Philip Grassmann

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Philip Grassmann
RE: Ende des faustischen Pakts | 20.01.2016 | 09:49

Lieber Uebung,

wenn Sie sich für die Frage interessieren, ob sich Merkel im Amt hält, kann ich Ihnen nur die Kolumne von Jürgen Busche im neuen Freitag empfehlen. Die Ausgabe erscheint am Donnerstag, die Kolumne finden Sie auf Seite 4.

Viele Grüße

Philip Grassmann

RE: Ende des faustischen Pakts | 19.01.2016 | 19:21

Lieber Freedom of Speech,

es sollte jedenfalls nicht der Politikstil eines aufgeklärten Politikers sein.

Und ich habe auch noch nie gehört, dass Gabriel die Rücknahme von abgelehnten Asylbewerbern bei einem Besuch in Marokko oder Algerien zun Thema gemacht hat. Vielleicht sollte man es erstmal auf diese Art versuchen? Politik kann im 21. Jahrhundert nicht mehr bedeuten, dass der Stärkere sich kurzerhand durchsetzt. Es bedeutet, einen Interessenausgleich zu finden. Vielleicht dauert etwas länger. Aber am Ende ist das sinnvoller, als mit Druck oder Erpressung jemand zum Einlenken zu bringen.

In einem Punkt stimmen wir jedenfalls miteinander überein: Es kann natürlich nicht sein, dass Staaten ihre Bürger nicht wieder aufnehmen wollen, deren Asylantrag in einem anderen Land abgelehnt worden ist.

Viele Grüße

Philip Grassmann

RE: Die Mutlosen | 24.09.2013 | 12:33

Man kann der SPD in der Tat nicht raten, eine Koalition mit der Union zu schließen – selbst wenn sie sich den Regierungseintritt politische teuer bezahlen lassen würde. Denn eines ist sicher: Die Linke als dann größte Oppositionspartei würde die Sozialdemokraten vier Jahre lang vor sich hertreiben. Über Rot-Rot-Grün würde dann zu recht kein Mensch mehr nachdenken.

RE: Die neue Kraft | 14.05.2012 | 13:59

Es fällt in der Tat auf, dass die Verhältnisse in NRW und im Bund spiegelverkehrt sind. NRW: Eine SPD-Kandidatin mit dem Image einer Landesmutter und ein CDU-Bewerber, mit dem sich die Wähler nicht identifizieren konnten/wollten. Ergebnis: SPD bei 39 Prozent, CDU 26 Prozent. Bund: Eine Kanzlerin als Landesmutter und eine SPD-Troika, die sich naturgemäß einer Personalisierung/Identifizierung entzieht. Ergebnis: CDU 36 Prozent, SPD 26 Prozent. Da drängt sich die Frage auf: Ist Personalisierung alles, sind Inhalte (fast) nichts?

RE: Die neue Kraft | 14.05.2012 | 00:43

Lieber ed2murrow,
das Saarland ist zwar klein, aber mir ging es vor allem um die Frage, wo die Linkspartei außerhalb von urbanen Milieus noch verankert ist. Da gehört das Saarland selbstverständlich dazu, hab es nur in der Eile übersehen. Danke für den Hinweis.
Viele Grüße, Philip Grassmann

RE: Schmusen an der Waterkant | 07.05.2012 | 19:39

Ah, "hyggelig"? Kommen Sie aus SH? Gar aus der Region um Flensburg? Jedenfalls ist das ein herrliches Wort.... Und zur Sache: Sie haben natürlich Recht mit Ihrem Einwand zur Ein-Stimmen-Mehrheit. Dagegen ist ja grundsätzlich auch nichts zu sagen. Mehrheit ist Mehrheit. Nur dass der SSW eben doch etwas anderes ist als eine (klassische) politische Partei. Darum ging es mir hauptsächlich. Und: Ich schätze die SPD doch etwas anders ein als Sie. Die Partei ist eben nicht mehr die gleiche wie vor zehn (!) Jahren unter Schröder. Weder personell (ok, den einen der beiden Stones ausgenommen) noch inhaltlich.

RE: Der Christian aus Osnabrück | 17.02.2012 | 16:15

Über das Thema Integration hat Wulff kluge Dinge gesagt. Das war aber auch die einzige Rede, die im Gedächtnis geblieben ist. Das ist, mit Verlaub, etwas wenig für einen Politiker, dessen einzige Aufgabe es ist, kluge Reden zu halten. Und vielleicht ist das auch ein Grund dafür, dass diese Affäre dem Bundespräsidenten in den vergangenen Wochen so zusetzen konnte. Doch spätestens dann, wenn eine Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren einleitet, ist Schluss mit lustig. Da kann man dann auch nicht mehr den Medien die Schuld zuschieben. Es ist ganz offenkundig außerhalb von Wulffs Wahrnehmungshorziont, dass man als Spitzenpolitiker schnell instrumentalisiert werden kann - wenn man nicht aufpasst. Und Wulff hat nicht aufgepasst. Bis heute war sein größtes Problem doch: Wenn er auftrat sah man keinen Staatsmann, sondern einen Schnäppchenjäger. Deshalb war es höchste Zeit, dass er seinen Hut genommen hat.

RE: Mitschnitt: Geld oder Leben: Wer zahlt die Kulturarbeit von morgen? | 22.03.2010 | 19:13

Lieber Christina Berlin,
Rahel Savoldelli hat mir einen Videoschnitt versprochen, aber bisher haben wir ihn noch nicht bekommen. Wir kümmern uns aber darum.
Viele Grüße, Philip Grassmann

RE: Politisches Speed-Dating | 10.03.2010 | 12:56

Lieber Mustermann,
das ist nicht das Niveau, auf dem wir hier über Crossover debattieren wollen. Steinmeier ist kein korrupter Politiker, ebensowenig wie Özdemir oder Oppermann. Und selbstverständlich haben diese Leute etwas mit linker Politik zu tun – lesen Sie mal den Deutschland-Plan von Steinmeier. Man muss ihn nicht gut finden. Aber ein neoliberales Papier ist das ganz sicher nicht. Noch ein Wort zum "Progressiven Zentrum". Unglaubwürdig ist man, wenn man beispielsweise Vorwürfe nicht belegt. Etwa den, dass es sich um eine "neoliberale Denkfabrik" handele. Die Konzepte, die dort entwickelt werden, haben zwar auf der SPD-Linken eher wenig Unterstützer, bis zur neoliberalen Politik ist es dann aber noch ein gutes Stück.
Ihren letzten Hinweis nehme ich gerne auf, wir haben zu dem Thema nämlich erst kürzlich ein Wochenthema gemacht. die Artikel finden sie hier.

RE: Politisches Speed-Dating | 10.03.2010 | 12:31

Lieber Uwe Jürgen Ness, dann hören Sie doch mal in den Audiofile rein. Da geht es nämlich genau um die Fragen, die Sie ansprechen. Und weder Özdemir, noch Liebich, Oppermann oder Fücks schenken sich dabei etwas. Es ist sicherlich ein weiter Weg bis zu Rot-Rot-Grün. Ohne eine Debatte ird es auch keine inhaltlichen Fortschritte geben. Aber ein Anfang ist gemacht.
Ihr Philip Grassmann