perlenklauben

Perlen werfen
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RE: Dann sind wir safe | 22.04.2013 | 22:19

Wenn wir schon über Realismus und Wahrscheinlichkeiten reden - es wird in diesem Jahrhundert wohl eher eine Frauenquote geben als Tatort-Autoren, die der Mutter eines entführten Kindes mehr erlauben als sich zu Hause die Arme aufzukratzen und hilflos mit ängstlichen Rehaugen dem (diesmal doppelt) doppeltbelasteten Vater beim Managen der Situation zuzuschauen.

RE: Ich bin Berlin | 29.11.2012 | 15:31

Sie, Berlin, gibt es doch längst.

http://www.kreuzberger-chronik.de/chroniken/2005/juni/literatur.html

RE: Pastor der Unfreiheit | 08.03.2012 | 09:50

Gauch werde zu Unrecht "als Bürgerrechtler bezeichnet, obwohl er vor dem Herbst 1989 keiner oppositionellen Gruppierung angehörte"? Das ist blühender und arroganter Unsinn. Das Wesen von Diktaturen besteht in der Abwesenheit offizieller Opposition, man kann den Widerstand in der DDR nicht auf die wenigen vorhandenen Gruppierungen beschränken - schon gar nicht, wenn von Kirchenmenschen die Rede ist, die ohnehin in den 80ern das Dach für demokratisierende Bewegungen waren.

Gauck hat, wie Ihr Artikel selbst zeigt, sich alle Mühe gegeben, die verschiedensten Gruppen in die Kirchentage zu integrieren, auf offizieller Ebene. Er hat das getan, obwohl die Kirche ständig unter staatlichem Druck stand. Ob das nun am Ende "Kirchentag von unten" hieß oder keinen eigenen Namen hatte - er hat das Beste erreicht, um allen eine Stimme zu geben. Hätte er zu Demonstrationen ermutigt, hätte er den gesamten Kirchentag riskiert. Dass er dabei versuchte, die Stasi zu besänftigen und in Sicherheit zu wiegen, soll ihm nun angekreidet werden?
Wie allerhöchst albern!

RE: Drei Kugeln Joghurt | 14.11.2011 | 12:22

Ich habe das so wichtig genommen, dass ich immer und überall einen englischen (oder ostdeutschen) Reit- und Charlotteliebhaber vermutete.

RE: Drei Kugeln Joghurt | 14.11.2011 | 08:46

Mit seiner Politik der losen Enden stand dieser Polizeiruf den letzten Tatorten in gar nichts nach. Die größte Ungereimtheit aber waren für mich die Namen der beiden Brüder: Wer nennt denn den ersten Sohn Marcus, den zweiten aber Dennis? Also entweder Marcus und Stefan/Matthias/Martin oder Dennis und Jan/Kevin/Steve. Oder?

RE: Die ist selbstgemacht | 08.11.2011 | 05:00

Unnachahmlich charmant hat man uns über korrektes Frauenverhalten aufgeklärt. Sarah Brandt kann mit ihren fruchtigen Kulleraugen zwar einen Laptop in aller Kürze durchleuchten, gegenüber einer Frau mit "Internet- und Chatbekanntschaften", die unter Nicknames in Foren schreibt - Himmel, wie anrüchig! - muss aber mehrmals versichert werden, dass man sie gaar nicht verurteilt. Da bin ich aber beruhigt.

Wieso der hote Schwede aber einen Anstandswauwau wollte, um nächtens die anrüchtige Blondine mit zugegebenermaßen begehrenswertem Wodka und reumütiger Tollwütigkeit zu belästigen, konnte sich mir nicht so ganz einleuchten.

Zum Niederknien: Boro kauft sich in Sarahs schlechtes Gewissen ein, obwohl er, anders als wir, gar nichts von ihrem geheimnisvollen Handicap.

RE: Ich war um 3.41 Uhr im Dschungel | 25.10.2011 | 15:47

Na gut. Dann das Pferd.
Aber jeder hat eine zweite Chance verdient. Auch ein Pony. *grmpf*

RE: Ich war um 3.41 Uhr im Dschungel | 25.10.2011 | 00:18

Ja, in Berlin, da hält jeder Pflasterstein ein Plakat hoch, auf dem Vergangenheit steht.

Alle denken nur zurück: die nicht-inzestuösen Geschwister an ihre Kindheit, die alleingelassene Zwillingin (die als "Heilige" angekündigt schon mal der Zuschauerin klar gemacht hat: Augen auf, ich hab's dicke hinter den edlen Öhrchen) an ihre Zwillingin, der Hilfscheriff an die Kindesentführung im Westen, die Mutter an ihren ermordeten Sohn - und alle Frauen haben die gleiche Frisur bei gleich dunklen Haaren (nicht natürlich die verstörte Mutter, die denkt nicht mehr an Frisuren). Der Kindesmörder ist erwartungsgemäß grobdenkend, die Sekretärin standesgemäß in den Chef verliebt.

Dieser Tatort hatte seine Momente, aber jeder einzelne zog sich halbe Ewigkeiten hin, deshalb musste das Pony vom Kinderbauernhof auch zeitlupig seine Mähne schütteln, als der erlösende Schuss fiel.