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RUSSLAND Mit dem zweiten Tschetschenienkrieg wurde mehr von der Militärstrategie des Westens kopiert, als es den Anschein hat
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Mit dem Kaukasusfeld ab September 1999 wollte die russische Generalität erstmals erproben, was von Moskauer Militärtheoretikern seit Anfang der neunziger Jahre intensiv erörtert wird: Es geht um neue Formen der Kriegführung in Zeiten gewaltiger militärtechnologischer Umbrüche. Ein Vorgang mit Risiken und Chancen. Nicht zuletzt von der konkreten Russland-Politik (West-)Europas wird abhängen, ob die Chancen letztlich die Risiken aufwiegen.

Wenn es im vergangenen Jahrzehnt ein Gebiet gab, auf dem Russland eifrig vom Westen zu lernen suchte, dann auf dem der Kriegskunst. Zwar hatten sich russische Strategen bereits in der Achtzigern vereinzelt dazu geäußert, wie im 21. Jahrhundert Kriege erfolgreich zu führen seien - ein wirklicher Zwang, sich u