Einspruch gegen Militarismus

NIe wieder Krieg ohne uns ... lautet der Titel eines Buches, das Macht und Herrschaft kritisiert und die besondere Aggressivität des deutschen Nationalismus nicht vergessen hat.

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Vor einigen Jahren noch Undenkbares geschieht: Deutschland zieht in den Krieg, und (fast) alle ziehen mit. Eine breite Front weiß,was richtig ist, und was falsch. Pflugscharen werden wieder zur Schwertern, bzw. zu schweren Waffen. Geld dafür scheint in unbegrenzter Menge vorhanden zu sein - es geht schließlich nicht um Beiwerk wie eine gute Sozialversorgung, bezahlbaren Wohnraum oder eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung. Ein altes, in der Mottenkiste der Geschichte verschwunden geglaubtes Feindbild wird erfolgreich reaktivier. Russland bedroht den Westen. Ruft angeblich gar einen "Vernichtungskrieg" aus. Da scheint jedes Mittel richtig - oder ? Ist das alles wirklich so einfach? Muss Russland nun nachhaltig "ruiniert" werden, wie es sich die grüne Außenministerin wünscht? Lohnt dieses destruktive Ziel die Gefahr eines Atomkriegs? Was haben Deutschland und die NATO mt einer Konflikteskalation zu tun, die in den Krieg. -völkerrechtswidrig wie so viele andere davor - führte? Wäre eine ernsthafte Entnazifizierung der Ukraine - wie Putin sie vorgeblich anstrebt - nicht tatsächlich dringend nötig? Warum schweig eine Zero Covid-Linke, die bei den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen überall nur Nazis sah, nun so lautstark angesichts antisemitscher Traditionen und antisemitischer Gegenwart? Was ist das für ein Land, das da in die EU strebt? Und wie sieht eine antimilitaristische Praxis aus?

Das sind einige Fragen, die sich die drei Autoren in dem Buch stellen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort ...................................................................................................................................

Gerald Grüneklee......................................................................................................................

. 14 Keine Legitimation für Angriffskriege 15 Kein Krieg fällt vom Himmel 15 Die Erfindung der Nation 16 Ein Blick in die Geschichte 17 Geostrategische Interessen 20 Kriege – Fortführung der Politik mit anderen Mitteln 21Russland unter Druck – Die Rolle der NATO 22 Optionen des Krieges 23 Faschismus in der Ukraine 24 Freiheitliche Traditionen in der Ukraine 27 Frieden schaffen mit noch mehr Waffen? 28 SPD und Grüne im Krieg 29 Russland ruinieren? 30 Die Entrussifizierung in der Ukraine 30 Die Ukraine, ein künftiger EU- und NATO-Staat? 31 Corona und der Krieg 32 Die Rolle der Medien 34 Solidarität mit einem Staat? 37 Flüchtlinge sortieren? 37 Folgen des antirussischen europäischen Kultur- und Wissenschaftsboykotts 39 Krieg und Hunger 40 Krieg und Klima 41 Antimilitarismus statt Nationalismus & Krieg 43 Fazit 44Literatur 45

Clemens Heni............................................................................................................................. 48

„Not one Inch“, Ukraine und NATO-Osterweiterung im Kontext oder: Amerika plante 1959
„91 Atombomben auf Ost-Berlin zu werfen“ ... und die UdSSR wurde im Februar 1990 von
Baker, Bush sen. und Kohl „ausgetrickst“
49 Wenn die USA auf den Vertragsentwurf für Frieden und Vertrauen von Dezember 2021 eingegangen wären – gäbe es dann den Krieg in der Ukraine? 55 Holocaustverharmlosung des ukrainischen Botschafters in Deutschland –
n-tv bringt es unkommentiert
60 Wieso wird Russland kein NATO-Mitglied? Die Bundesregierung agiert nach dem Motto: „Deutsche Waffen, deutsches Geld, morden mit in aller Welt“ 62 Der Boxer und der Clown: Der Griff zur Atomwaffe? 70 Ein Schweizer Journalist schlägt Alarm: Schluss mit dem europäischen „Empörungstsunami“ 76 Schluss mit Putins Krieg, dafür weniger NATO, weniger Neo-Nazis, mehr Abrüstung und Frieden 80

Wie strategisch arbeitet der CIA und wie irrelevant sind Neonazis in der Ukraine wirklich? 82 Deutsche Friedensliebe? 90 Linker russischer Putinkritiker Nikolai Platoschkin wendet sich gegen den Krieg 98 „Mehr Atomkrieg wagen?“ Die neue irrationale Querfront:

Donald Trump, Deniz Yücel und Joachim Gauck 99 Ukraine, Holocaustverharmlosung, „Vernichtungskrieg“ und „Zivilisationsbruch“ 101 Wer wie 3sat das Warschauer Ghetto mit der heutigen Ukraine vergleicht,
handelt antisemitisch
106 Die USA planten den russischen Ukraine-Krieg schon im Januar 2022 109

Peter Nowak...........................................................................................................................

112 Leise Stimmen gegen Krieg um die Ukraine 113 Deutsche Friedensbewegung – Und wo bleibt der Protest gegen die deutsche Aufrüstung? 115 Mehr als „Gaz off“: Die Klimabewegung und der Krieg in der Ukraine 118„Nieder mit den Waffen, her mit den Schlüsseln“ 122 „Wir werden uns niemals auf die Seite eines Staates stellen“ 124 Neutralität der Ukraine ist das Gebot der Stunde 126 Gegen Holocaust-Relativierung 129 „Weder Selenskyj noch Putin – Stoppt den Krieg“ 131 Böse Banalisierung 135 Ukraine: Wenn Konsumenten einen Krieg verhindern wollen 136 Wiktor Medwedtschuk: Der Ukraine-Krieg und „Putins Mann in Kiew“ 139 Wenn in Mariupol niemand Nazis sehen will 142Wider den eingebetteten Kriegsjournalismus 145 Verbotene Sowjet-Symbole am 8. Mai: Geschichtsrevisionisten am Ziel ihrer Träume 147 Profiteur des Ukraine-Krieges 153 Mental im Schützengraben gelandet 156 Arbeiter:innen gegen Krieg und Militarismus 159 Über eine Geschichtspolitische Zeitenwende 160 Hat Law-and-Order-Scholz Klima-Aktivisten mit Nazis verglichen? 163

Endnoten.................................................................................................................................. 167

Weitere Infos zum Buch findet sich auf der Seite des Critic-Verlags:

https://www.editioncritic.de/allgemein/neuerscheinung-nie-wieder-krieg-ohne-uns-deutschland-und-die-ukraine/

Am Donnerstag, den 8. September stellen zwei der Autoren, Peter Nowak und Gerald Grüneklee das Buch im Veranstaltungslokal Laidak in der Boddinstraße 42/43 vor und zur Diskussion

https://peter-nowak-journalist.de/Veranstaltung/nie-wieder-krieg-ohne-uns-deutschland-und-die-ukraine/?instance_id=204

Klarstellung aus aktuellen Anlass:

Mich erreichte Kritik an der aktuellen politischen Ausrichtung des Laidak sowie der Hinweis, dass Gruppen wie die Freie Linke die Veranstaltung bewerben, mit denen die Autoren des Buches weder inhaltich noch organisatorisch verbunden sind. Diese Kritik ist noch mal ein Anlass mehr, deutlich zu machen, dass die Autoren des Buches auf allen Veranstaltungen gegen jede Form des Antisemitismus sowie irrationale und rechte Ideologien argumentieren und den Unterschied zwischen einer Parteiname für das russische Putin-Regime und einer emanzipatorisch- antimilitarischen Postion mit dem Grundsatz "Zucker in die Tanks überall" deutlich machen

Peter Nowak

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