PaulHansen

18 Jahre alt, linksliberal, Mitglied der Jusos und in der SPD
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PaulHansen
RE: Immer noch kein Grund zu feiern | 30.09.2015 | 18:12

In der grundsätzlichen Haltung kann ich den Beitrag nachvollziehen und teile ihn auch. Wie man aber ernsthaft behaupten kann, dass Deutschland nicht die dunkle Zeit des Nationalsozialismus überwunden hätte und Ostdeutschland nicht von der Einheit profitiert hätte, halte ich für Unsinn. Wenn Sie schreiben, dass in Deutschland der Mob wütet, so unterschlagen sich gleichzeitig die große Welle der Solidarität auf der sich viele Bürger dieses Landes im Moment bewegen. Die deutsche Gesellschaft ist aus meiner Sicht eine mehrheitlich offene Gesellschaft die seit 1933 und 1992 enorm dazugelernt hat. Eingangs erwähnen Sie, dass das Lohnniveau nicht angeglichen wurde, unterschlagen aber gleichzeitig den Fakt, dass es deutliche Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten zwischen Ost und West gibt. Die Arbeitslosigkeit und Vernichtung einzelner Betriebe kam auch deshalb auf den Osten zu, weil unter dem Motto der Vollbeschäftigung mehr Leute eingestellt wurden als gebraucht wurden und die Betriebe teilweise in ökologischer und technischer Hinsicht vollkommen rückständig waren. Das Motto "Grenzen überwinden" ist natürlich zutiefst zynisch angesichts der gegenwärtigen Lage und auch diese Selbstbeweihräucherung kann mich nicht begeistern, in der Hinsicht bin ich bei Ihnen. Schönen Abend