Elend der Standortpolitik

GROSSBRITANNIEN Gegen den Rover-Verkauf durch BMW haben die Gewerkschaften viel alarmistische Rhetorik zu bieten - aber weder wirklichen Protest, noch Gegenmacht
Exklusiv für Abonnent:innen

Es fehlte nicht an starken Worten. »Unsere Mitglieder wollen BMW dort treffen, wo es weh tut«, meinte am Wochenende Sir Ken Jackson, Führer der britischen Metall-Facharbeiter-Gewerkschaft AEEU, als er einen Aufruf zum Boykott des deutschen Automobilherstellers lancierte. Auch Bill Morris, Chef der einst kampfkräftigen Transportarbeitergewerkschaft TGWU, ist tief enttäuscht über die Art und Weise, »wie BMW britische Arbeiter behandelt«. Und Tony Woodley - TGWU-Sekretär für den Automobilsektor - spricht gar vom »schwärzesten Tag in der Geschichte der britischen Industrie«, vom Ende »einer einst großen, stolzen, britischen Automobilfirma«. Zumindest darin hat er recht: Die Entscheidung des BMW-Vorstands, die Tocht