Offener Brief an die Bundeskanzlerin Merkel

"Entrüstet Euch" Mahnung des Bürgerrechtlers Roland Jahn
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Offener Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, z.Kenntnis: Roland Jahn

E n t r ü s t e t E u c h ! “

Flüchtlinge brauchen unseren Schutz. Das ist die erwartete menschliche Haltung von Politik, unserer Politik ! Aber, wo bleibt diese Haltung gegenüber Deutschen Opfern?

Hier ein Beispiel eines mehrfachen Stasi-Opfers. Einzelfall? Nein! Aber gewiss der Letzte, der Roland Jahns Aufschrei:“Entrüstet Euch“, noch mit Leben ausfüllen möchte. Es ist der Unterzeichner dieses Beitrages, und der fragt nach der „Herrschaft des Unrechts“, wie gleichermaßen nach dem „Unrecht der Herrschaften“:

30 Jahre Widerstand gegen die „DDR-Herrschaft des Unrechts“ endeten bei ihm mit Berufsverbot. Dagegen half auch eine im Mai 1988 gewonnene Klage vor Gericht nicht. MfS-Willkür verfügte darüber hinaus weiterhin Berufsverbot. Rehabilitierung und Anerkennung von Ausfallzeiten bis 1990 regelte später das Berufliche Reha-Gesetz in einer Bescheinigung vom 12.10.1999.

1993 verfügte nach kurzer Beschäftigung der neue Arbeitgeber, die sog. Stasi-Aufarbeitungsbehörde Berlin, erneut eine willkürliche Kündigung! Weitere 22 Jahre Widerstand, nun wegen Untätigkeit und „Unrecht der BRD-Herrschaften“, folgten.

Nachdem Roland Jah zum neuen Stasi-Behördenchef berufen wurde, prüfte er die sich zuvor in 20 Jahren türmenden Klageakten bzw. Einsprüche des Unterzeichners und befand, dass „es objektiv hierfür (gemeint die willkürliche Kündigung) keinen Anlass gab“ (Schreiben BstU vom 29.04.2013) und bedauerte diesen Zustand sehr. Leider durfte der neue Behördenchef die berufliche Rehabilitierung- nicht einleiten. Wie eher per Zufall intern zu erfahren war – leider erst kurz nach einer persönlichen Begegnung mit Herrn Jahn in Erfurt Ende August 2015 – dürften Behörden auf Weisung der Bundesregierung infolge Kostenexplosion-Emigranten keine Wiedergutmachungsleistungen für Deutsche mehr erbringen. Im Parallel Fall einer notwendigen IM-Überprüfung selbst der Stasi-Aufarbeitungsbehörde im Jahre 2007 erfolgten bereits bewusst ähnliche Einsparungen.

Gern ginge der Unterzeichner wieder zu einer Wahl, denn wir haben eine fantastische Verfassung. Daher darf der Unterzeichner, in Berlin ausgezeichneter „Aktivist“ der Wende, auch von der Bundesregierung erwarten, dass sie ihren Behördenaufsicht führenden Bundesminister mit der ordentlichen Rehabilitation von Herrn R. P. , gemeinsam mit dem Chef BstU, Herrn Roland Jahn, beauftragt.

Widergutmachungen gereichen der Stärkung einer Demokratie und machen deren Gewinn aus! Im Glauben daran: Rolf Peter

11:49 02.03.2016
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Geschrieben von

Peter Rolf

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