Phil O'Soph

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Phil O'Soph
RE: Außerdem war sie mal Miss Bodensee | 04.02.2013 | 11:36

Wer Tatort, man könnte sagen, allgemein deutsche TV-Produktionen schaut, erwartet doch wohl keine Unterhaltung auf höchstem Niveau.
Es ist dieses wunderbar mittelmäßige, oftmals fast schon öde TV-Format, das mich wissen lässt, dass die eine Woche vorbei ist und die nächste beginnt. Ich erwarte keine schauspielerischen Höchstleistungen inkl. tiefschürfender Dialoge, Spezial-Effekte oder sonstige Attribute, die wirklich gute Filme ausmachen würden. Allenfalls eine konsistente Geschichte. Das darf es gerne sein, und mehr bekommt man meistens auch nicht, was allerdings völlig in Ordnung ist.
Wie interessant kann also eine wöchentliche Kritik zu einer solch öden Sendung sein und vor allem bleiben - ohne eigensinnige Anglizismen wie "Lokaljournalism", die zwar immerhin polarisieren, aber über eloquente Hypotaxen, die den ohnehin langweiligen Tatort noch abstrakter erscheinen lassen, nicht hinwegtrösten.
Es geht hier bei immerhin nicht um hohe Kunst, m.E. auch nicht bei der Kritik – es ist und bleibt der Tatort.

RE: Geld essen Seele auf | 07.12.2012 | 11:25

"Soziologen gehen noch weiter und fragen, ob sich hinter dem Misstrauen gegenüber dem Geld ein Misstrauen gegenüber der staatlichen Ordnung verbirgt." - Das fragen sich die Soziologen wirklich noch? Es ist doch eine einfache Rechnung: "Geld regiert die Welt" - hat man schon mal gehört - und ist doch gleichzusetzen mit Geld korumpiert, also die Politiker in und außerhalb der Regierungskoalition durch die Lobbies. Statt Terror wird nun Armut als Angstmacher genommen, um fragwürdige Gesetze zu veraabschieden und so z.B. dem "korruptesten Land Europas" weitere Milliardenhilfen zuzuschustern.
Es wird ferner nach einer Sicherheit gestrebt, die meines Erachtens nicht wirklich gewährleistet werden kann, siehe Einschätzung von Hyman Philip Minsky.
Der Kapitalismus frisst seine Kinder. Viel passiert, nichts ändert sich.