Mit Recht gegen das System

Justiz 2012 brannte in Pakistan eine Fabrik. Darum droht dem Textildiscounter Kik ein Prozess in Dortmund
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 43/2016
Für 260 Menschen kam jede Hilfe zu spät
Für 260 Menschen kam jede Hilfe zu spät

Foto: Asif Hassan/AFP/Getty Images

Als das Feuer ausbrach, wollte Muhammad Hanif durch den Notausgang fliehen, doch die Tür war fest verschlossen. Auch durch die vergitterten Fenster konnte er nicht, Rauch und Hitze raubten ihm fast die Besinnung. Dann schaffte er es, eine Lüftungsanlage aus der Wand zu brechen und fiel aus dem Fenster. Er überlebte den Fabrik-Brand, 260 andere Menschen starben in den Flammen. Jetzt schmerzt dem 26-Jährigen aus Pakistan die Lunge, wenn er lange Strecken läuft. Wegen einer schweren Rauchvergiftung kann er nicht mehr richtig arbeiten.

Muhammad Hanif ist ein ruhiger junger Mann mit kurzem Bart und gepflegter Frisur. Im Internet gibt es Videos von ihm, dort kann man seine Geschichte hören. Schon etliche Male hat er sie ausländischen Journalisten erzählt. A