Trans Mountain – eine Ölpipeline beschädigt den Lebensraum indigener Communitys

Kanada In der Gegend von Vancouver endet eine Trasse, durch die Bitumen geleitet wird: Trotz jahrelanger Proteste wurde die Ölpipeline Trans Mountain fertiggestellt. Verloren haben dabei die Natur, das Klima, vor allem aber indigene Gemeinschaften
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 23/2024
Öl verladen, wo andere schwimmen: Das Westridge Marine Terminal im Mai 2024
Öl verladen, wo andere schwimmen: Das Westridge Marine Terminal im Mai 2024

Foto: Jennifer Gauthier/Reuters/dpa

„Bei uns hieß es immer: Wenn die Ebbe kommt, ist der Tisch gedeckt“, sagt Rueben George von der Tsleil-Waututh First Nation. Und jetzt sei es fast wieder so weit. Die Sonne glitzert auf dem Fjord nahe der Metropole Vancouver an der kanadischen Westküste. Das Wasser hat sich zurückgezogen, sodass weite Uferbänke ins Blickfeld geraten. Eine Muschelart könne man schon wieder essen, so George. Es habe sich letztlich ausgezahlt, was seine Gemeinschaft gegen die Vergiftung des Wassers getan und erwirkt habe. Viele andere Meeresfrüchte, mit denen man sich einst versorgen konnte, seien leider noch kontaminiert. Soweit er sich erinnern könne, sei in seiner Kindheit immer jemand unterwegs gewesen, um zu fischen.

In die einstmals kristallklaren Gewäs