zwecke? Wohl dem, dass sich die Exformation verbreite, warum auch immer und vielleicht letzten Endes gar, damit man noch weiß, dass man existiert. Man kann sich ausrechnen, dass man lebt...also wird da doch wohl etwas daran sein. Aber wie lebt man und zu welchem Zweck eigentlich in was fuer einer Welt? Darauf findet man keine Antwort, wenn man nicht mehr danach fragt oder die Frage danach nicht einmal mehr versteht oder zu verstehen wagt.

Wo wir ''Freiheit'' meinen, nur weil wir endlos senden und empfangen können, da existieren wir recht eigentlich nur in dem Kalkül einer sich zunehmend nur noch berechnenden Welt, die keiner eigenen Freiheit mehr über den Weg traut und daher allein noch nach ''Lösungen'' (dieses unglaubliche Modewort!) schreit. Der Ausweg aus den Unwägbarkeiten der eigenen Existenz könnte nun also vielleicht ausgerechnet werden. Denn am Ende des Lebens steht der Tod, am Ende einer Rechnung dagegen steht die Lösung...und deshalb geben wir unsere Freiheit auf (die immer und notwendig un-berechenbar sein muss), um uns wechselseitig ausrechnen, verwerten, bewerten, kaufen/verkaufen und kontrollieren zu koennen. Wir nennen das eine Weltordnung...derweil die Welt um uns zerschlagen wird und der Mensch sich selbst verlorengeht, weil er sein Selbst-Bewusstsein verliert und eine der künstlichen Intelligenz anschließbare Einheit wird, die sich allein noch in Zahlen zu äußern lernt...

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Steckt in diesem verkommenen Imperativ nicht schon alles inbegriffen? Dass man allein dem mathematischen Nachweis, der Statistik zutraut, Aussagen über die Relevanz zB eines Textes machen zu können, statt den Text oder die eigene Handlungsweise ohne Gefälligkeitshilfen für sich selbst sprechen zu lassen?

17:20 18.11.2012
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Paul Duroy

Der Weg in die neu aufgeklaerte und entspannte Gesellschaft ist moeglich und noetig
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Paul Duroy

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