Literaturpodcasts zum Bücherherbst

Gespräche Seit 20. Oktober läuft die Frankfurter Buchmesse. Im Freitag-Podcast sprechen wir mit Autorinnen und Autoren über ihre Bücher und die Themen, die sie in den Fokus rücken
Literaturpodcasts zum Bücherherbst

Grafik: der Freitag

Derzeit läuft die Frankfurter Buchmesse. Im Rahmen unseres Freitag-Podcasts präsentieren wir Ihnen vier Gespräche mit Autorinnen und Autoren, deren Bücher uns beimFreitagbewegt haben, die wichtige Themen in den Fokus rücken oder neue Perspektiven eröffnen.

Benjamin Knödler im Gespräch mit Florian Schmidt

Die steigenden Mieten sind die soziale Frage unserer Zeit. Diesen Satz haben schon viele Politiker:innen in den letzten Jahren gesagt. Und es stimmt ja auch. Die Mieten steigen gerade in den Großstädten immer weiter, ganze Viertel werden gentrifiziert und die Menschen verdrängt. Die Frage, ob man sich die eigene Wohnung bald nicht mehr wird leisten können, ist in den Ballungszentren eine der größten Sorgen.

Auch der Grünen-Politiker Florian Schmidt sieht in der Wohnungsfrage die soziale Frage unserer Zeit. Er kämpft als Baustadtrat des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg gegen den Ausverkauf der Stadt. In seinem neuen Buch Wir holen uns die Stadt zurück: Wie wir uns gegen Mietenwahnsinn und Bodenspekulation wehren können zeigt Florian Schmidt auf, welche Wege es aus der Mietenkrise geben könnte.

Freitag-Redakteur Benjamin Knödler sprich im Podcast mit Florian Schmidt darüber, was die Gentrifizierung für einen Stadtteil bedeutet, die Stärke der Mietenbewegung und die Frage, wie ein gemeinwohlorientiertes Wohnungswesen aussehen könnte.

Pepe Egger im Gespräch mit Harald Welzer

Unwetter, Hochwasser, Artensterben: Die Klimakrise führt uns als Gesellschaft vor Augen, dass wir mit Endlichkeitsproblemen zu tun haben. Gleichzeitig hat unsere Kultur kein Konzept vom Aufhören, meint der Soziologe und Zukunftsforscher Harald Welzer. Deswegen verändern wir weder unsere Lebens- noch unsere Wirtschaftsweise, obwohl das dringend nötig wäre. Was also tun?

Unter anderem darüber spricht Freitag-Redakteur Pepe Egger im Podcast mit Harald Welzer. Es geht um die Lebenslüge unserer Gegenwart, die absurde Sehnsucht nach immer mehr Wachstum und den Groll, den Harald Welzer gegen die Wirtschaftswissenschaften hegt.

Maxi Leinkauf im Gespräch mit Stella Leder

Stella Leder stammt aus einer weitverzweigten jüdischen Familie. Sie ist die Enkelin des Schriftstellers Stephan Hermlin, eines Kommunisten, der 1936 nach Palästina emigrierte, unter anderem in Frankreich lebte und 1947 nach Ostberlin ging, wo er auch kritische Lyriker unterstützte. Ihre Mutter verließ später die DDR. Stella Leder, 1982 geboren, erzählt im BuchMeine Mutter, der Mann im Garten und die Rechten(Ullstein 2021) von ihrer Familie, in der es auch eine Stasi-Geschichte gibt, von der Schulzeit in Hessen und Nazis, die sie jagten.

Im Podcast sprichtFreitag-Redakteurin Maxi Leinkauf mit der Autorin über ihr Buch – über DDR-Bilder in Westdeutschland, aber auch über Antisemitismus und Rassismus in der deutschen Gesellschaft.

Sebastian Puschner im Gespräch mit Carolin und Christoph Butterwegge

Von den 13,5 Millionen Menschen unter 18 in Deutschland wachsen 2,8 Millionen in Armutslagen auf, 2,4 Millionen sind jünger als 15 Jahre alt. Was steckt hinter diesen Zahlen? Mit dieser Frage haben sich auch Carolin und Christoph Butterwegge befasst – und ein Buch darüber geschrieben. In Kinder der Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt blicken sie nicht nur auf Armut, sondern auch auf Reichtum, gerade unter Kindern und Jugendlichen.

Sebastian Puschner, stellvertretender Chefredakteur des Freitag spricht mit ihnen im Podcast darüber, was Kinderarmut für die Kinder und Jugendlichen, aber auch für die Gesellschaft bedeutet, wie sich Armut bekämpfen lässt, und welche Rolle die Linkspartei dabei spielen kann.

In den kommenden Tagen wird noch ein weiteres Gespräch mit Florian Schmidt zu hören sein.

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18:00 20.10.2021
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