Bioökonomie

Neue Lebensformen: Nach dem Beitrag von Jaques Kommer über künstliche Intelligenz fiel mir ein Beitrag auf, der im Rahmen von TTIP, CETA und TISA behandelt wird: die synthetische Biologie.
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Die Auseinandersetzung mit der sogenannten Künstlichen Intelligenz (KI) bedarf einer erweiterten Perspektive, die sich mit der Entwicklung in der Biologie auf dem Gebiet der "künstlichen Lebensformen" beschäftigt.

In dem Artikel, den ich noch verlinken werde, geht es um die neuen Freihandelsabkommen, die bei Zustandekommen demokratische Prozesse aufheben werden.

In der ganzen Diskussion über KI muss der Zweig der Biologie betrachtet werden, der neben der "harten KI-Forschung", die sich mit Algorithmen, Logik, Fuzzy-Logik, Kybernetik und mechanotechnischen Lösungen beschäftigt, die "Biotechnologie" einbezogen werden, die sich auf der anderen Seite des Spektrums befindet.

Ins Zentrum der beiden Naturwissenschaftszweige könnte man dabei den Bereich der Gehirnforschung setzen, die sich als Neuroscience etabliert hat.

Auf dem Gebiet der Agroökonomie hat sich Monsanto stellvertretend für die anderen Konzerne einen verdienten schlechten Ruf erarbeitet. Aber was das große Ziel betrifft, nämlich die Landwirtschaft der Pflanzen und auch Tiere auf eine weitere Stufe der ökonomischen Nutzung zu heben, also die Entwicklung künstlicher Lebensformen; da arbeiten die Konzerne zusammen und kaufen den Markt leer, was kleine innovative Firmen betrifft.

Zitat aus dem Artikel (Abschnitt Bioökonomie):
"Was die Bioökonomie insgesamt vor hat, sagt uns in aller Offenheit das Bundesministerium für Bildung und Forschung: „Sie erfasst die Agrarwirtschaft sowie alle produzierenden Sektoren und ihre dazugehörigen Dienstleistungsbereiche, die biologische Ressourcen – wie Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen – entwickeln, produzieren, ver- und bearbeiten oder in irgendeiner Form nutzen.“

und weiter:

"Auch die Synthetische Biologie ist unseren Bildungs- und Forschungsministerinnen lieb und teuer. Da sie, gibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF bekannt, „innovative Methoden in der modernen Biotechnologie zum Einsatz bringt. So wird die Synthetische Biologie die Entwicklung hochkomplexer, kontrollierbarer ggf. orthogonaler Biosysteme erlauben sowie die Synthese designter Proteine und Nucleinsäuren“. Sie ist der Versuch, „biologische und auf biologischen Systemen beruhende Komponenten im Sinne der Ingenieurskunst zu konstruieren“. Es „wird erwartet, dass die Projekte die gezielte Nutzung von Design sowie der Konstruktion von Bauteilen, Modulen und Systemen beinhalten.“

Ziel ist es also neue biologische Systeme zu entwickeln, die sich ideal in den industriellen Verwertungsprozess integrieren lassen. Vorher sorgt man noch mit entsprechenden Monokulturen dafür (auch mit Hilfe lobbyierter Gesetze), dass die Vielfalt der natürlichen Arten verschwindet, was bereits zum großen Teil der Fall ist.

Hier schadet sich die Agroindustrie langfristig selbst, denn die noch nicht erschlossenen natürlichen Ressourcen bergen Schätze, die mit synthetischer Biologie nicht ersetzt werden können. Wie auch, wenn die über Jahrmilliarden experimentell erworbenen Fähigkeiten von Pflanzen dann der Forschung nicht mehr zur Verfügung stehen.

Hier nun der Link zu dem Beitrag aus: Die Gazette - Risiken und Nebenwirkungen von Fritz Glunk.

Fritz Glunk ist Gründungsherausgeber der Vierteljahreszeitschrift "Die Gazette", Buchautor und Linguist. Die Gazette ist ein kleines aber feines Magazin, dass leider nicht so bekannt ist.

Der Link zum Beitrag von Jaques Kommer hier in der FC: "Die gefährlichste Idee der Welt".

14:49 30.06.2014
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