RE: Einmischen, eingreifen – wer darf was? | 23.09.2018 | 21:16

Am 13.07. extra für @Ulrich Heyden angemeldet und anschließend pöbeln Sie sich durch die FC. Anscheinend sind Sie bisher dem Freitag noch nicht aufgefallen, aber dass lässt sich ja schnell ändern.

RE: Hic Salta | 22.09.2018 | 20:37

Wenn man sich als "Sozialdemokraten" bezeichnet, dann sollte auch in der Verpackung drin sein, was drauf steht. Insoweit darf die Messlatte auch höher gelegt werden.

RE: Gegenbewegungen zur Entropie | 21.09.2018 | 16:52

"Gott konnte sich nicht mal selbst retten."

Doch konnte "ER/SIE/ES", er hat es aber nicht für notwendig gehalten. Oder anders; es erschien der Situation nicht angemessen oder auch; es war die beste Variante aller Möglichkeiten. Darunter fielen dann auch die deontischen Erklärungen, denen er sich selbst als "geistiges Prinzip" unterordnet (innergöttliche Logik).

RE: Gegenbewegungen zur Entropie | 19.09.2018 | 18:52

"Der Gegenbegriff zum Skeptiker wäre der Affirmatiker, der sich seiner Einsichten (zu) sicher ist."

Wieso, der Skeptiker ist sich doch in seiner Vorstellung über seine Zweifel auch (zu) sicher. ;-)

Ich weiß, dass ich nichts weiß ist zwar unlogisch, drückt aber Bescheidenheit aus gegenüber der großen Zahl der offenen Fragen und wahrscheinlich der noch viel größeren, die nicht einmal formuliert werden konnten.

Das wäre die gesunde Einschätzung über die eigene Limitierung (auch als Gattung) hinsichtlich der Befähigung über das vollständige Verständnis der Natur. Dagegen könnte ich den Skeptiker in bestimmten Ausprägungen auch als einen definieren, der sich aufgrund dieser Erkenntnis nicht mehr festlegen will, also auch keine Standpunkte mehr einnimmt (einnehmen kann).

Ich würde dann unterscheiden zwischen begründeter, situativ angebrachter Skepsis (argumentaiv unterlegt) und einer Form, die zu einer Haltung geronnen und zum Skeptizismus geworden ist. Letzteres halte ich nicht für erbaulich.

RE: Sie machen sich nicht ehrlich | 19.09.2018 | 15:02

"Jeder Versuch, die gesamtgesellschaftliche Entwicklung nach links zu verschieben und damit zu rehumanisieren, verdient Unterstützung.", so Andrej Hunko hier.

Dem kann ich nur zustimmen.

RE: Gegenbewegungen zur Entropie | 19.09.2018 | 14:47

Stimmt, auch das setzen in Anführungszeichen belässt es immer noch in einer zu engen Verbindung mit dem religiösen Wunderglauben.

Unfassbarkeit, "extreme Unwahrscheinlichkeit" oder auch Unbegreiflichkeit umschreibt es besser: werde zukünftig deutlicher unterscheiden.

RE: Gegenbewegungen zur Entropie | 19.09.2018 | 00:20

Auf dein Zitat bezogen wollte ich darauf hinweisen, dass sich die Fragezeichen auf Gebiete beziehen, die sich nicht mit Begriffen aus dem Leben heraus erfassen lassen. Sie bleiben einfach spekulativ, da nicht erfahrbar.

Sollte die eine oder andere mystische Erfahrung glaubhafter Menschen zutreffen, bleibt es immer individuell und ist nicht vermittelbar. Aber vor allem deshalb nicht vermittelbar, da diese "Erfahrungen" auf keinen Begriff gebracht werden können. Das wäre etwa so, einem Blinden die Farbe zu beschreiben oder mit einem Tauben über Geräusche zu sprechen. Wobei in beiden Fällen denjenigen aber zumindest noch vermittelt werden kann, dass ihnen eine wichtige menschliche Fähigkeit fehlt.

Der Historiker wird alle Quellen nutzen, die ihm zur Verfügung stehen und daraus versuchen, sich möglichst ein Abbild jener Zeit zu verschaffen. Daraus, also aus diesen Quellen, entspringt aber unter allen normalen weltlichen Umständen kein Anspruch, der wie eine Art Naturgesetzlichkeit auf die nach dieser Zeit Lebenden überkommt, also als nicht hinterfragbare Wahrheit eingefordert wird, tradiert über die Nachfolger, die sich in diese Linie selbst eingesetzt haben.

Es ist etwas völlig anderes, ob ein Schlachtfeld im Teutoburger Wald auf geschichtliche Wahrheit im Sinne von "stattgefunden" überprüft werden kann oder ob irgendwelche schriftlichen Aussagen von Wundern berichten, die bis zur Erklärung von "allem was ist" ausreichen sollen und das vor 2.000 Jahren, als noch viele natürliche Phänomene als Wunder bezeichnet wurden und Götter zum menschlichen Alltag gehörten.

Hier bleibt es also bei reiner Interpretation und der Einschätzung damaliger "Zeugen", wie man mit den Erzählungen umgehen soll, also auch mithin der Frage, "kann ich das glaubhaft" annehmen. Was auch meines Erachtens vorraussetzt, dass die damaligen Menschen als weitaus integrer als heute angenommen werden müssten. Aber was sollte sie glaubwürdiger machen? Bei dem Anspruch, bei der Naherwartung (nicht eingetroffen!), bei all den Widersprüchen, Übernahmen religiöser und philosophischer Vorstellungen anderer Kulturen, muss der "Glauben an die Glaubhaftigkeit" als der eigentliche Glauben betrachtet werden.

RE: Gegenbewegungen zur Entropie | 18.09.2018 | 21:21

"So setzt der Gläubige aufs Unwahrscheinliche, auf das vernunftwidrige Wunder."

Lassen wir die anthropomorphen Gottesvorstellungen mal außen vor (und auf diese bezog sich Pascal), dann kann unter der Annahme, dass aus dem Nichts nichts werden kann, verschiedene Schlüsse gezogen werden.

"Alles was ist" aber allein aus Quantenfluktuationen abzuleiten erscheint mir ein größeres Wunder als auf eine ordnende Kraft zu schließen. Das größte "Wunder" ist doch wohl das Leben an sich, mehr noch, die Variante des sich selbst bewussten Lebens!

Das ist nüchtern gesehen so unglaublich, dass man eher an eine gewaltige Simulation "glauben" könnte, als auf das Ergebnis von Zufall und Notwendigkeit. Und in gewisser Weise könnte man das auch mit der Vorstellung verbinden, dass "alles was ist" die bloße Vorstellung einer gewaltigen Macht (Kraft) ist, was sich verbinden ließe mit: am Anfang war das Wort.

Angenommen, die ersten Astronauten, die den Mars betreten, finden ein "Artefakt" (Hochkommata, da nun eine Übertragung vorliegt), mit eindeutig künstlerischen und/ oder technischen Merkmalen. Niemand käme nun auf die Idee, dies sich aus Zufall und Notwendigkeit zu erklären.

Nun vergleiche dieses in jeder Hinsicht primitive Artefakt mit Dir als entdeckenden Astronauten. Angenommen ein weiterer nicht bemerkter Besucher würde Dich und das Artefakt betrachten. Würde es den Schluss ziehen, das Artefakt sei künstlich (also nicht natürlich entstanden) und das Lebewesen daneben ein bloßes Zufallsprodukt? Und das auch immer noch annehmen, bei Kenntnis der vorhandenen Komplexitätsunterschiede?

Die Naturwissenschaft kann nur immanent argumentieren, also auf dem aufsetzen, was unsere Black Box (Universum) möglich macht. Auch die Quantenlösung ist übrigens eine Verschiebung, denn auch da ließe sich die Kette eröffnen. Deshalb bleibt allenfalls sicher zu sagen: man sollte es offen lassen (aushalten können!)

RE: Gegenbewegungen zur Entropie | 18.09.2018 | 19:29

Dort würde ich mich nicht mehr beteiligen wollen.