RE: Eine neue linke Erzählung | 05.01.2018 | 01:06

Zunächst finde ich die Analyse von Sebastian Friedrich sehr gelungen, den Kampf gegen kapitalistische Ausbeutung, sowie patriarchale und rassistische Unterdrückung zusammen zu denken. In den letzten Wochen wurden in diese Kämpfe oft bewusst getrennt und herauskommt eine regriessive Nationalsozialdemokraite a la Wagenknecht auf der einen und ein diverser vielfältiger Neoliberalismus wie ihn große Teile der Grünen vertreten, auf der anderen Seite. . Nur müsste jetzt als nächster Schritt die Frage kommen, wie wird das Zusmmenwirken der Kämpfe organisiert. Und da stellt sich eine Frage, die weder bei Friedrich noch bei den Diskutant_innen genannt wurde. Es bedarf einer kommunistischen Organisation auf der Höhe der Zeit, dire diese Kämpfe verbinden kann. Vor 100 Jahren ist es den Bolschewiki für kurze Zeit gelungen, diese Kämpfe zusammenzubinden. Nur so war der Oktoberaufstand möglich. In der Folge wurde auch der Kampf gegen Patriarchat (Alexandra Kollontai) und Rassismus/Kolonialismus auf die Agenda gesetzt. Es ist müssig darüber zu lamentieren, dass heute sowenige Lohnabhängige diese Kämpfe unterstützen, wenn die Organisationen dazu fehlen.

RE: Sozialismus oder Sieg | 30.12.2017 | 14:19

Was Krätke verschweigt, aber Corbyn wahrscheinlihc weiß, das EU-Regime würde gar nicht zulassen, dass er einen Großteil seines Programms vor allem auf wirtschaftlichen Gebiet umsetzen kann. Daher ist es wahrscheinlich, dass Corbyn spätestens dann zum EU-Anhänger wird, wenn er die Möglichkeit hat, an die Regierung zu kommen. Wie wir wissen, ist er damit nicht an der Macht. Aber dann hat er eine Ausrede warum er die sozialdemokratischen Reformen nicht durchsetzen kann, die er versprochen hat.

RE: In England ist Marx ein Hipster | 30.12.2017 | 14:13

Die Naivität von Mason ist erstaunlich. Mindest 100 Jahre steht die SPD als Arzt am Krankenbett des Kapitalismus, er tut so, als finge das erst in den letzten Jahren an. Zudem stellt er die Krise der SPD nicht den Kontext der allgemeinen Krise der europäischen Sozialdemokratie von Italien über Holland bis Frankreich. Wie das Experiment Corbyn ausgeht, ist noch gar nicht ausgemacht. Vor verfrühten Optimismus und der Ausrufung eines neuen Hoffnungsträgers ist zu warnen. Da gab es schon zu viele? Bernie Sanders, Tsipras .... Wurde nicht auch Schulz noch vor einem Jahr auch im Freitag als ein solcher Hoffnungsträger gehandelt?

100 Jahre nach der Oktoberrevolution sollten wir lieber mit kritischen Blick auf die politischen Kräfte schauen, die schon vor 100 Jahren recht gut, das Wirken der Sozialdemokratie erkannten, auch wenn sie später andere Fehler machtne.

RE: Einen rechten Schnaps zum Totensonntag | 23.12.2017 | 22:12

Ich bin immer beeindruckt über die Menge an Büchern der unterschiedlichen Themen, die Erhard Schütz so wegliest. Doch manchmal fehlt dann wohl die Zeit für die kritische Verarbeitung. Das zeigte sich bei seiner Kurzrezension des Buches "Fakenews machen Geschichte " veröffentlicht in Freitag 49, 7.12.2017. Da der Text nicht online ist, poste ich meine kritischen Anmerkungen dazu hier:

Dort schreibt Schütz "über die angebliche Isolationsfolterhaft der RAF.Häupter", die die Autoren des besprochenen Buches als Fakenews abtun. Das verwundert bei den staatsnahem Autoren Sven Felix Kellerhoff und Lars-Broder Keil nicht. Sie beten nur die staatsoffizielle Lesart nach, die trotzdem davon nicht Richtiger wird. Dass die RAF.Gefangenen unter Isolationshaftbedingungen gehalten wurden, kann niemand bestreiten und wurde sogar von verschiedenen Gerichten bestätigt. Dass Isolationshaft für die Betroffenen folterähnliche Folgen hat, wurde von verschiedenen Wissenschaftler_innen akribisch nachgewiesen. Die Bücher gibt es, wenn sie auch in den Medien meist ignoriert wurden. Ich würde mich freuen, wenn Herr Schütz eins dieser Bücher mal. im Freitag rezensiert und empfehle ihn mehr kritische Distanz zu Büchern staatsnaher Autor_innen, woher sie auch immer kommen.

RE: Galoppierende Gefahr | 23.12.2017 | 15:12

Das ist ein sehr guter Beitrag. Nur wenige erinnern, wenn sie Freiheit für Deniz Yüksel fordern daran, dass auch in Deutschland und in anderne EU-Länder Repression an der Tagesordnung ist. Im Fall Yücel dürfen dann sogasr Politiker_innen, die für Repression in Deutschland verantwortlich sind, auf Veranstaltungen reden, die von kritischen Linken organisiert werden und nachdem sie geredet haben, treten dann Bands mit deutschlandkritischen Texten auf. So geschehen bei einem Soli-Konert für Yücel am Brandenburger Tor.

RE: Galoppierende Gefahr | 23.12.2017 | 15:12

Das ist ein sehr guter Beitrag. Nur wenige erinnern, wenn sie Freiheit für Deniz Yüksel fordern daran, dass auch in Deutschland und in anderne EU-Länder Repression an der Tagesordnung ist. Im Fall Yücel dürfen dann sogasr Politiker_innen, die für Repression in Deutschland verantwortlich sind, auf Veranstaltungen reden, die von kritischen Linken organisiert werden und nachdem sie geredet haben, treten dann Bands mit deutschlandkritischen Texten auf. So geschehen bei einem Soli-Konert für Yücel am Brandenburger Tor.

RE: Schnitzel ohne Leiden | 23.12.2017 | 15:06

Sind das nicht die Probleme einer gutverdienenden Mittelschicht? Es müsste doch erst mal darum gehen, dafür zu sorgen, dass alle Menschen überall auf der Welt egal wo sie leben. gute und gesunde Nahrung zur Verfügung haben. Es geht nicht nur darum, satt zu werden. Selbst das ist ja nicht gewährleistet, sondern es geht um gute und gesunde Nahrung. Das wäre heute auf dem Stand der Produktivkräte möglich und wird durch die Schranke der kapitalistischen Verwertung verhindert, wo Nahrung eher weggeworfen als aslle, die sie brauchen verteilt wird. Wenn das gelöst ist, können wir auch noch für das Kleinbürger_innentum, das keine Tiere töten will, aber trotzdem gerne Fleisch und Fisch ist, Lösungen finden.

RE: „Die sind doch bekloppt“ | 12.12.2017 | 01:48

Aber genau damit hat er doch Rambatz angegriffen, während sie von Rechten bedroht wurde und das, weil sie in einen geschlossenen Forum nach Filmen suchte, in denen Deutsche sterben.

RE: „Die sind doch bekloppt“ | 06.12.2017 | 23:38

"Wir müssen die inhaltlichen Debatten auch führen – wenn es dabei nicht nur um Machtspiele geht", schreibt der gleiche Politiker, der die junge Kandidatin Sarah Rambatz öffentliche beschimpfte, weil sie in geschlossenen Foren nac h antideutschen Filmen gesucht hat . Während eine rechte Meute Rambatz bedrohte hat Fabio De Masi sie nicht unterstützt sondern ebenfalls bedroht. Ein Grund für mich, bei der letzten Wahl meine Stimme zu behalten.

Peter Nowak

RE: Andere Wende | 04.09.2017 | 11:55

Dieser Artikel hebt sich wohltuened von den Texten der ewigen Aufarbeitungsliteratur ab. Nur einige Passage in dem Text von Krampitz hat mich irritiert:

"Das heißt, dass alle, die Besitz und Vermögen hatten, von den Nazis ermordet, ins Exil getrieben oder durch die Eigentumspolitik der KPD/SED seit Kriegsende enteignet wurden. Bis zum Mauerbau verließen Massen die DDR, viele Akademiker. Sie gingen auch, weil sie für ihre Kinder keine Zukunft sahen."

In der NS-Zeit wurden nicht alle, die Besitz und Vermögen hatten, ermordet oder ins Exil getrieben. Ermordert und enteignet wurden von den Nazis zu Jüdinnen und Juden erklärten mit und ohne Vermögen. Ihre Ausplünderung geschah zum Nutzen und in eifriger Mitwirkung der "Deutschen Volksgemeinschaft". Mittlerweile gibt es Ausstellungen, die die Dokumente zeigen, wie Nachbarinnen und Nachbarn selbst die Bettwäsche und die Bestecke der verschleppten Menschen an sich nahmen. Und die Arisierungen bei größeren Vermögen geschahen im Interesse der nichtjüdischen Kapitalkreise, die im NS in wichtigen Positionen waren und bis zum Schluss die Wirtschafts- und auch Kriegspolitik im NS maßgeblich bestimmt haben. Diese Differenzierung ist wichtig und nötig, weil der Absatz, den sicher auch von Krampitz nicht intendierten Eindruck hinterlässt, NS und DDR hätten das ihre dazu beigetragen, die Besitzenden aus Deutschland zu vertreiben. Das ist sachlich falsch, entnennt die Politik des Antisemitismus im NS und fördert eine Gleichsetzung DDR-NS, die ja sonst im Artikel erfreulicherweise nicht vorkommt.