Was die Mehrheit der Bevölkerung verbindet

Antimilitarismus: Protagonisten in Die Linke sind im Begriff, sich von den antimilitaristischen Grundsätzen der Partei zu verabschieden. Unterdessen wird für den Frieden demonstriert.
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Woran die Linke anknüpfen muss und keinesfalls zwecks Regierungsfähigkeit verzichten darf, ist die Tür für mögliche Kriegseinsätze zu öffnen, denn dann brauchen wir sie nicht mehr. Die aktuelle Entwicklung stimmt skeptisch.

Zitat: "Es ist von einem »Zusammengehen« von »alter und neuer Friedensbewegung« die Rede, von »breiten Mehrheiten«, die für den Frieden geschaffen werden sollen. Falsch ist beides. Es gibt keine »alte Friedensbewegung« mehr, ihre Zeit war in den 80er Jahren, unter dem Eindruck der Blockkonfrontation und der NATO-»Nachrüstung«. Es existierte eine DDR und eine UdSSR, in der BRD konnte die DKP Einfluss auf Teile der Bewegung nehmen. Heute sind lediglich einige Strukturen übriggeblieben, denen der Anhang fehlt. Die immer wieder vollmundig geforderte breite Mehrheit gegen den Krieg hingegen ist längst da: Mehr als 50 Prozent der BRD-Bürger sind gegen Auslandseinsätze, gegen NATO-»Missionen«, gegen Aufrüstung und Waffenexporte. Es gelingt allerdings nicht, diesen Unmut in politische Bahnen zu lenken."

Formierte Gegenaufklärung (jw 21/22. März 2015 - Sebastian Carlens)

13:55 22.03.2015
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