Kommentare von Peter Nowak

Peter Nowak 06.03.2017 | 01:28

Auftaktveranstaltung am 6. März 2017: Ausbeutung an der TU Berlin In der Auftaktveranstaltung der Reihe “Cinéma Klassenkampf“ geht es um die Zustände an deutschen Hochschulen. Im gleichnamigen Film sehen wir
zwei Forscherinnen der TU Berlin, die bei einem Arbeitseinsatz in
Uruguay gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Sie sehen sich zudem mit einer Projektleitung konfrontiert, die ständige Verfügbarkeit einfordert, bei extremen Arbeitszeiten von mehr als 10 Stunden pro Tag, ohne freie Tage. Als die Forscher_innen die Verantwortlichen auf ihre Situation aufmerksam machen, finden sie nirgendwo Gehör, sondern werden persönlich unter Druck gesetzt. Nach Berlin zurückgekehrt werden sie in ihrem Arbeitsumfeld isoliert. Sie
müssen feststellen: es gibt keine Strukturen, die ihnen effektiv zur Seite stehen. Sie wenden sich an die Basisgewerkschaft FAU und eine lange Auseinandersetzung beginnt.

Filmvorführung und Diskussion mit Gästen (Hochschulgewerkschaft
unter_bau, Bildungssektion der FAU Berlin).

6. März 2017 um 19 Uhr, Moviemento Kino Kreuzberg, Kottbusser Damm 22,
19067 Berlin.

Peter Nowak 06.03.2017 | 01:28

Auftaktveranstaltung am 6. März 2017: Ausbeutung an der TU Berlin In der Auftaktveranstaltung der Reihe “Cinéma Klassenkampf“ geht es um die Zustände an deutschen Hochschulen. Im gleichnamigen Film sehen wir
zwei Forscherinnen der TU Berlin, die bei einem Arbeitseinsatz in
Uruguay gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Sie sehen sich zudem mit einer Projektleitung konfrontiert, die ständige Verfügbarkeit einfordert, bei extremen Arbeitszeiten von mehr als 10 Stunden pro Tag, ohne freie Tage. Als die Forscher_innen die Verantwortlichen auf ihre Situation aufmerksam machen, finden sie nirgendwo Gehör, sondern werden persönlich unter Druck gesetzt. Nach Berlin zurückgekehrt werden sie in ihrem Arbeitsumfeld isoliert. Sie
müssen feststellen: es gibt keine Strukturen, die ihnen effektiv zur Seite stehen. Sie wenden sich an die Basisgewerkschaft FAU und eine lange Auseinandersetzung beginnt.

Filmvorführung und Diskussion mit Gästen (Hochschulgewerkschaft
unter_bau, Bildungssektion der FAU Berlin).

6. März 2017 um 19 Uhr, Moviemento Kino Kreuzberg, Kottbusser Damm 22,
19067 Berlin.

Peter Nowak 22.02.2017 | 14:54

Ja, aber der Stalinismus war ja auch der Todengräber des Kommunismus. Wenn ich von smart Communism rede, meine ich eine Gesellschaft, in der der das Wertgesetzt keine Rolle mehr spielt und auch Machtstrukturen nicht. Das Projekt Cybersyn in Chile unter allende ging in diese Richtung https://www.golem.de/news/cybersyn-chiles-traum-von-der-computergesteuerten-planwirtschaft-1608-122521.html

Peter Nowak 14.02.2017 | 21:12

Ich schlage vor, als Denkmal des Tages der deutschen Selbstfindung vor, die Namen aller Menschen, die seit dem 9.11.1989 von deutschen Rechten, Polizisten etc. vom Leben zum Tod gebracht wurden, anzubringen. Dann würde auch die Phrase von der "Friedlichen Revolution" als ein deutscher Mythos kenntlich. Der 9.11. war nichts anderes als ein deutsch-nationaler Erweckungstag, an dem die Konterrevolution gleich in zweifacher Hinsicht in Deutschland siegte. An diesem Tag siegte der Nachfolgestaat des 3. Reiches über die autoritären Kommunist_innen, die ein anderes Deutschland aufbauen wollten, was aber mit "diesen Volk" nicht möglich war. und es war eine direkte Konterrevolution gegen den Versuch der linken DDR-Opposition, die Ideen eines freiheitichen Sozialismus auf dem Boden der DDR doch noch umzusetzen. Dafür stand die Großdemo am 4.11.89 am Alexanderplatz Dieses Vorhaben ist mit dem 9.11. gestorben. Leider wird auch in dem Artikel kein Unterschied zwischen den Plänen der linken DDR--Opposition nach einer demokratischen und sozialistischen DDR und der Annexion der DDR gemacht.

Peter Nowak 08.02.2017 | 17:21

Hallo Karsten Krampitz,

nun braucht man doch an dieser eindeutig antisemitischen Aussage von Brüsewitz nicht rumdeuteln oder Diagnosen zu stellen. Er war ein reaktionärer Klerikaler und in dem Weltbild sind die Juden die Sünder und werden von Gott bestraft und der Holocaust ist dann die Strafe Gottes. Da war Brüsewitz in bester Gesellschaft, das wird auch heute noch in rechtschristlichen Kreisen verbreitet. Doch sie haben ein Problem. Das ist christlicher Antisemitismus und wenn heute ein/e PolitikerIn so was einmal äußern würde, wäre sie oder er ein Fall für die Justiz.

Wie die SED mit dem reaktionären Pfaffen umgegangen ist, finde ich auch nicht als Skandal. Die Anarchist_innen wären wahrscheinlich, was sie auch in Spanien gezeigt haben, wesentlich handfester mit derweil klerialer Reaktion umgegangen. Was ich eher einen Skandal finde, ist dass es von Seiten derere, die Brüsewitz damals so verteidigt haben, zu seiner antisemtischen Aussage keine Reaktion gibt.

Und was frappant ist, ist die Dummheit der SED-Bürokrat_innen, die mit ihrer autoritären Politik die Biermann-Hörer_innen und Brüsewitz zusammengebracht haben. Nun kann man verstehen, dass 1977 junge Alternative und Oppositionelle in Kirchen einen Freiraum finden konnten. Doch im Jahr 2017 sollte man nachdenken, was für eine Gesellschaft es gewesen wäre, wenn Brüsewitz und Co. das Sagen gehabt hätten, Bestimmt keine, die Emanzipatorischer als die DDR war. In vielen Punken wäre sie eindeutig reaktionärer gewesen. Und jetzt könnte sich doch endlich trennen, was durch die "Dummheit der Genossen" (Ronald Schernikau) zusammengefügt wurde. Die linke DDR-Opposition hat doch wohl mehr mit der linken BRD-Oppositon zu tun als mit den reaktionären Pfaffen Brüsewitz. Und um Schernikau noch mal zu bemühen. "Die Dummheit der Kommunisten halte ich für kein Argument gegen den Kommunismus."

Peter Nowak

Peter Nowak 06.02.2017 | 13:22

Ja, Karsten Krampitz hat da sehr präzise recherchiert und Brüsewitz nicht verklärt. Umso unverständlicher, dass darauf vom Deutschlandfunk nicht hingewiesen wurde. Schließlich ist es ja keine Kleinigkeit, dass eine vorgestellte Figur den Massenmord an den Juden als Gottes Wille erklärt. Ich denke schon, dass es gewollt ist, was ja schon der Untertitel "Brüsewitz als Vorgänger Biermanns" vorzustellen deutlich wird. Dabei wird unterschlagen, dass in den 1970er Jahren für Biermann für linke DDR-Oppositionelle eine Bezugsgröße war, die mit Brüsewitz nun gar nichts anfagen konnten. Hier soll eine Gemeinsamkeit der DDR-Opposition hergestellt werden, die es nie gab. Und deswegen werden eben braune Flecken bei Brüsewitz einfach ignoriert. Es wäre dann eben auch die Aufgabe der noch aktiven linken DDR-Oppositionellen diese vermeintliche Querfront zu durchbrechen. Eine Diskussion über Repression von Oppositionellen in Ost- und Westdeutschland wäre eine gute Gelegenheit.

Peter Nowak 23.01.2017 | 17:07

Die Erklärung von Müller macht deutlich, Holm wurde entlassen, weil er nicht demütig genug war und keine Reue gezeigt hatte. Da sind sie wieder, die Paralellen zum Fall des ehemaligen Rektors der Humboldtuni Heinrich Fink, der auch nicht demütig genug war und unter einen MfS-Vorwurf entlassen wurden. Holm und Fink ist gemeinsam, dass sie Kritiker_innen auch der heute herrschenden Verhältnisse waren und geblieben sind.

Mehr dazu hier:

(https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/wie-die-die-mfs-aufarbeitung-missbraucht-wird)

Insofern hat Holm glück gehabt, er ist kein neuer Fischer etc. geworden sondern kann mit erhobenen Haupt zurück in die außerparlamentarische Bewegung. Was ist auch von einen Bürgermeister Müller zu erwarten, der noch vor 3 Jahen Mieter_innen in der Berliner Beermannstraße als zuständiger Senator enteigenen wollte, damit der Autobahnbau in Treptow weitergehen konnte (http://beermannstrasse.blogspot.de/)

Peter Nowak 03.01.2017 | 11:02

Mir bin über diesem Satz von Roser gestolpert:

"Ich denke, dass Immigration die beste Möglichkeit ist, um für bessere Lebensbedingungen zu sorgen."

Das ist doch eine Bankrotterklärung für den Kapitalismus, das die Menschen ihre Heimat verlassen müssen, um leben zu können, wenn sie es schaffen. Franz Josepf Degenhardt parodisierte mal sinngemäss: "Für einen Job ziehen sie meilenweil". Er hatte das nicht positiv gemeint.

Es muss in einer vernünftigt organisierten Gesellschaft darum gehen, dass die Menschen auch da, wo sie geboren sind, wo ihre Freund_innen und Bekannten leben, bleiben können und nicht gezwungen sind zu migrieren. Die Bewegungsfreiheit wäre erst dann ein Menschenrecht, das alle nutzen können aber nicht müssen. Es sollte also nicht vergessen werden, dass auch ein gutes Leben in der Gegend, wo Menschen herkommen, ein Menschenrecht ist, dass erkämpft werden muss.

Peter Nowak 03.01.2017 | 10:53

Nun ist ja bekannt, dass Walter Jens tatsächlich altersbedingt das Gedächtnis verloren hat und lange Jahre mit Demenz leben musste. Warum wird das überhaupt nicht berücksichtigt in der Diskussion? Und unabhängig davon, ist mir nicht recht klar, warum das Detail, dass Jens vor 1945 mal in der NSDAP war, dann so eine Aufmerksamkeit erhielt. Wichtig ist doch, dass er nach 1945, als er nicht mehr in der NSDAP sein konnte, kein Nazi mehr war. Mir sind die vielen Gesinnungsnazis, die nach 1945 in fast allen Parteien saßen, die meisten hatten vor 1945 ein NSDAP-Parteibuch, auf jeden Fall unheimlicher, als ein Walter Jens. Bei Hans Schwerte kenne ich die Details seines Nachlebens nach der SS-Karriere zu wenig. Aber sollte er nach 1945 inhaltich mit allen gebrochen haben, was seine Nazikarriere ausmachte, dann ist doch sogar die Erfindung einer neuen Existenz ein konsequenter Schnitt. Was würde denn das Brechen mit seiner braunen Vergangenheit besser ausdrücken, als die Aufgabe der ganzen ehemaligen Existenz und des Namens. Ich könnte da die Kritik nur verstehen, wenn er unter neuen Namen die alte braune Ideologie weitervertreten hat. Bei Günther Grass ist seine NS-Vergangenheit auf jeden Fall in dem Augenblick interessant, in dem er sein Israel-Gedicht verfasste. Dass da die Kritiker_innen Paralellen ziehen, sollte nicht verwundern. Um die Heuchelei der Vergangenheitsdiskurse deutlch zu machen, musste man nur im aktuellen Freitag zwei Seiten weiterblättern und dann den guten Text über das "ungestörte Vergnügen" mit Heinz Rühmann und der Feuerzangenbowle. Gerade die Jens-Kritiker, die ihm seine NSDAP-Mitgliedschaft vorwerfen, finden nichts dabei, ganz unverkraft lustig an diesen Film ranzugehen.

Und dass eine Elisabeth Frenzel, die " im Herbst 1944 zu den letzten Nutzerinnen der Bibliographie des jüdischen Schrifttums" gehörte, weniger Aufregung auslöste, als die NSDAP-Mitglied von Jens ist auch ein solcher Teil der Heuchelei. Es ging schon um einen Kampf gegen die Linksliberalen, bevor der Schmähbegriff des Gutmenschen sich durchsetzte.

Dabei habe ich nie in Zweifel gelassen, dass ich die linksliberale Position eines Walter Jens in vielerei Hinsicht aus rätekommunistischer Perspektive kritisiere. Ich denke aber eine solche Kritik sollte sich unterscheiden von dieser Kampagne, die im Grunde schon der Vorgeschmack dessen war, was wir heute so häufig als rechtspopulitisch kritisieren.

Peter Nowak 26.12.2016 | 11:29

Es geht ja hier nicht um einen Verriss des Buches, es geht vielmehr darum, die Thesen als Diskussionsangebot anzunehmen, zu diskutieren und auch zu kritisieren.

Wichtig ist auch, ich würde die Arbeiter_innen, auch wenn sie rechts und nationalistisch sind, nicht als dumm oder ungebildet begreifen, denen nur das richtige Bewusstsein eingeimpft werden soll. Es geht um eine Sicht auf die Welt. Die Zumutungen des Kapitalismus nehmen auch die rechts wählenden Arbeiter_innen wahr. Aber sie erklären sie aus einer nationalistischen, sozialchauvinistischen Weltsicht und wählen rechte Egoshooter a la Berlusconi und Trump, weil sie die heimlich beneiden und denken, wenn die die Steuern hinterziehen, wird ihnen ihr kleiner Sozialbetrug auch verziehen. Daher geht es nicht um Bildung im Sinne "die richtige Wahrheit beibringen" sondern von Bildung als Beitrag zum Erkennen der Welt, zur Frage woher wir kommen und wohin wir gehen. Das ist ein Beitrag zur Selbstemanzipation, der auch die Sicht auf die Welt ändert. Das war im bestenfall die Bildung in der Arbeiter_innenbewegung, für die sich Peter Weiss in Ästhetik des Widerstand einsetzte. Daher bringt es eben überhaupt nichts, die Arbeiter_innen zu bestärken, wenn sie mit Deutschlandfahen rumfuchteln, weil sie dann in ihrer rechtne Weltsicht bestärt werden. Bildung im emanzipatorsichen Sinne heißt diese Weltsicht zu erschüttern. Dazu reicht natürlich keine Adorno-Lektüre, eine Organisation von Sportveranstaltungen im emanzipatorsiche Sine können ein wichtiger Baustein dazu sein. In den 1920 er und 1930er Jahren gab es als Alternative zur Olympida Arbeiter_innensportveranstaltungen, bei denen auch das Gewinn- und Wettbewerb-System infrage gestellt wurde. Das waren keine Aktionen von Intelektuellen für die Arbeiter_innen sondern kamen vom linken Flügel der Arbeiter_innenbewegung. Was auch noch mal zeigt, die Veränderung der Gesellschaft und die Veränderung der kämpfenden Menschen, ist eine Einheit. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben. Menschen, die ihre kapitalistische Sicht auf die Welt nicht hinterfragen, werden die Gesellschaft nicht verändern. Daher gehört diese Selbstveränderung als kollektiver Prozess untrenbar zur Arbeit von linken Organisationen, die sich die Veränderung der Gesellschaft widmen. Da es aber heute diese Organisationen kaum gibt und Bildungsarbeit auch in gewerkschaftlichen Kreisen reduziert wurde, sieht es ja mit dem Potential für die Gesellschaftsveränderng so schlecht aus und die Lohnabhängigen wählen rechts, nicht weil sie dumm und ungebildet sind sondern weil sie eine Interpretation auf die Zustände haben, die dem entspricht.

Peter Nowak 17.11.2016 | 17:18

Mir ist aus dem Artikel nicht klar geworden, warum man ein Haus erhalten soll, in dem HItler enige kurze Zeit als Kind gewohnt hat. Es ist nicht geschichtsträchtig und kann nur von Hitlerfans als Anlaufstelle genutzt werden. Also einfach weg damit. Wahrscheinlch wäre das Haus längst abgerissen, wenn nicht HItler dort geboren wurde. Ich kann auch nicht verstehen, warum sich der Autor darüber mokiert, dass in der DDR kriegszerstörte Paläste und Kirchen des alten Regimes abgerissen wurdent. Sie waren in einen Krieg zerstört worden, der von dem alten Regime ausging. Eine Rekonstruktion hätte Geld verschlungen, dass viel nötiger nach dem 2. Weltkrieg für den Bau von Wohnungen für die Arbeiter_innen gebraucht wurde. Hier hat die DDR die richtige Priorität gesetzt: ein sozialistischer Staat muss nicht die Denkmäler des alten Regimes, die durch die Folgen ihrer eigenen Gewaltpolitik zerstört wurden, wieder aufbauen.

Was erhalten werden soll, sind Gedenkorte, in denen NS-VErfolgte gelitten haben, gequält wurden, Folterkeller, Gefängnisse, Konzentrationslager, Sie zu erhalten gebietet der Respekt vor den Leiden der Opfer und ist eine wichtige geschichtspolitische Aufgabe. Doch den Ansinnen des Festbewunderes Dirk Alt ist klar entgegenzuhalten: Weg mit diesen Gebäuden und mit den Trümmern, gerade um die in dem Artikel deutlich heraus zu lesende rechtskonservative Ideologie zu bekämpfen. .

Peter Nowak

https://www.freitag.de/autoren/peter-nowak/ein-film-ohne-deutsches-happy-end

Peter Nowak 24.08.2016 | 16:30

bei den Auseinandersetzungen um die Solidarität mit Nachbarschaft und die geknüpften Kontakte zwischen Hausbewohner*innen und Nicht-Hausbewohner*innen ist es wichtig zu sehen, dass die Initiativen dazu nicht alleine aus der Rigaer Straße 94 kommen. Die Kiezversammlung ist aus den Bemühungen mehrerer Menschen aus den (Haus-)Projekten im
Januar entstanden, hat die Welle der Solidarität mit der Rigaer 94 in
diesem Monat genutzt und im Februar das erste Mal stattgefunden. Die
Versuche der Vernetzung mit Nachbar*innen ist einer gewissen Kontinuität an Bemühungen innerhalb der Straße zu verdanken. Klar spielt dabei die Rigaer Straße 94 auch eine wichtige Rolle, nur nicht die einzige. Gleichzeitig ist sie jedoch Kristallisationspunkt dieser Solidarität und Vernetzung, da die staatliche Repression sich auf der 94 entladen hat. Diese Angriffe zusammen mit den "unverhältnismäßigen" Kontrollen in den Straßen bildeten die Grundlage für das Unverständnis der Nachbarschaft
gegenüber den polizeilichen Maßnahmen, wodurch Nachbarschaft und Hausbewohner*innen näher zusammengerückt sind. Ich denke es ist wichtig,
sich bei dem Projekt "solidarischer und rebeliĺischer Kiez" nicht
alleine auf das eine Haus zu beziehen (was auch falsch wäre) sondern auf die Bemühungen der Menschen aus den verschiedenen Häusern und die Zusammenarbeit dabei.

Hier zwei Links zu Nachbarschaftsinis im Nordkiez Friedrichshain:

https://nordkiezlebt.noblogs.org/

und hier:

http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/

Peter Nowak 24.08.2016 | 16:26

Es gab eben noch eigentlich schlauen Kunstschaffenden, der sich kürzlich ohne Ahnung zur Rigaer Straße 94 äußerte und auch vorher betonte, keine Ahnung davon zu haben. Allerdings wurde er von der Intervieverin der jungen Welt fast dazu genötigt:

Das Interview findet sich hier:

https://www.jungewelt.de/2016/06-06/046.php

und hier die fragliche Passage:

Heutzutage gibt es es immer wieder Polizeieinsätze im sogenannten Gefahrengebiet Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain.

Bargeld: Ich kann dazu nichts sagen. Ich kenne die Gegend nicht. Ich war da nicht, und ich mag die Gegend nicht. Meinen Sie die besetzten Häuser in der Rigaer Straße?

Ja.

Bargeld: Ich glaube, das sind Arschlöcher. Ich bin ein alter Hausbesetzer. Aber mit den Leuten von der Rigaer Straße habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht. Was immer die Überzeugungen der Leute sind, sie können trotzdem Arschlöcher sein.

Ich habe in zwei besetzten Häusern gewohnt. Das eine war Reuter- Ecke Pflügerstraße in Neukölln, das gibt es nicht mehr. Und ich würde sagen, zirka 75 Prozent der Leute, die da gewohnt haben, waren Arschlöcher. Die dachten, ich bin ein Arschloch, und ich dachte das gleiche über sie. Ich war Anarchist, und diese Leute waren einfach dumm, die waren bourgeois. Die wollten einfach Gemütlichkeit.

Meinen Sie dasselbe über Künstler?

Peter Nowak 24.08.2016 | 16:26

Es gab eben noch eigentlich schlauen Kunstschaffenden, der sich kürzlich ohne Ahnung zur Rigaer Straße 94 äußerte und auch vorher betonte, keine Ahnung davon zu haben. Allerdings wurde er von der Intervieverin der jungen Welt fast dazu genötigt:

Das Interview findet sich hier:

https://www.jungewelt.de/2016/06-06/046.php

und hier die fragliche Passage:

Heutzutage gibt es es immer wieder Polizeieinsätze im sogenannten Gefahrengebiet Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain.

Bargeld: Ich kann dazu nichts sagen. Ich kenne die Gegend nicht. Ich war da nicht, und ich mag die Gegend nicht. Meinen Sie die besetzten Häuser in der Rigaer Straße?

Ja.

Bargeld: Ich glaube, das sind Arschlöcher. Ich bin ein alter Hausbesetzer. Aber mit den Leuten von der Rigaer Straße habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht. Was immer die Überzeugungen der Leute sind, sie können trotzdem Arschlöcher sein.

Ich habe in zwei besetzten Häusern gewohnt. Das eine war Reuter- Ecke Pflügerstraße in Neukölln, das gibt es nicht mehr. Und ich würde sagen, zirka 75 Prozent der Leute, die da gewohnt haben, waren Arschlöcher. Die dachten, ich bin ein Arschloch, und ich dachte das gleiche über sie. Ich war Anarchist, und diese Leute waren einfach dumm, die waren bourgeois. Die wollten einfach Gemütlichkeit.

Meinen Sie dasselbe über Künstler?

Peter Nowak 24.08.2016 | 02:05

Leider hat Klaus Bittermann nicht den Grundsatz beherzigt, Sachverhalte, von denen man keine Ahnung hat, auch nciht zu kommentieren. So schreibt er, dass er dei aktuelle Diskussion um Rigaer Straße 94 nicht weiter verfolgt hat, um dann doch zu mutmaßen:

"Die leben nach dem Motto: Es gibt nur uns, und alle anderen Leute sind Idioten. Diese Haltung war in den 80er Jahren …“

Nur ist das gerade auf das Hausprojekt Rigaer Straße 94 bezogen schlicht falsch. Dort gibt es seit Monaten Versuche, sich mit den Nachbar_innen zu vernetzen. Nur deshalb gab es auch die große Solidarität als das Hausprojekt erstmals im Januar 2016 von der Polizei gestürmt wurde und die Kohle für den Winter beschlagnahmt wurde. Nachbar_innen organisierten sofort Ersatz. Bei der erneuten Poliezibelagerung war die Solidarität mit den Hausbewohner_innen noch größer. Daraus iist die Kiezversammlung entstanden, die monatlich tagt, aber auch der gemeinsame Widerstand gegen das Nobelprojekt Carree Sama Riga. Es mag andere Hausprojekte geben, wo die Krtik von Bittrmann zutrifft, auf die Rigaer Straße 94 defintiv nicht.

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