Phil O'Soph

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Phil O'Soph
RE: Für die Kunden von morgen | 13.05.2013 | 10:05

Auf den Punkt gebracht!

Ich glaube sogar sogar (unbewiesenerweise) , dass diese Interessenverbände auch schon bei Schulbuchverlägen aktiv werden, also wesentlich früher, so dass selbst der aufgeweckte Herr Scheuermann, wenn er sich von der Sparkassen- Propaganda wieder dem Lehrbuch zuwendet, genau das gleiche in grün lehrt...

RE: Let’s work! | 02.05.2013 | 16:07

Let's play!

Also, ich lese aus dem Artikel nicht heraus wie man in den verschiedenen Jobs, die übrigens unverhältnismäßig exotisch gewählt sind, Erfüllung erlangen kann - im Gegenteil.

Für die meisten Berufe ist es nämlich auch weder möglich noch überhaupt nötig.
Wenn ich als Hirnchirurg Kindern tagtäglich das Leben rette, ist das natürlich etwas wundervolles, zumindest, bis man wegen permanenter Übermüdung eine Hirnschlagader anritzt. Ist so eine Verantwortungslosigkeit noch mit dem hippokratischen Eid vereinbar...?
Ansonsten sind vermutlich die meisten sog. Berufe lediglich Jobs, also nichts, wozu man sich berufen fühlt, sondern das, womit man schlicht und ergreifend seine Brötchen verdient. Mancher mag sich dazu berufen fühlen, sich 40 Stunden die Woche den Arsch platt zu sitzen , aber im Grunde ist es doch sterbenslangweilig in einem nicht-kreativen Büro-Job.
Ist aber nicht weiter wild, denn, wer sagt denn, dass man die Erfüllung in seinem Job finden muss. Viel wahrscheinlicher ist es doch für viele in der Freizeit etwas Erfüllendes zu entdecken, was einem wirklich Freude bereitet und einen die Zeit genießen und vergessen lässt.

Es ginge dann also darum, wenn man nicht gerade Kinderleben rettet oder Manager mit der neunschwänzigen Peitsche bearbeitet, einen Job zu finden, der einem zu allererst ein akzeptables Auskommen bietet kann, aber auch einen Job, nachdem noch Freizeit hat und man auch wirklich abschalten kann, um diese wirklich zu genießen und seinen Hobbies nachgehen kann, und ggf. darin seine Erfüllung zu finden.
Die Arbeitszeiten der beiden Jobs sollten sich außerdem nicht überschneiden. :-)
Aber im Ernst: Wer z.B. als Sachbearbeiter der Personalabteilung arbeitet, den ganzen Tag den gleichen Text als Agent einer Anrufzentrale herunter brabbelt oder im 1st-Level-Support gegen die Unmengen an DAUs in Hamsterrad-Manier gegenan arbeitet, kann lange auf Erfüllung im Job warten. Diese Erfüllung betrifft dann wohl allenfalls Zielvereinbarungen...
Always work and no play makes Jack a dull boy - so let's play!

RE: Let’s work! | 02.05.2013 | 16:04

Let's play!

Also, ich lese aus dem Artikel nicht heraus wie man in den verschiedenen Jobs, die übrigens unverhältnismäßig exotisch gewählt sind, Erfüllung erlangen kann - im Gegenteil.

Für die meisten Berufe ist es nämlich auch weder möglich noch überhaupt nötig.
Wenn ich als Hirnchirurg Kindern tagtäglich das Leben rette, ist das natürlich etwas wundervolles, zumindest, bis man wegen permanenter Übermüdung eine Hirnschlagader anritzt. Ist so eine Verantwortungslosigkeit noch mit dem hippokratischen Eid vereinbar...?
Ansonsten sind vermutlich die meisten sog. Berufe lediglich Jobs, also nichts, wozu man sich berufen fühlt, sondern das, womit man schlicht und ergreifend seine Brötchen verdient. Mancher mag sich dazu berufen fühlen, sich 40 Stunden die Woche den Arsch platt zu sitzen , aber im Grunde ist es doch sterbenslangweilig in einem nicht-kreativen Büro-Job.
Ist aber nicht weiter wild, denn, wer sagt denn, dass man die Erfüllung in seinem Job finden muss. Viel wahrscheinlicher ist es doch für viele in der Freizeit etwas Erfüllendes zu entdecken, was einem wirklich Freude bereitet und einen die Zeit genießen und vergessen lässt.

Es ginge dann also darum, wenn man nicht gerade Kinderleben rettet oder Manager mit der neunschwänzigen Peitsche bearbeitet, einen Job zu finden, der einem zu allererst ein akzeptables Auskommen bietet kann, aber auch einen Job, nachdem noch Freizeit hat und man auch wirklich abschalten kann, um diese wirklich zu genießen und seinen Hobbies nachgehen kann, und ggf. darin seine Erfüllung zu finden.
Die Arbeitszeiten der beiden Jobs sollten sich außerdem nicht überschneiden. :-)
Aber im Ernst: Wer z.B. als Sachbearbeiter der Personalabteilung, den ganzen Tag den gleichen Text als Agent einer Anrufzentrale herunter brabbelt oder im 1st-Level-Support gegen die Unmengen an DAU in Hamsterrad-Manier gegenan arbeitet, kann lange auf Erfüllung im Job warten. Diese Erfüllung betrifft dann wohl allenfalls Zielvereinbarungen...
Always work and no play makes Jack a dull boy - so let's play!

RE: Von wegen "Mission Complete" | 30.04.2013 | 12:58

In der Tat sind unsere Ansichten nicht ganz so weit weg voneinander, nur finde ich nach wie vor das Programmieren ein viel zu spezifischer und in dem Alter überwiegend praxisferner Aufgabenbereich ist, als das man das als Quasi-Hauptfach schon ab der 6. Klasse unterrichtet. Und PC-Grundkenntnisse zu erlangen scheint mir in der heutigen Zeit zum Teil in die Wiege gelegt zu werden. Den Rest, sprich Umgang mit OSs und Programmen könnte man dann auch mit einem Nebenfach ergänzen.
Sicher wäre mehr Mehrwert im Unterricht schön, sprich in Musik musizieren statt nur Tonleiter auswendig zu lernen, in Kunst malen statt Künstler der Renaissance mit Geburts- und Todesjahr nennen zu können. Mehr Praxis anstelle von Theorie - das hätte doch Mehrwert.

Aber was will man von einem Schulsystem erwarten, in dem es nach wie vor heißt "die Wirtschaft muss immer wachsen" auf einem Planeten der nun mal nicht mitwächst. Da liegt grundsätzlich was im Argen. Ob das durch, sagen wir mal "IT" als Hauptfach kompensiert werden kann, wage ich nach wie vor zu bezweifeln.

Dennoch vielen Dank für den Austausch.

RE: Von wegen "Mission Complete" | 29.04.2013 | 16:12

"Naiv" ist zu glauben, dass Volksvertreter das Volk vertreten. (1 Euro in die Phrasen-Kasse). :-)

Welcher Berufstand kommt ohne PC Kenntnisse aus? Da gibt es einige, hauptsächlich im klassischen Handwerk (Maurer, Tischler, Bäcker), aber auch Musiker (!), und in der Landwirtschaft.

Dass ein Realschüler zum Abschluss Java, SQL-DML, html5 oder C beherrschen muss halte ich für eine bloße Annahme, aber das würde natürlich eine Ausbildung erübrigen. Das spart Zeit.
Auch ich hatte 2 Stunden sog. "Informatik" in einer Real-Schule und habe mit PASCAL und dem Befehl "use turtle" Zeichnungen gemalt, ein magisches Quadrat in Excel und mit Frontpage Web Sites erstellt. Das war im Alter von 14 Jahren interessant, macht einem das Thema schmackhaft und Lust auf mehr. Wenn ich 5 Stunden die Woche als Kind coden sollte, stell ich mir das ätzend vor. So kann man schon in Kindesalter die Leute verheizen.
Ich bin jedenfalls dabei geblieben. Aber natürlich kann man damit später nichts mehr anfangen. Es ist eben ein sehr fluktuatives Metier. Zur Vermittlung von Grundlagen ist dieser Unterricht wohl auch nur gedacht und dafür ausreichend, wie ich finde. Es geht doch darum in diesem Unterricht herauszufinden, ob man in diesem Gebiet weitermachen will.

Natürlich ist Mathe kein Wahlfach, aber Sie setzen hier auch gleich Informatikunterricht mit Mathe gleich, dabei ist Mathe überhaupt erst die Grundlage für alles mögliche, u.a. Programmieren.
Alle Hauptschüler sollen 10-Finger-Tippen beherrschen? Abgesehen davon, dass auch das wohl zu weit führen würde, ist das in Zeiten von Facebook, Twitter und Co. wohl eine Fertigkeit, die nun schon Grundschüler beherrschen (Übertreibung macht deutlich).
Programmierungsgrundlagen sowie grundlegende PC-Kenntnisse bzgl. Datenschutz, Websitedesign etc. sind Inhalte entsprechender Berufsausbildungen, vor 10 Jahren zumindest noch. Nicht ausschließlich natürlich, aber damit fängt es doch an.
Heutzutage können die Schüler den Lehrer auf allgemein bildenden Schulen wohl oftmals mehr erzählen als anders herum. Eben auch, weil es, wie von Ihnen angemerkt, kaum qualifiziertes Personal gibt, welches sicher vor dem Lehrergehalt schockiert wäre und dann doch lieber in der freien Wirtschaft für gutes Geld codet.
Immerhin in puncto "Laptops für alle" sind wir uns einig, das freut mich.

Die Informatik- Branche verändert sich dermaßen schnell, dass man das kaum einem Schüler aufdrücken möchte. Die haben doch so schon Leistungsdruck ohne Ende. Und dann noch so ein Hamsterrad-Fach. Ich stelle mir das sehr entmutigend vor.

Ich finde, man sollte es lassen wie es ist. In der Schule, ab der 8., wenn man die Grundlagen der Mathematik einigermaßen drauf hat, soll man Informatik wählen können. Bestenfalls interessiert man sich dafür, andernfalls wählt man es ab. Bei Nichtinteresse einem diesen ganzen IT-Scheiß (ich weiß wovon ich da rede :-) ) aufzudrücken, kann doch nur in Frustration enden. Bei wirklichem Interesse, steht der eigenständigen Weiterbildung ja nichts im Wege (http://www.code.org/ ). So ist es doch bis dato gelaufen. Selbst bringen sich die sog. Skript Kiddies mehr bei, als sonstwo.

Das Am PC-Sitzen lässt sich für den Informatik-Unterricht selbstredend nicht vermeiden, aber durch vermehrten Einsatz von PCs im Unterricht, und es liest sich es bekommen wohl nicht alle einen eigenen Laptop nur für den Informatik-Untericht, sondern wohl für mehrere Fächer), würden Kinder & Jugendliche meiner Vermutung nach auch privat wesentlich mehr Gebrauch davon machen, dann halt für CoD, aber auch für alltägliche Sachen, für die man sich sonst noch etwa bewegt hätte (Shopping). Soll aber nicht kern der Debatte sein.

Was mich stört ist die Digitalisierung der Gesellschaft. Und der Fachkräftemangel bekundet dabei in wie weit diese Digitalisierung vorangeschritten ist. Und deswegen sollen Schüler jetzt 5 Stunden pro Woche Informatik pauken?
Schüler sollte lieber mal n paar Extra Stunden Biologie/Naturkunde oder mal was bauen im technischen Werkunterricht oder besser noch Musik. Irgendetwas was einen Mehrwert hat, nicht nur aus ökonomischer Sicht betrachtet.

Dass die heutige Generations im Umgang mit PCs, Pads, Smartphones und sonstigem Hick Hack bestens vertraut ist, steht wohl außer Frage. Soviel zum Thema "Kinder und Jugendliche müssten lernen, wie man damit umgehen soll." Durch eben diesen Konsum wird bei einem Teil dann sicher auch das Interesse geweckt produktiv am PC zu sein. Das zu forcieren ist m.E. aber der falsche Weg.



RE: Stille Helden | 24.04.2013 | 13:25

In der Tat. Ruhe ist unerwünscht. Man könnte sich ja sich auf sich und seine Umwelt besinnen, man käme zum Nachdenken und würde früher oder später das System in Frage stellen, also in den Grundfesten.
Wir sollen aber keine Freigeister sein, wir sollen funktionieren, arbeiten, Steuergelder einfahren und bloß nichts hinterfragen. Diese diffuse Lärmpegel , akustisch aber mehr noch mental/emotional eignet sich wohl bestens um die Leute zu verwirren, vom Sein abzuhalten und beim Tun zu halten. "Man ist was man tut" heißt es ja. Also wären oder sind wir Arbeiter und Konsumenten. Mehr demnach leider nicht. Es ist wirklich tieftraurig.
Dabei weiß man, das einzig gute System ist ein Soundsystem ;-) Ich empfehle Ihnen geschlossene Kopfhörer Z.B. Technics RP-DJ1200E-K). Ohrstöpsel, also offen Kopfhörer, dämpfen Umgebungslärm in Städten so gut wie überhaupt nicht. Halboffene sind eher für den Heimgebrauch.

RE: Von wegen "Mission Complete" | 24.04.2013 | 11:39

Ich halte es für gefährlich jedem Schüler einen Laptop bereitzustellen. Die Kinder heutzutage sitzen doch schon genug am PC. Immer alle Aufgaben am PC machen, eine immer weitergehende Digitalisierung des Unterrichts würde sehr wahrscheinlich die Qualität desselben mindern. 1-2 die Woche Informatikunterricht (ggf. als Wahlfach) ist m.E. absolut ausreichend.
Sonst würden dann wirklich alle Schülerschon frühzeit an den PC gebunden und können dann später nicht mehr ohne. Dabei kann mensch ohne. Nur weiß das dann kein mehr....
Abgesehen davon kosten Laptops für 12 Mio. Schüler wohl auch n guten Schwung Geld, und ich kann es mit nicht erklären, wie bei steitig wachsende Schulden des Bundes (ca. 2 Billionen EUR), so ein Luxuswusch erwägt werden kann.
Naja, die Politker werden schonw issen was sie tun... Das war doch mal ein Kalauer.

RE: Männer baggern wie blöde | 23.04.2013 | 10:09

OK, für eine Dame von Welt ist das natürlich nichts Neues. Und Danke nein, weitere Beispiele brauche ich nicht. Hätte nicht mal eins gebraucht, denn dass man davon schon mal gehört hat, ist klar. Die Frage ist doch, ob das Aufdecken solcher Ereignisse wirklich ein Bewusstsein dafür schafft, oder ob sowas gleich wieder aus den Medien und somit aus dem Gedächtnis verschwindet und/oder, wie gefühlt schon das ganze Jahr 2013 von Meldungen zu Sexismus gegen Frauen "übertrumpft" wird.
Es geht im Grunde darum, dass dies doch, wenn überhaupt als Exotikum, wahrgenommen wird, auch von Männern selbst, die befürchten könnten gar nicht ernst genommen werden zu können oder aus Scham nicht reagieren.