Planspiel Sozialwissenschaften

Helmholtz-Gymnasium: Eine verpflichtende Veranstaltung für die Jahrgangsstufe Q2 am Hildener Gymnasium unter Leitung von Jugendoffizieren der BW "zum Syrien-Konflikt". Wie kommt das zustande?
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Fragliches ereignet sich am 25.01.18, von der 1.-9. Stunde im Helmholtz-Gymnasium Hilden, im Terminplan unter dem Label "Jgst. Q2: Planspiel Sozialwissenschaften" auffindbar, nämlich eine Veranstaltung unter Leitung von Jugendoffizieren der Bundeswehr zum Syrien-Konflikt. Die Schule fällt aus und der "Unterricht" findet in der Waldkaserne am Stadtrand Hildens statt.

Markus Bernhard schreibt dazu in der jw vom 24.01.18: "Das Helmholtz-Gymnasium wollte sich nicht äußern. (...) Ganz anders hingegen der zuständige Jugendoffizier der BW. Bei besagtem Planspiel handle es sich natürlich nicht um eine Rekrutierungsveranstaltung (was bei der 11./12. Klasse der Oberstufe und dem Nachwuchsmangel der BW auch völlig abwegig ist). Dies sei auch nicht zulässig, sagte er. Proteste antimilitaristisch gesinnter Schüler schloss er hingegen nicht aus".

Ob die tatsächlich so unkritisch sind, wie der Autor anschließend vermeint, lässt sich jedenfalls nicht schließen, wohl aber seinem Kommentar anschließen, was bloß mit den Pädagogen los ist, die solche Veranstaltungen hinnehmen. Interessant wäre auch zu wissen, von wem aus diese Initiative gestartet wurde. Leider ließe sich im Netz dazu nichts finden. Muss nun ein Schüler unter dieser Voraussetzung diese "Pflichtveranstaltung" mitmachen oder fällt das nicht unter den Beutelsbacher Konsens? Ein Schüler der Oberstufe sollte sich doch trotz anderslautender Bewertung entziehen können. Ärgerlich sind diese verstärkten Bemühungen der BW allemal, aber das ist einfach das Ergebnis deutscher Politik, mit Ausnahme der Linken Partei.

15:14 24.01.2018
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