Ungleichgewicht des Schreckens

RUSSLAND Die Versuche, den ABM-Vertrag zu retten, sind bisher alles andere als erfolgversprechend
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Die Wahl George W. Bushs zum Präsidenten wurde in Moskau erstaunlich erleichtert und gelassenaufgenommen. Mit Bush - so Alexej Podberjoskin - werde es endlich wieder eine US-Außenpolitik geben, die auf klaren nationalen Interessen und nicht irgendwelchen abstrakten Prinzipien fuße. Realistisch und pragmatisch in ihrem Grundkurs könne sie neue Möglichkeiten für einen konstruktiven Dialog zwischen Amerikanern und Russen eröffnen. Die Meinung des Ex-Chefideologen der KP Russlands dürfte im Kreml auf freudige Zustimmung gestoßen sein: Schon lange sehnt man sich dort nach einem "konstruktiven Dialog" mit Washington. Neben der Restrukturierung der russischen Schulden sowie der NATO-Osterweiterung sind es vorrangig die Rüstungskontrolle und eine d