Die Flüchtlinge der Bundeskanzlerin

Die Machtfrage Flüchtlinge - Was Bundesbürger besonders schockiert? Kurz Report: Flüchtlinge 1945 im Vergleich der Zeiten
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Die Flüchtlinge der Bundeskanzlerin Angela Merkel

Früher wie heute ging und geht es in der Politik – ob Diktatur oder Demokratie - immer nur um die Machtfrage. Ein Heer „nützlicher Idioten“ - Lenin könnte hier vornehmlich an christliche Demokraten gedacht haben - hilft dabei, unreflektiert bei der Verbreitung von Halbwahrheiten oder Entstellungen – der eigenen Kariere willen - mitzumachen, das Volk im „Schach“ zu halten. Denn selten Transparenz, sondern Irreführung der Bevölkerung stand und steht heute mehr denn je wieder im Vordergrund der Politik. Eigenes Verschulden – zufällig aufgedeckt – wird sofort verniedlicht, Enthüllungen konsequent unterdrückt. Medien helfen dabei - eine Ausnahme gegeben - ob sie wollen oder nicht! Sanktionen der EU nur gegen Polen? Der Begriff „Lügenpresse“ macht längst die Runde. Beispielsweise bei der Wahl Gaucks zum Bundespräsidenten. Obwohl allen im Bundestag vertretenen Parteispitzen durch den Schriftsteller Klaus Blessing bekannt war, dass Gauck bekanntester skrupelloser „Täter“ und Handlanger des MfS vor und nach 1989 war, spielte das für das Wahl Prozedere der Bundesversammlung keine Rolle mehr. Mehr noch, das Unrecht wurde bei Joachim Gauck sogar ins Gegenteil verkehrt: Vom „Täter“ zum Widerstandskämpfer ( siehe auch Internet, u.a.:“Gaucks Erfolg – Luthers Klage“von Rolf Peter, Gauckopfer ab 1993, bis Dato stark Geschädigter ; oder „Gauck der richtige Mann?“ von Klaus Blessing). Auch die Aufarbeitungsbehörde BstU erkennt endlich mit Roland Jahn Handlungsbedarf, und zwar infolge eigener Gesetzesverstöße , vor allem die von Gauck ( Gaucks Fehlverhalten gegenüber dem Unterzeichner hätte ihm bis zu 2 Jahren Freiheitsentzug kosten müssen). Doch darf die BStU diese nicht wieder selbst sühnen! Stasiopfer also ein zweites mal! Dienstaufsichtführende Person für BstU: Deutscher Bundestag! Doch der kehrt gewonnene Erkenntnisse unter den Teppich ( z.B die 2007 gewonnenen Überprüfungsergebnisse). Überall bei brisanter Politik werden Fakten sowie authentische Dokumente in den Wind geschlagen, der Idealist von heute dem vergifteten Zeitgeist geopfert. Erkämpfte Offenheit weicht erneut der Denunziation. Die Furcht vor Machtverlust der Angela Merkel bestimmt diesen unseren Zeitgeist.

Das Thema „Flüchtlingshilfe“ wird allerdings trotzdem unserer Bundeskanzlerin zur kommenden Wahl, wenn nicht schon früher, Kopf und Kragen kosten. Für den Anfang ihres Endes sorgte sie bereits selbst. In einer Welt begrenzter Ressourcen setzt sie unbeirrt weiter auf Einwanderung, weil sie glaubt, einzig nur dadurch Wirtschaftswachstum sichern zu können. Mit dem Begriff „Flüchtlingshilfe“ will Frau Merkel uns Bürgern dann die volle Integration von lediglich Schutzbedürftigen als Einwanderer schmackhaft machen. Wer sich dieser ihrer Meinung widersetzt und sich eine eigene erlaubt, wird sofort dem fremdenfeindlich bösen „Rechten Lager“ zugeordnet; wer sich aus Angst um seinen Arbeitsplatz,„dem Land von Frau Merkel“ anpasst, dem „Gutmenschentum der Mitte“! Ihren Gegnern gegenüber sind jedoch geraume Zeit lang diese ganzen Gutmenschen weitaus totalitärer als das, was sie vorgeben zu bekämpfen. Das es in der Bundesrepublik jedoch genau um Probleme der „Mitte“ dieser Gesellschaft geht, verkennt auch das geblendete Heer der Demagogen, das sich um die Bundeskanzlerin schart. DDR-Politik vom feinsten !

Was die Bundesbürger besonders schockiert? Es ist nicht die – oft zu Unrecht unterstellte - versagte Hilfeleistung und Beistand bei in Not geratenen Flüchtlingen. Nothilfe gehört allen Orts zum selbstverständlichen Anspruch! In diesem Falle liegt das unzivilisierte und fordernde Verhalten von Flüchtlingen vor, die allen Orts Hilfsleistungen erpressen und – so könnte man glauben - mittels ihrer Kinder Mitleid erregend durchsetzen wollen. Mit nacktem Baby die Aufmerksamkeit erzwingen zu wollen, war bisher das maximal schockierende dieser Art! Von derartigem Tun wendet sich der Bürger ab!

Auch der Unterzeichner wurde einst, mit Mutter und 2 weiteren Geschwistern, zum Flüchtling aus seiner Heimat Pommern. Vater auf Russland-Rückzug. Zweiter Weltkrieg. Zusammenbruch 1945. Flüchtlinge früher wie heute!? Der Zeitzeuge (Unterzeichner) von damals erinnert sich.

Kurzreport: Flüchtlinge 1945 im Vergleich der Zeiten

Flüchtlinge aus Ostpreußen zogen Tag für Tag an unserer Straße vorbei. Sie ließen sich aus Angst vor berechtigten Rachegefühlen der Russen gegen Deutsche vertreiben, vor bekannt gewordenen Vergewaltigungen, dem Tod. Meine Mutter sorgte sich. Wir sollten lieber bleiben! Doch mit dem Tag pausenloser Sirenentöne, schließlich Ausrufung des Räumungsbefehls, flüchteten sofort auch wir und fast alle unserer Schutz suchenden Nachbarn. Der Versuch einer Rettung! Am 9. März 1945 zogen wir von Lauenburg aus ins Ungewisse. Mit der Angst im Nacken. Denn nun kroch es die Straße entlang, ein endloser Zug Menschen, zu Fuß, Räder schiebend, Gepäck schleppend, Kinder und Erwachsene, Gesunde und Kranke. Alle waren gleich, gleich auch die Nationalität! Unser Treck lässt sich deshalb durchaus mit dem der Südländer auf heutigem Pfad vergleichen, wenngleich es heute Bahn und Bus Unterstützungen gibt. Jedoch flüchten die Südländer mehrheitlich infolge eines Willkommensgruß unserer Bundeskanzlerin, und zwar weiter als in ihre Schutz gebenden Nachbarländer, vorwiegend bis Deutschland. Viele von ihnen kommen in echten Todesängsten. All` diesen Südländern ist jedoch gemein: Sie würden niemals ins Ungewisse flüchten. Sie fordern freies Geleit bis in ihre Wunschländer! Und wehe, wenn nicht! Denn dann trampeln die Flüchtenden alles nieder, was in Europa Ordnung und Zivilisation ausmacht. Kein Wunder also, dass mit diesem Auftritt bei den meisten Europäern der Eindruck entsteht: Die Mehrheit dieser Südländer können am wenigsten Vertriebene sein. Sie sind eigennützige Wirtschaftsflüchtlinge, die sich nicht einmal von der Gemeinschaft einer großen Europäischen Union aufhalten lassen. Denn leider ist diese Union keine Gemeinschaft!

Da unser Zug von Menschen in Pommern von den Russen eingekesselt war, blieb für uns Flüchtlingen nur noch der Weg nach Danzig offen. Und die Ostsee. Von der nahen Front hörten wir deutlich Schießereien, Fliegerabwehr, Kämpfe; unheimlich das Geschützdonner der „Stalinorgel“. Die Chance, in Danzig Schiffskarten für nur wenig Schiffe zu bekommen, war infolge Masse hundert tausender Bewerber eigentlich Null. Doch das Rote Kreuz war dort vertrauensvoller Ansprechpartner, vor allem die Wehrmacht. Sie schaffte tatsächlich Registrierung und Zuordnung von Passagieren - Mütter und Kinder bevorzugt - zu Schiffen, die Flüchtlinge aufnehmen konnten. Keine Mutter wäre damals auch nur annähernd auf die Idee gekommen, auf der Flucht ihre eigene Identität (Ausweis) , oder die ihrer Kinder (Urkunden) , gegen ein Schiffsticket einzutauschen und damit ihre Zukunft auf`s Spiel zu setzen. Denn Sicherheit gab es weder auf einem Schiff, noch an Land. Gegenseitige Hilfe und Not schweißte Menschen zusammen, nicht ein „Willkommensruf“ aus fernem Land!

In einer riesigen, nicht überschaubaren, fast ausgebuchten Lagerhalle, durften wir zunächst zwei Nächte lang bis auslaufen unseres Schiffes auf Schlafmatten verweilen. An Schlaf war nicht zu denken. Irgendwo grölten ständig Frauen, Betrunkene, stöhnende Kranke, Angstgeschreie und Irrsinnige. Nur bald weg hier! Doch ob wir am nächsten Tag mitkommen werden? Dichtgedrängt tausende von Menschen am Pier. Ein ausgedientes Munitionsschiff soll uns mitnehmen, die „Westpreußen“. Für Flüchtlinge genüge es noch, hieß es. Wir kommen mit! Vier riesige Stapelräume hatte das Schiff. Zum liegen aber haben nur zwei von uns vier am Boden Platz; wir lösen uns Tag und Nacht ab. Mit 3000 Flüchtlingen an Bord legte das Schiff bei Dunkelheit ab.Vom Schiff aus sehen wir „Weihnachtsbäume“am Himmel, die Danzig erhellen, um anschließend die Bescherung eines gezielten Bombenabwurfes auslösen zu können. Jawohl, wir sind dem entgangen. Wohin unser Schiff uns bringt? Kein Mensch wusste das, nicht einmal der Kapitän. Egal, wir waren gerettet!

Allgemeine Hygiene auf dem Schiff gleich Null! Im Sichtbereich Eimer als Toilettenersatz. Beidseitig unseres Schiffes gesellten sich bei unserer Fahrt immer wieder fremde U-Boote. Angst macht sich wieder breit. Wegen nicht vorhandener Medikamente nimmt die Zahl Sterbender Menschen zu. In Segeltücher eingeschlagen finden diese dann ihr Grab in den Wellen. Auf der Ostsee schwamm alles Mögliche im Wasser, was von untergegangenen Schiffen herrühren mochte. Endlich, nach 5 Tagen begegnen uns kleinere Boote, Aufschrift „Danmark“. Egal, wo wir landen, Hauptsache: D a s ! Es war Kopenhagen. Erste Unterkunft: Jägersborg-Kaserne, Registrierung. D.h. Gott Lob: 14 Tage wieder menschlich leben. Kleine Einkäufe in der Stadt wurden möglich. Am 6. April kommen wir dann mittels Bahn und Fähre nach Nyborg, Insel Fünen. In Güterwagen verladen sind wir am 10. April in Apenrade. Vier Wochen und drei Tage sind wir bisher auf der Flucht. In Apenrade vergaß man jedoch nicht, dass wir deutsche Flüchtlinge sind! Wir kampierten in einer Schule zu 25 Personen in einem Klassenzimmer, nachdem wir eine „Lause-Sperre“ hinter uns hatten. Im Ort selbst freundliche Leute, mitfühlend und gesprächsbereit. Nach kurzer Zeit werden wir in Dänemark wieder verteilt untergebracht. Mit einer Gruppe von 70 Personen rückten wir am 24. April in Rinkenaes an. Der Saal einer Gaststätte wurde für uns frei gegeben; mit Doppelstockbetten und Strohsäcken. Wir waren zufrieden. Es gab einen dänischen Lagerleiter, aus unseren Reihen wurde ein Stuben Ältester und eine Lagerschwester ausgesucht. Streit gab es zu keiner Zeit. Im an Deutschland grenznahen Ort wird vielfach Deutsch gesprochen, sodass fast jeder Flüchtling eine Dänische Familie findet, mit der er sich anfreundet. Sechs Monate reichte aus, Dänisch zu verstehen und, vor allem Umgangssprache zu sprechen.

Alles wurde schließlich mit einem Schlage anders. Am 8. Mai 1945 war der Krieg zu Ende. Wir durften nicht mehr einkaufen, das Deutsche Geld zählte nicht mehr, Gottesdienste verboten, keine Nachricht aus Deutschland. Die tiefe Demütigung allerorts tat weh. Danke Adolf! Wenn wir nur bald wieder nach Deutschland kämen. Hofft man. Doch am 25. Oktober 1945 werden wir, wie alle Flüchtlinge in Dänemark, mittels Viehwagen hoch in den Norden Dänemarks, nach Aalborg, verlegt. In ein typisches Flüchtlingslager: Aalborg-Ost, mit 1000den von Menschen . Aus Dänischer Sicht war diese Maßnahme verständlich. Diese Menschen konnten schließlich nicht ewig mit Einschränkungen ihrer Lebensqualität leben. Sport, Tanz, Veranstaltungen und normaler Schulbetrieb wurden schließlich ausreichend für den Eigenbedarf entwickelt, nicht für Schutzaufenthalte von Flüchtenden aus halb Deutschland! Verständlich auch für uns, denn nicht die Dänen, wir Flüchtlinge hatten uns ihnen anzupassen. Trotzdem bedauerten wir unseren letzten Umzug nach Aalborg, einer Barackenstadt! Doch, es blieb bei Selbstbeteiligungen bezüglich Unterkunft Problemen und Sozialleistungen, sowie der Selbstverwaltung bei Schule-1.bis 8. Klasse, Sport, Spiel, Kultur und Freizeit. Freier Stadtausgang leider Tabu. Dankbar dennoch: Wir waren geschützt, ordentlich untergebracht, versorgt, voller Hoffnung auf Heimkehr und somit voll zufrieden. Nach und nach wurde diese Hoffnung auch erfüllt. Dabei vergingen allerdings 2 ½ Jahre !

Den meisten Dingen unseres Lebens sind natürliche Grenzen gesetzt. Wer sich nicht um Politik kümmern möchte wird erwachen, wenn plötzlich seine Lebensansprüche unerfüllt bleiben müssen, weil unserer Politik allein die Weitsicht für ein sinnvolles gestalten der Zukunft fehlen könnte.

Rolf Peter, DA Erfurt

12:20 27.01.2016
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Geschrieben von

Peter Rolf

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