Philipp Adorf

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bonn, Fokus auf die Republikanische Partei der USA sowie der Erfolge populistischer Akteure.
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RE: Quo vadis Europa? | 24.03.2017 | 18:44

Wer Wahlsiege von Wilders und Le Pen als "unausweilich" sah, hat sich entweder mit den dortigen politischen Verhältnissen bzw. dem Wahlrecht nicht beschäftigt oder wollte einfach ein wenig Angst streuen. Negative Schlagzeilen verkaufen sich halt besser. Le Pen wird auf keinen Fall siegen, das erscheint schon länger relativ sicher. Sie war ja schon noch nicht einmal in der Lage, eine eher unbedeutende Regionalwahl in Calais auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise (12/2015) für sich zu entscheiden - übrigens trotz >40% in der ersten Runde. Und auch bei Wilders gaben die Umfragen höchstens 20% her.

Nach der Spaltung des Front Nationals ('99) oder der FPÖ ('05) dachten wahrscheinlich auch einige, dass der Rechtspopulismus sich nun auf dem absteigenden Ast befände. Was daraus geworden ist erleben wir ja gerade...