In Gedenken an Peter Grottian

Black Rock Konferenz Vom 16./17. September 2022 soll Im Audimax der Universität Potsdam am Neuen Palais 10 eine Fortsetzung des BlockRock Tribunals als Konferenz stattfinden. Es soll auch eine Gedenkveranstaltung an seinen Mentor sein.

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community.
Ihre Freitag-Redaktion

Im September 2020 wollte das Blockrock-Tribunals in Berlin eine Diskussion über einen zentralen Player des internationalen Finanzkapitalismus anstoßen. Trotz vieler informativer Beitrage gab es allerdings bisher keine Fortsetzung. Das lag auch am Tod des Mentors des Blackrock-Tribunals Peter Grottian. Der engagierte Hochschullehrer, der über viele Jahre ein solidarischer Begleiter der außerparlamentarischen Bewegung war, starb am 30. Oktober 2020. Einen Tag später wollte sich der Kreis der Engagierten zur Beratung treffen, wie es mit dem Blackrock-Tribunal weitergeht. Es war auch Grottians Vermächtnis, das seine Freundeskreis deshalb nicht sterben lassen will. Sie schrieben in einem Nachruf: "Als letzte Initiative, die Peter aktiviert hat, fühlen wir uns verantwortlich und motiviert, als letzte „Staffelträger“ in seinem Sinne weiterzumachen: Wir möchten an Euch alle, als seine früheren zahlreichen Initiativen, als seine alten Kollegen, Freunde, Mitstreitenden appellieren, Peters letztes Anliegen so ernst zu nehmen wie er selbst, und sich BlackRock und Co. wachsender Einflussnahme in aller Welt entgegenzustellen.“ Im Gedenken an Peter Grottian soll daher das Backrocktribunal in diesem Jahr am 16/ 17. September 2022 im Campus am Neuen Palais 10 in Potsdam unter dem Oberthema „Arbeit und Rente im Digital- und Umweltkapitalismus“seine Fortsetzung finden. „Wir wollen die Form "Tribunal" nicht wiederholen, sondern eine Konferenz mit Vorträgen, Diskussionen, Videobotschaften, Kabarett-Einlage, Abschluss-Podium halten“, erklärte Ulrike Kölver vom Vorbereitungskreis.

Umwelt und Klima soll ein zentrales Thema sein

Das Tribunal vor 2 Jahren habe einen Panorama-Überblick über die Investitionsfelder und Einflüsse von Blackrock gegeben. Diese Thematik soll in diesem Jahr in einem Einführungseferat bearbeitet werden. Die Schwerpunkte sollen dann die Rolle von Blackrock beim Greenwashing im Bereich Klima, Umwelt und Arbeit sowie die drohende Privatisierung der Rente sein, die von Konzernen wie Blackrock wesentlich mit vorangetrieben wird. Der harte Kern der Unterstützer*innen des Blackrocktribunals vor 2 Jahren bereite auch die Veranstaltungen in diesem Jahr vor, betont Ulrike Kölver. Neu hinzugekommen sind als Unterstützer*innen der BUND , die Universitätsgesellschaft Potsdam und die Wassertafel Berlin-Brandenburg. Kölver betont, dass der Vorbereitungskreis noch weitere Vorträge zum Themenschwerpunkt Umwelt in das Programm einbauen will. Das ist natürlich auch ein Angebot an Klima- und Umweltaktivist*innen. Schließlich wird hier am Beispiel von Blackrock deutlich, wie die kapitalistische Produktionsweise zu der Klimakrise beiträgt. Das Thema ist auch deshalb besonders interessant, weil der Blackrock schon längst Greenwashing betreibt, wenn der Finanzkonzern für eine angeblich nachhaltige Geldanlage wirbt. Zu den Beiträgen, die sich mit der von Blackrock vorangetriebenen Privatisierung der Renten befassen, konnten die Gewerkschaftler Hans-Jürgen Urban (IG Metall) und Gotthard Krupp (Verdi) gewonnen werden. So könnte die Veranstaltung auch ein Forum schaffen, auf dem sich Klima- und Gewerkschaftsbewegung austauschen können.

Peter Nowak

Weitere Informationen zur BlackRock Konferenz:

https://www.blackrocktribunal.de

Hier das Programm:

https://www.blackrocktribunal.de/wp-content/uploads/2022/08/Programm-Aktualisierung-22.7.22-3.pdf

https://www.blackrocktribunal.de

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.

Was ist Ihre Meinung?
Diskutieren Sie mit.

Kommentare einblenden
%sparen