"Aktionsplan Armut" im Hause Wieczorek-Zeul

ENTWICKLUNGSPOLITIK Erstmals seit vier Jahren kann das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) 2001 wieder über einen aufgestockten Etat verfügen
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Als die entwicklungspolitischen NGO vor zweieinhalb Jahren die rot-grüne Regierungserklärung lasen, fühlten sie sich wie Kinder, denen der Weihnachtsmann die gesamte Wunschliste erfüllt hat. Innerhalb der Entwicklungspolitik erwartete man eine eindeutige Orientierung hin zur sogenannten "selbsthilfeorientierten Armutsbekämpfung". Entwicklungsexperten verstehen darunter die Garantie von Grundbedürfnissen in der Dritten Welt durch "Grundbildungs-, Gesundheits- und Ernährungsprogramme". Gebetsmühlenartig referiert die Weltbank in ihren 1980, 1990 und nun Ende 2000 erschienenen Weltarmutsberichten den Wert dieser Maßnahmen. Die gleiche Kerbe trifft eine vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) in Auftrag gegebene Studie zu