Neustart – statt Mut der Verzweiflung

Umdenken der Medien ? In der ZEIT häufen sich Artikel, die Klartext reden. Bleibt zu hoffen, dass sie die Politik erreichen.
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2017 – ein Jahr der Wetterextreme und der politischen Destabilisierungen. Die ZEIT reagiert mit mehreren Aufsätzen mit einer Suche nach Utopien, die einen Ausweg aus der bedrohlichen Weltlage weisen könnten. Seit Jahren schon besteht bei vielen Menschen die Einsicht und Bereitschaft den Lebensstil des Überflusses in den Industrieländern zu verändern. Allein in der Masse sahen sich diese „Querulanten“ regelmäßig konfrontiert mit den, wie die ZEIT-Journalistin Lea Frehse sagen würde, absurden Hinweisen auf Zwänge, die eingeschlagenen ökonomischen Pfad nicht verlassen zu können. Bisher sangen auch die Medien das Lied der Wachstumsprediger. Jetzt endlich hört man, da die Politik immer öfter ohne Lösungen bleibt, auch in den Medien Forderungen wie: „die Städte …vertragen den Autoverkehr nicht mehr….Entstehen muss eine neue Stadt“ (Bernd Ulrich). Oder sinngemäß: „der Ökotraum darf sich nicht auf das heimische Kompostieren, auf grüne Stromerzeugung oder bemooste Dächer beschränken. Es muss radikal gedacht werden“ (Petra Pinzler). Der Vorschlag, allen Bürgern mit einer Deutschlandkarte die kostenlose Nutzung zahlreicher Grundleistungen zu ermöglichen (Mark Schieritz), hat das Potential zur Initiierung einer sozialen Transformation. Zusammenfassend setzt diese Artikelsammlung die kritische Auseinandersetzung mit der „Politik des breiten Konsens und der mittleren Vernunft“ fort (Bienen/Ulrich, 44/2017). Die Artikel haben das Potential zur Entwicklung von Narrativen, ohne die die viel zitierte Transformation nicht gelingen dürfte. Berücksichtigt man, dass die Zeit ca. 400.000 Entscheider erreicht (ZEIT 28.6.17), sollten die Artikel nicht als Mut der Verzweiflung bezeichnet werden (Bernd Ulrich), sondern als längst überfälliges Wachrütteln derjenigen, die wider besseres Wissen nicht (mehr) geeignete Pfade verlassen können oder wollen.


Eine Kopie dieses Artikels geht an die MdB meines Wahlkreises Fr.Stadler (SPD); H. Grosse-Brömer (CDU), in Wahrnehmung des Dialog-Angebotes der Politik.

19:23 03.01.2018
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

phvollmer

Meine Ansichten und meine Motivation zur Teilnahme an der Social-Media-Kommunikation sollte aus den Beiträgen meines Blogs hervorgehen (s.u.)
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