Neuwahlen: Von Labour-Chef Starmer sind manche schon desillusioniert, bevor er regiert

Großbritannien Auf den 4. Juli ist die Abstimmung über das nächste britische Unterhaus vorgezogen. Da Labour in Umfragen mit 20 Prozent vor den regierenden Konservativen führt, wird es wohl eine neue Regierung geben – mehr aber auch nicht
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 22/2024
Oppositionsführer Keir Starmer verspricht „Change“, will aber an so mancher Politik der Tories festhalten
Oppositionsführer Keir Starmer verspricht „Change“, will aber an so mancher Politik der Tories festhalten

Foto: Jeff J. Mitchell/Getty Images

Endlich, seit Premierminister Rishi Sunak vor Tagen überraschend vorgezogene Neuwahlen für den 4. Juli ausgerufen hat, wissen die Briten, dass die langen Tory-Jahre bald vorbei sein dürften. Kaum ein Wahlbeobachter bezweifelt den absehbaren Regierungswechsel. Der Vorsprung der oppositionellen Labour-Partei beträgt in Umfragen rund 20 Prozent. Parteichef Keir Starmer müsste sich schon grobe Schnitzer leisten, um seinen Einzug in 10 Downing Street zu gefährden. Das sind erst einmal gute Nachrichten.

Nach 14 Jahren unter konservativen Regierungen befindet sich das Land in einem bedauernswerten Zustand. Der Sektor öffentlicher Dienstleistungen ist marode, die medizinische Fürsorge dem Kollaps nahe, der Lebensstandard stagniert seit dem Brexit. Ärmere