RE: Schlagt die Rechten, wo ihr Sie trefft? | 13.01.2019 | 00:30

Gegen die Dorfnazis, die beispielsweise ab Herbst 1989 linke Wohngemeinschaften, Kneipen und besetze Häuser überfallen haben. Die Polizei hat in dieser Zeit kaum eingegriffen. Das schildern damalige Aktive im telegraph sehr eindringlich.

RE: Schlagt die Rechten, wo ihr Sie trefft? | 13.01.2019 | 00:30

Gegen die Dorfnazis, die beispielsweise ab Herbst 1989 linke Wohngemeinschaften, Kneipen und besetze Häuser überfallen haben. Die Polizei hat in dieser Zeit kaum eingegriffen. Das schildern damalige Aktive im telegraph sehr eindringlich.

RE: Schlagt die Rechten, wo ihr Sie trefft? | 12.01.2019 | 13:16

Sorry, hier die Korrektur des ersten Satzes:

Selbstverteidigung war zumindest in den Wendejahren keine Ausrede.

RE: Schlagt die Rechten, wo ihr Sie trefft? | 12.01.2019 | 13:15

Selbstverteidigung war zumindest in den Wendejahren meine Ausrede. Da gibt es in der kürzlich erschienenen Ausgabe der der linken DDR-Opposition entstammenen Zeitschrift telegraph gute Informationen von Beteiligten:

http://telegraph.cc/telegraph-133-134/

Hier der Hinweis auf den Beitrag:

Von der aufgezwungenen Selbstverteidigung zur Gegenmacht

Anlässlich von 30 Jahren Antifabewegung in Ostdeutschland kamen 2016 Aktivist_innen aus Ostberlin und dem heutigen Brandenburg zu einer Diskussion zusammen und sprachen gemeinsam mit den Autor_innen über ihre Jugend und die politischen Entwicklungen am Ende der DDR. Ihr politisches Engagement von Mitte der Achtziger- bis Mitte der Neunzigerjahre in der Antifa-, Umwelt- und Hausbesetzerbewegung und ihr individuelles Verhältnis zu Gewalt und Militanz standen im Mittelpunkt des Gespräches. Der telegraph druckt das Interview in Auszügen ab, das die Grundlage für einen Beitrag im 2017 erschienenen Buch „30 Jahre Antifa in Ostdeutschland“ bildete.Von Christin Jänicke und Benjamin Paul-Siewert

RE: Schlagt die Rechten, wo ihr Sie trefft? | 12.01.2019 | 13:06

Ja, das ist ja aber schon Teil der Diskussion. Nehmen wir doch das Beispiel der Gruppe 43, auch damals gab es in Großbritannien ein Gewaltmonopol. Doch. die Hitlerfans in London wurden tatsächlich gestoppt, weil jüdische Menschen, die gerade in Deutschland die Leichen der Vernichtungslager der Nazis gesehen haben, nicht mit deren Anhänger*innen Tee trinken wollten. Was heißt das für heute? Gibt es überhaupt Paralellen? Das sind ja genau diese Diskussionen, die geführt werden müssen.

RE: Endspiel für Assange | 12.01.2019 | 01:24

Assange sitzt noch immer in der Botschaft von Ecuador, obwohl die Forderung nach Auslieferung nach Schweden zum Verhör wegen der Vorwürfe wegen sexueller Belästigung von Frauen von der schwedischen Justiz nicht mehr aufrecht erhalten wird. Solange dieses Verfahren dauerte, war es richtig, von Assange zu fordern, dass er sich den Vorwürfen der Frauen stellt und dass seine Unterstützer die Angriffe auf die Frauen unterlassen sollten. Deshalb gehörte ich 2011 zu den Erstunterzeichner*innen des Aufrufs:

FREE ASSANGE“ – NICHT IN UNSEREM NAMEN!

https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/201efree-assange201c-2013-nicht-in-unserem-name

Jetzt aber sollte eine weltweite Bewegung die Freilassung von Assange und seine Ausreise in ein Land seiner Wahl fordern. Über seine oft kruden politischen Ansichten kann man sich auch danach streiten oder auch, wenn er denn in Freiheit ist, jeden weiteren Kontakt zu Assange beenden.

RE: Her mit dem ganzen Leben | 11.12.2018 | 14:47

Ja, die Überschrift war mißverständlich, die ursprüngle aus dem telegraph war zu lang für die Überschriftenspalte. Die jetzt von der Online-Redaktion gewählte "Her mit dem schönen Leben" ist besser.

RE: Große Aufregung | 10.12.2018 | 22:16

Hallo Pepe Egger,

ihr Kommentar zum Migrationspunkt bringt meine Gedanken auf den Punkt.

An diesem Fall zeigt sich das Elend einer Linken, die nur das Wort Migration hört und schon alle, die die diesen Pakt kritisieren, in die rechte Ecke stellen. Damit geht sie den Interessen des Kapitals ebenso auf dem Leim wie der Kampagne der AfD und anderer rechter Kräfte.

Dabei hat der UN-Migrationspakt nichts mit Geflüchteten zu tun. Er soll die Migration im Interesse des Kapitals regulieren. Merkel sagte deutlich, dass damit "illegale Migration" bekämpft werden soll. Es geht um Migration unter Kontrolle des Staates und im Interesse des Kapitals. Wenn Merkel dann noch erklärt, nicht Schleuser und Schlepper, sondern der Staat müsse entscheiden, wer einwandern darf, hätte es die AfD auch nicht anders ausdrücken könne. Für solch einen Pakt treten Linke in vielen Ländern ein.

Weiterlesen hier:

https://www.heise.de/tp/features/Nach-Merz-Viel-Laerm-um-nichts-bei-CDU-und-SPD-4247105.html

RE: Grüner Klassenkampf? | 23.10.2018 | 10:47

Sowohl Elsa Koester als in der selben Ausgabe des Freitag auch Wolfgang Michal interpretieren die grünen als Partei einer neuen Klasse "der Prekären, der Kosmopoliten, der Frauen" (Koester). Nur sind das bekanntlich keine Klassen, Kosmopoliten gibt es in der Bourgeoisie und bei den Lohnabhängigen, Frauen auch und die Prekären sind Teil des Gesichts der Arbeiter*innenklasse, die sich nach Ende des Fordismus tatsächlich verändert hat, wie schon öfter in der Geschichte des Kapitalismus. Nur gibt es weiter die Arbeiter*innenklasse und die kapitalistische Ausbeutung. Neue Klassenkämpfe entstehen gerade beispielsweise im Care-Sektor, bei. den Streiks in den Krankenhäusern etc. Die Grüne haben damit rein gar nichts zu tun. Sie sind heute die Klassenpartei der neuen Bourgeosie und des modernen Kapitalismus. Sie irgendwie als Partei der neuen Arbeiter*innenklasse zu definieren, ist falsch und politisch fatal. Denn die Grünen dürften in naher Zukunft der größte Antipod einer neuen linken Kraft sein, die sich aus den Kämpfen der modernen Arbeiter*innenklasse herausbildet.

Die Grünen sind auch Teil der neuen Rechten, was Michal verkennt.

Mehr zu den Klässenkämpfen nach dem Ende der großen Fabriken:

https://www.edition-assemblage.de/ein-streik-steht-wenn-mensch-ihn-selber-macht/